Lea ist 19, als sie plötzlich unerklärliche Schmerzen im Rücken und Bein bekommt. Als sich ihr Bein bläulich färbt und anschwillt, geht sie zum Arzt. Die Diagnose ist ein Schock: Es handelt sich um eine schwere Thrombose.
Im Krankenhaus erfährt Lea, wie ernst es wirklich um sie steht: die Blutgerinnsel sitzen nicht nur im Oberschenkel, sondern auch in ihrem Becken. Die Ärzt:innen sehen die Gefahr einer Lungenembolie.
Umfangreiche Untersuchungen offenbaren schließlich eine seltene, angeborene Gefäßanomalie. Leas untere Hohlvene ist nicht voll ausgebildet, wodurch das Blut in diesem Bereich schon seit ihrer Geburt verlangsamt fließt. Zusätzlich verhütet sie mit der Anti-Baby-Pille, die ebenfalls die Blutgerinnung beeinflusst und dadurch das Thromboserisiko für Lea erhöht. Durch einen Blutstau wurde schließlich das Gerinnsel ausgelöst.
Nach der Diagnose verändert sich Leas Leben drastisch. Mit Anfang 20 fühlt sie sich plötzlich wie ein alter Mensch: Sie kämpft mit ständigen Kreislaufproblemen, muss dicke Thrombosestrümpfe tragen und leidet durch den Blutverdünner unter wochenlangen Dauerblutungen.
Auch optisch hinterlässt die Erkrankung bleibende Spuren. Weil ihr eine wichtige Vene fehlt, muss das Blut durch andere, kleinere Gefäße transportiert werden. Diese haben sich dadurch extrem verdickt und ziehen sich heute als dicke, sichtbare „Schlangen“ über ihren Bauch.
Besonders diese sichtbare Veränderung belastet Lea psychisch stark. Aus Angst vor verurteilenden Blicken und Kommentaren isoliert sie sich zunehmend von ihrer Umwelt. Doch nach einer schweren Zeit des Versteckens fasst Lea schließlich einen mutigen Entschluss: Sie will sich und ihren Körper nicht länger verstecken, sondern lernt Schritt für Schritt, mit den dauerhaften Folgen der Thrombose umzugehen.