Umfrageergebnisse: Verständliche Informationen für alle

Umfrageergebnisse:Verständliche Informationen für alle

Das ZDF möchte sein Angebot für Nachrichten in leicht verständlicher Sprache ausbauen. ZDFmitreden wollte wissen, wie viele Menschen davon profitieren könnten.

Nachrichten sollen schnell und richtig informieren. Und sie sollen für alle leicht verständlich sein. Für Redaktionen ist es daher eine alltägliche Herausforderung, komplexe Themen kurz und knapp darzustellen. Dazu kommt: Auch Menschen, die eine Lese- oder Lernschwierigkeit haben oder die nicht perfekt Deutsch können, sollen ebenso gut informiert werden, wie alle anderen.

Deshalb bietet das ZDF auch Nachrichten an, die besonders leicht verständlich sind. Die "Einfachen News" des ZDF fassen Nachrichten in kurzen Sätzen zusammen. Dabei verzichten sie, soweit es geht, auf Fachbegriffe und verwenden einfache und gebräuchliche Ausdrücke. Derzeit befinden sich die "Einfachen News" noch in der Projektphase mit unregelmäßig erscheinenden Beiträgen. 

Das ZDF entwickelt das bestehende Angebot stetig weiter. ZDFmitreden hat in diesem Zusammenhang nachgefragt, wie viele Menschen voraussichtlich von Angeboten in leicht verständlicher Sprache profitieren könnten. An der Umfrage haben 20.982 Menschen teilgenommen. 

Verständlichkeit der ZDF-Nachrichten 

Zunächst wollte ZDFmitreden wissen, für wie viele Menschen die gewöhnlichen ZDF-Nachrichten zu kompliziert sind. Dafür wurden diejenigen befragt, die regelmäßig Nachrichtenangebote des ZDF nutzen – egal, ob im Fernsehen, im ZDF-Streaming-Portal oder den Online-Angeboten von ZDFheute

Die Ergebnisse zeigen: Für eine Mehrheit sind die gewöhnlichen Nachrichten des ZDF gut verständlich. So finden 92 Prozent die Sprache der ZDF-Nachrichten in der Regel leicht verständlich.

Ein Teil hat jedoch Schwierigkeiten: Sieben Prozent der Befragten finden die Sprache der ZDF-Nachrichten nur selten oder nie leicht verständlich. Auch sagen 13 Prozent der Befragten, dass sie sich oft oder immer sehr konzentrieren müssen, um die Nachrichten des ZDF zu verstehen. 15 Prozent bräuchten mehr Zeit und Ruhe, um die Nachrichten des ZDF besser zu verstehen und 14 Prozent finden, dass die Nachrichten im ZDF zu viel Vorwissen voraussetzen. Diese Menschen könnten von einem Angebot in leicht verständlicher Sprache profitieren. 

Jeder Zehnte sucht gezielt nach leicht verständlichen Informationen

Andere öffentlich-rechtliche Sender bieten bereits regelmäßig Nachrichten in leicht verständlicher Sprache an. ZDFmitreden hat getestet, wie bekannt diese Angebote bisher sind.

Die "Einfachen News" des ZDF kennen 22 Prozent der Befragten. Noch bekannter sind die Videos der "Tagesschau" in leicht verständlicher Sprache. Diese kennen 33 Prozent der Befragten. Den Podcast der "Tagesschau" in leicht verständlicher Sprache kennen neun Prozent. Die vergleichbaren Angebote von NDR und Deutschlandfunk hingegen kennen nur relativ wenige Menschen.

Die Befragung zeigte auch: Etwa jeder Zehnte hat selbst schon einmal gezielt nach Nachrichten oder Informationen in leicht verständlicher Sprache gesucht.   

Große Akzeptanz für Ausbau der Angebote 

Angebote in leicht verständlicher Sprache finden große Akzeptanz – auch unter denjenigen, die selbst nicht auf sie angewiesen sind. Positiv wurden daher auch die Pläne des ZDF aufgenommen, das entsprechende Angebot zu erweitern: 69 Prozent der Befragten finden es (sehr/eher) wichtig, dass das ZDF mehr "Einfache News" anbietet.  

Ebenso würden es 68 Prozent (sehr/eher) befürworten, wenn es vom ZDF mehr Hilfsangebote gäbe, Fachbegriffe aus den Nachrichten zu verstehen. Wörterlisten, in denen man leicht verständliche Erklärungen für Fachbegriffe in den Nachrichten findet, sind bereits Teil der "Einfachen News" und könnten vermehrt angeboten werden. 

Das sagt die Redaktion 

Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen an der Befragung teilgenommen haben. Die Ergebnisse sind für die Entwicklung eines möglichen Nachrichtenangebots in Einfacher Sprache sehr wertvoll. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Zielgruppe helfen der Redaktion bei der weiteren Ausgestaltung des Angebots.

Ingo Ackerschott, Redakteur in der ZDF-Abteilung Access

"Derzeit testen wir eine KI-Lösung, die Nachrichtentexte in 'Einfache Sprache' übersetzt", erklärt Ingo Ackerschott weiter. An die ZDFmitreden-Community gerichtet sagt der Redakteur: "Vielen Dank für euren Einsatz und die umfangreichen Ergebnisse der Befragung." 

Die Befragung fand im April 2026 statt.

Quelle: ZDFmitreden; Daten anhand soziodemografischer Merkmale gewichtet für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren. Keine Zufallsstichprobe, daher nicht bevölkerungsrepräsentativ.

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