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Vermisst - wie lange bleibt die Hoffnung?

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Vermisst - wie lange bleibt die Hoffnung?

Spurlos verschwunden: Was macht das mit den Angehörigen? Leon Windscheid trifft den Vater der Vermissten Scarlett Salice – und fragt, wie man zwischen Hoffnung, Ungewissheit und Angst weiterlebt.

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Spurlos verschwunden: Was macht das mit den Angehörigen? Leon Windscheid trifft den Vater der Vermissten Scarlett Salice – und fragt, wie man zwischen Hoffnung, Ungewissheit und Angst weiterlebt.

True Crime bei Terra Xplore: Leon Windscheid steht neben Ralf Salice, den Vater der Vermissten Scarlett Salice, am Wald, dem Ort des Geschehens.
Spurlos verschwunden: kein Abschied, keine Antworten. Psychologe Leon Windscheid trifft Ralf Salice, der seit 2020 nach seiner vermissten Tochter sucht - und nicht aufgibt.
Rund 250 Menschen werden in Deutschland täglich als vermisst gemeldet, etwa 10.000 gelten aktuell als verschwunden. Was macht diese Ungewissheit mit unserer Psyche? Und wie gelingt es Angehörigen, zwischen Angst und Hoffnung weiterzuleben?

Der Fall Scarlett Salice: Hoffnung und Suche

Im September 2020 verschwindet Scarlett Salice bei einer Wanderung im Schwarzwald. Auch nach dem Ende der offiziellen Suche macht ihr Vater weiter: Er verfolgt Hinweise, spricht mit Zeugen, hält die Suche am Laufen. Für ihn ist klar: Hoffnung zeigt sich im Handeln. Der Fall Salice zeigt, was ein Verschwinden für Angehörige bedeutet: ein Leben im permanenten Alarmzustand.
Hinweise zum Verbleib von Scarlett bitte an das Polizeipräsidium Freiburg, Tel: 0761 88 22 880 (24h), https://www.bittefindetscarlett.com

"Ambiguous Loss": Verschwunden, und doch so nah

Leon Windscheid spricht mit der Psychologin Prof. Rita Rosner darüber, warum unser Gehirn Unsicherheit so schwer aushält - und welche inneren Prozesse dabei ablaufen. In der Psychologie spricht man von einer Art des "Ambiguous Loss" - wenn der andere zwar körperlich weg ist, aber in Gedanken weiterhin präsent bleibt.
Solche Hoffnung kann stabilisieren und Kraft geben, aber auch daran hindern, Schmerz zu verarbeiten. Die Forschung zeigt: Hoffnung ist weder gut noch schlecht - entscheidend ist, ob sie beweglich bleibt oder sich nur an ein einziges Ergebnis klammert.

Entführt und überlebt: Die Perspektive der Betroffenen

Die Geschichte von Nathalie Schöffmann zeigt eine andere Seite: die der Betroffenen. Nach ihrer Entführung 2019 gelingt es ihr, ruhig zu bleiben und sich zu befreien. Während die Opfer aktiv auf Rettung hoffen können, bleibt den Angehörigen oft nur quälende Ungewissheit.
Terra Xplore macht in Kooperation mit Aktenzeichen XY deutlich: Im Umgang mit Vermisstenfällen gibt es kein klares Richtig oder Falsch. Die Ungewissheit kann lähmen - und manchmal hilft eine bewusste Entscheidung, um weiterleben zu können.

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