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ZDFmitreden: KI und Berufe

Umfrageergebnisse:ZDFmitreden: KI und Berufe

Wie wird KI unsere Berufe verändern? Damit haben sich im Mai 2026 viele Sendungen im ZDF befasst. ZDFmitreden hat die ZDFmitreden-Community gefragt, wie sie zu dieser Frage steht.

Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt verändern – aber wie werden diese Veränderungen aussehen? Das fragen sich derzeit viele Menschen. 

Zahlreiche Sendungen im ZDF haben sich deshalb im Mai dieser Frage gewidmet – so etwa das Wirtschaftsmagazin "WISO", die Talkshows "Am Puls" und "maybrit illner". Aber auch in der Dokumentation "Am Puls mit Florian Neuhann: Frisst die KI unsere Jobs?", der Reportagesendung "plan b" und dem Kindermagazin "PUR+" – wurde das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. 

ZDFmitreden wollte wissen, wie die ZDFmitreden-Community auf die möglichen Veränderungen durch KI in der Berufswelt blickt. Sehen sie eher einen positiven oder einen negativen Einfluss? Und wie schätzen Berufstätige die Situation in ihrem eigenen Beruf ein? Diese und weitere Fragen beantworteten etwa 18.600 Menschen. 

Die meisten haben KI schon einmal für die eigene Arbeit genutzt 

ZDFmitreden hat zunächst alle Berufstätigen gefragt, ob sie selbst in ihrem Job schon einmal Künstliche Intelligenz genutzt haben. Eine deutliche Mehrheit von 72 Prozent bejahte dies. Ein kleinerer Teil von 26 Prozent gab an, im Job bisher keine KI genutzt zu haben. 

Am häufigsten wird KI dabei zur Informationsbeschaffung verwendet. 52 Prozent der Befragten sagten, dass sie in ihrem Job schon einmal KI verwendet haben, um Informationen zu recherchieren. Zum Schreiben von Texten haben 44 Prozent der Befragten schon einmal KI verwendet.  

Weitere häufige Tätigkeiten, für die Berufstätige auf KI zurückgreifen, sind das Übersetzen (38 Prozent), das Schreiben von E-Mails (29 Prozent) sowie die Erstellung von Bildern (20 Prozent). Ein kleinerer Teil hat im Arbeitskontext schon einmal eine Präsentation mithilfe von KI erstellt (13 Prozent).  

Das Erstellen von Videos (vier Prozent) und Buchhaltung (drei Prozent) spielen bisher kaum eine Rolle, wenn es um KI im Arbeitskontext geht.  

Ist die eigene Arbeit automatisierbar?  

Außerdem beantworteten die Befragten, ob es in ihrem eigenen Job Tätigkeiten gibt, die sie grundsätzlich für automatisierbar halten. Dabei sagte eine Minderheit von 18 Prozent, dass es in ihrem Job keine Tätigkeiten gebe, die sie für automatisierbar halten. Eine deutliche Mehrheit von 80 Prozent geht hingegen davon aus, dass es in ihrem Job automatisierbare Tätigkeiten gibt.

Ganz vorne liegen dabei analytische Tätigkeiten (z. B. Datenauswertung). Diese halten 46 Prozent der Befragten für automatisierbar. Gleich dahinter folgen Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben, von denen 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie im eigenen Job automatisierbar wären. Kommunikation (z.B. Beantwortung von Kundenanfragen) halten 25 Prozent in ihrem Job für automatisierbar.  

Negativer Einfluss auf Gehälter erwartet 

Wenn es um den Einfluss von KI auf den Arbeitsmarkt geht, werden immer wieder auch Sorgen diskutiert. ZDFmitreden wollte daher wissen, wie die Befragten dieses Thema sehen.  

Dabei zeigte sich: Von den Befragten fühlt sich derzeit nur eine Minderheit (14 Prozent) von KI bedroht, wenn es um den eigenen Job geht. Der größte Teil der Befragten (48 Prozent) sagt sogar, dass sie KI im Kontext ihrer eigenen Arbeit derzeit eher als Unterstützung empfinden.

Deutliche Sorgen zeigten sich hingegen bei der Frage, welchen Einfluss KI langfristig auf die Gehälter in Deutschland haben könnte. Eine Mehrheit der Befragten erwartet hier einen negativen Einfluss. So glauben 56 Prozent, dass sich die Gehälter in Deutschland in Zukunft durch KI (eher) verschlechtern werden. Nur neun Prozent der Befragten erwarten, dass KI im Allgemeinen zu besseren Gehältern führen wird. 

Vorbereitung auf die Zukunft 

Große Einigkeit herrscht bei der Frage, ob Arbeitgeber ihre Angestellten aktiv auf die Veränderungen durch KI vorbereiten sollten. Das bejahte eine sehr große Mehrheit von 90 Prozent der Befragten.

Nur 21 Prozent glauben jedoch, dass dies bereits ausreichend geschieht. Eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten ist hingegen der Meinung, dass sich Unternehmen derzeit noch nicht ausreichend auf eine Zukunft mit KI vorbereiten.

Eine große Mehrheit von 82 Prozent der Befragten findet außerdem, dass das Thema KI ein fester Bestandteil von schulischer und beruflicher Ausbildung sein sollte. 

Das sagt die Redaktion 

Stimmen aus der ZDFmitreden-Community und unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sind inzwischen fester Bestandteil unserer Am-Puls-Sendungen. In der Doku und dem Talk zum KI-Schwerpunkt kamen viele Menschen zu Wort, die uns ihre Meinungen, Sorgen und Hoffnungen zum Thema KI geschildert haben.

Malte Borowiack, Redaktion Dokumentationen

Die Befragung fand im März 2026 statt. 

Quelle: ZDFmitreden; Daten anhand soziodemografischer Merkmale gewichtet für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren. Keine Zufallsstichprobe, daher nicht bevölkerungsrepräsentativ. 

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  1. Ein Mann und eine Frau in formeller Kleidung, neben ihnen ein Smartphone, auf dem "WISO-KI" steht.

  2. Eine Frau in einer Werkhalle oder einem Labor beugt sich über einen Tisch und arbeitet konzentriert an einem weißen Robotarm mit Greifwerkzeug. Sie trägt eine auffällige gelbe Schutzjacke und blickt auf ein Bauteil, das der Roboter hält. Neben ihr steht ein Laptop, im Hintergrund sind technische Geräte zu sehen. Das Bild zeigt die Entwicklung und Anwendung moderner Robotik.

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