DNK-Entsprechenserklärung Bereich "Umwelt"

DNK-Entsprechenserklärung:Bereich "Umwelt"

Der Bereich "Umwelt" der ZDF-Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

DNK-Kriterium 11

Das Unternehmen legt offen, in welchem Umfang natürliche Ressourcen für die Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden. Infrage kommen hier Materialien sowie der Input und Output von Wasser, Boden, Abfall, Energie, Fläche, Biodiversität sowie Emissionen für den Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen.

Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen

Nutzung und Beeinflussung natürlicher Ressourcen

Spezifische Wertschöpfung – spezifische Ressourcen
Die Produktionsprozesse des ZDF basieren im Hinblick auf die Wertschöpfung vor allem auf den immateriellen (vornehmlich personellen) Schlüsselressourcen Kreativität, Innovationsfähigkeit und Flexibilität im Kontext der komplexen und sich ständig verändernden Rahmenbedingungen der digitalen Welt (vgl. dazu ausführlich Kriterium 4 "Tiefe der Wertschöpfungskette" und Kriterium 16 "Qualifizierung"). Hier setzen auch grundsätzlich der Strategieprozess "Ein ZDF für alle" (vgl. dazu Kriterium 1 "Strategie") und spezifisch die Bemühungen um ein klima- und ressourcenschonendes Produzieren nach den ökologischen Standards (Green Production) (vgl. auch Kriterium 4 "Tiefe der Wertschöpfungskette") an.

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Die erste Berichterstattung gemäß der DNK-Entsprechenserklärung erfolgte im Jahr 2016. Für den nachfolgenden Berichtsteil dienen die Jahre 2024 und 2025 als Basis. Die organisatorische Bilanzgrenze umfasst für diesen Bericht den Hauptstandort in Mainz mit den Sendezentren 1 und 2. Die Inlandstudios werden nicht vollständig berücksichtigt, da bei Mietobjekten nicht alle relevanten Daten verfügbar sind. Auslandstudios, Tochterunternehmen und Beteiligungen sind in diesem Bericht nicht enthalten. Ausnahmen oder ergänzende Informationen werden in den entsprechenden Passagen ausdrücklich erläutert.

Dienstreisen
Im ZDF werden Dienstreisen gemäß dem Bundesreisekostengesetz und den Verwaltungsvorschriften des Bundes durchgeführt. Die ZDF-Reiserichtlinien legen fest, dass vor der Anordnung einer Dienstreise sorgfältig geprüft werden soll, ob das Dienstgeschäft notwendig ist bzw. auch auf andere Weise, wie zum Beispiel telefonisch oder per Videokonferenz, durchgeführt werden kann, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Im ZDF werden Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit bei der Wahl des Reisemittels genauso wichtig genommen wie Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Fürsorge. Dadurch werden umweltbezogene Aspekte bei der Entscheidung des Reisenden berücksichtigt. Zum Beispiel ist es möglich, die Bahn zu nutzen, auch wenn eine Flugreise wirtschaftlicher wäre. Bestimmte Flugstrecken (wie Frankfurt – Hannover, Frankfurt – Stuttgart und Frankfurt – Köln/Bonn/Düsseldorf) sind im ZDF komplett ausgeschlossen. Bei der Suche und Auswahl von Hotels kann gezielt nach zertifiziert nachhaltigen Hotels gefiltert werden. Gleiches gilt für die Suche und Auswahl von E-Fahrzeugen bei der Buchung von Mietfahrzeugen. Bei Produktionsreisen des ZDF, die den ökologischen Standards der Green-Motion-Initiative entsprechen, wird grundsätzlich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und der Bahn bei Reisezeiten unter fünf Stunden vorgeschrieben. Die Unterkünfte am Produktionsort werden so ausgewählt, dass der Verkehrsaufwand vor Ort minimal ist. Bei der Wahl der Unterkunft werden zertifizierte Einrichtungen im reisekostenrechtlich zulässigen Rahmen berücksichtigt.

Das ZDF nutzt für seine Bahnreisen im Fernverkehr seit 2013 das Angebot der Deutschen Bahn, bei dem der Fernverkehr nach Unternehmensangaben mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Die Genehmigung, Buchung und Abrechnung der Reisen sind vollständig automatisiert und digitalisiert. Umweltbezogene Aspekte werden auch bei Ausschreibungsverfahren und Verhandlungen von Rahmenvertragen mit Geschäftsreiseanbietern berücksichtigt. ZDF-Mitarbeitende erhalten regelmäßig Tipps und Empfehlungen für nachhaltige Dienstreisen über verschiedene Kommunikationswege.

Beschaffung
In den Beschaffungsvorgaben des ZDF finden Aspekte der Qualität, Innovation sowie soziale und umweltbezogene Aspekte finden in allen Stufen des Beschaffungsprozesses und der Vergabeverfahren Berücksichtigung. Dies betrifft die Bedarfsanalyse, die Leistungsbeschreibung, die Festlegung der Eignungs- und Zuschlagskriterien sowie die Ausführungsbedingungen und Verträge (vgl. dazu ausführlich Kriterium 4 "Tiefe der Wertschöpfungskette"). Nachhaltige Aspekte werden nicht nur im Rahmen der Gestaltung der vertraglichen Regelungen berücksichtigt. Der Beschaffungsprozess erfolgt weitestgehend digital und ressourcenschonend.

Einkauf und Reisemanagement übernehmen bei der vergaberechtskonformen nachhaltigen Beschaffung wichtige Rollen als Berater und Multiplikator für die Fachbereiche und als Kontrollinstanz im Beschaffungsprozess. Um dieser Rolle gerecht zu werden und die Kompetenzen im Bereich der nachhaltigen Beschaffung kontinuierlich weiterzuentwickeln, werden Schulungsveranstaltungen zur Nachhaltigkeit im Rahmen des Beschaffungsprozesses durchgeführt.

Wassermanagement
Der ZDF-Ansatz für ein nachhaltiges Wassermanagement zielt darauf ab, den Zustand der Gewässer, aus denen Frischwasser bezogen wird oder in die Abwasser eingeleitet wird, nicht negativ zu beeinflussen.

Die Wasserentnahme erfolgt über die Stadtwassereinspeisung sowie die Nutzung von Brunnenwasser am Standort Mainz. Die Geschäftstätigkeit des ZDF erfordert keine Rückgewinnung oder Wiederverwendung von Wasser. Sensible Wasserquellen werden in keinem Fall beeinträchtigt.

Das ZDF reduziert den Trinkwasserverbrauch kontinuierlich durch technische Maßnahmen und Optimierungen. Dazu gehören unter anderem die Nutzung von Brunnenwasser als Spülwasser für die Toiletten im Verwaltungsgebäude Hochhaus sowie der Einsatz von Wasserstopp-Armaturen in allen Sanitärbereichen. Darüber hinaus wird Brunnenwasser zur Bewässerung der Außenanlagen verwendet und steht im Brandfall als Löschwasser zur Verfügung, um den Anteil an Frischwasser weiter zu verringern.

Abfallmanagement
Das betriebliche Abfall- und Wertstoffmanagement des ZDF verfolgt das Ziel, Abfälle so weit wie möglich zu vermeiden und Materialien in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen. Hierzu gehören Wiederverwendung, hochwertiges Recycling und eine umweltgerechte Entsorgung nicht verwertbarer Reststoffe.

Die Umsetzung orientiert sich an den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie den einschlägigen Regelwerken wie der Abfallrahmenrichtlinie, der Gewerbeabfallverordnung und der Abfallsatzung der Stadt Mainz. Ein zentraler handlungsleitender Grundsatz ist dabei die fünfstufige Abfallhierarchie. Sie legt eine klare Prioritätensetzung fest, die bei allen betrieblichen Entscheidungen berücksichtigt wird. Im ersten Schritt steht die konsequente Abfallvermeidung im Vordergrund. Kann diese nicht realisiert werden, folgt die Prüfung einer möglichen Wiederverwendung von Materialien. Danach hat das Recycling Vorrang, um Wertstoffe in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen. Sollte dies nicht möglich sein, kommt die energetische Verwertung infrage, bevor als letzte Stufe die ordnungsgemäße und umweltverträgliche Beseitigung verbleibt. Diese Struktur schafft Transparenz, stärkt die Ressourceneffizienz und unterstützt eine nachhaltige Entwicklung im Unternehmensbetrieb.

Alle für den ZDF-Standort beauftragten Entsorgungsdienstleister sind zertifiziert und in regionaler Nähe ansässig. Dies trägt zur Minimierung von Transportwegen bei, reduziert damit verbundene CO₂-Emissionen und senkt Kosten. Als gewerblicher Abfallerzeuger übernimmt das ZDF Verantwortung für jeden Prozessschritt entlang der gesamten Entsorgungskette bis zum Erreichen des Endes der Abfalleigenschaft. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, das Abfall- und Wertstoffmanagement weiterzuentwickeln und seinen Reifegrad systematisch zu erhöhen.

Energiemanagement und Energieaudit
Um Energieeffizienz noch stärker im ZDF zu verankern, wurde im Rahmen einer zukünftigen Realisierung eines Energiemanagementsystems in den letzten Jahren sukzessive ein Energieerfassungssystem im ZDF aufgebaut. Dieses System zur automatischen Erfassung und Auslese von Messgrößen und Energieverbräuchen liefert auch die (Zahlen-)Basis für das Energieaudit. Zur systematischen Erfassung und späteren Analyse werden an definierten Messpunkten dauerhaft Energieverbräuche gezählt, protokolliert und gespeichert. Die Software bietet vielseitige Funktionen, um die Verbrauchswerte nach unterschiedlichen Anforderungen zu analysieren und auszuwerten. Es lassen sich so Schwachstellen sowie Auffälligkeiten im Energieverbrauch erkennen und Einsparpotentiale und Energiesparmaßnahmen ableiten. In Energieberichten lassen sich die Auswirkungen der Verbesserungen verfolgen und Verbrauchswerte witterungsbereinigt gegenüberstellen. Ebenso bietet das System perspektivisch die Möglichkeit zeitraum- und verbrauchsbezogen die CO₂-Belastungen zu errechnen, um so Klimabilanzen zu erstellen.

Das ZDF hat den ersten Energieaudit im Oktober 2016 durchgeführt. Ende April 2024 wurde ein aktueller Bericht zum Bezugsjahr 2022 fertiggestellt. Gemeinsam mit einem zugelassenen externen Auditor, welcher durch entsprechendes internes Fachpersonal betreut wird, werden die durch die DIN 16247 vorgegebenen Schritte durchgeführt. Als Ergebnis stehen nach Abschluss des Audits Vorschläge in Form eines Energieberichts für Energieeffizienzmaßnahmen mit Einschätzungen zu Einsparpotentialen und deren Wirtschaftlichkeit zur Verfügung. Das Energieaudit ist somit ein Instrument, um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energieverbräuche und Kosten im ZDF festzustellen.

Flächen und Biodiversität
Die Geschäftstätigkeit des ZDF übt keine signifikanten Einflüsse bzw. Auswirkungen auf Gebiete mit hohem Biodiversitätswert und auf die Artenvielfalt aus. Kein Standort des ZDF befindet sich in einem Schutzgebiet, grenzt an ein Schutzgebiet oder befindet sich in einem Gebiet mit hohem Biodiversitätswert. Somit gehören keine unter Schutz gestellten oder wiederhergestellten Habitate zum Unternehmen. Habitatsveränderungen durch erneuten Flächenbedarf für Immobilien, Straßen und Parkplätze ergaben sich in diesem Berichtszeitraum nicht.

Die Gesamtfläche des Sendezentrums 1 (SZ 1) in Mainz beträgt 55,4 Hektar, dies entspricht einer Fläche von 77 Fußballfeldern. Davon sind 18,5 Hektar versiegelte Fläche, die sich in 6,8 Hektar Gebäudegrundflächen und 11,7 Hektar für Straßen, Gehwege, Plätze und Parkplätze aufteilt. Somit sind zwei Drittel der Gesamtfläche des Campus unversiegelte Grünfläche. Folgende umweltrelevante Aspekte finden bei der Pflege der Außenanlagen und der Landschaft zum Erhalt der Biodiversität Anwendung:

  • Erhalt und Pflege der unversiegelten Grünflächen, um Lebensräume zu verbinden und das Versickern von Regenwasser zu ermöglichen.
  • Regenwasserrückhaltung; Anlage von Feuchtbiotopen wie (Lösch-)Teich und Regenrückhaltebecken auf dem Gelände.
  • Landschaftspflege durch Schafsbeweidung von ca. 12 Hektar Wiesenfläche.
  • Wildwuchs auf den Wiesenflächen, damit die dichte Vegetation Lebensräume bieten kann; Bestand von mehreren Arche- und Blühflächen.
  • Anbau von heimischen und klimaresistenten Pflanzen; keine Pflanzung von invasiven Arten.
  • Bei notwendigen, genehmigten Baumfällungen auf dem Gelände erfolgt eine Ersatzpflanzung auch in Form von Obstbäumen zur Entwicklung von Streuobstwiesen als Kulturgut und ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.
  • Schaffung von Lebensräumen: künstlichen Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse.
  • Fachgerechte Pflege der Außenanlagen, da sich die naturnahen Elemente mit der Pflege entwickeln und vollständig entfalten.
  • Vermeidung von Schadstoffen; kein Einsatz von chemischen Düngemitteln, Pestiziden, Herbiziden oder Insektiziden, um die Vergiftung von nützlichen und seltenen Arten sowie aller anderen Organismen zu verhindern.
  • Einsatz von modernen Geräten und Maschinen zur Energieeinsparung und Minderung von Emissionen bei der Pflege der Außenanlage.

Durch den Beweidungsauftrag seit Mai 2020 leistet die Schafsherde einen wichtigen Beitrag zum Landschaftsschutz und zur Artenvielfalt. Die Weidefläche auf dem ZDF-Gelände beträgt ca. 12 Hektar. So werden die Wiesenflächen umweltschonend gepflegt und das Nachwachsen von Sträuchern verhindert. Der Boden bleibt, im Vergleich zur maschinellen Bearbeitung, unversehrt, Pflanzen können wieder nachwachsen und Kleingetier, Insekten, Vögel sind geschützt. Die Beweidung trägt auch zum Artenaustausch bei, denn Fell, Hufe und Verdauungstrakt der Tiere dienen als Transportmedien für Pflanzensamen.

Zudem gibt es eine natürliche Einfriedung im das gesamte Betriebsgelände, die mit verholzenden Pflanzen bewachsen ist. Diese Flächen bieten heimischen Insekten, Tier-, Vogel- und Pflanzenarten eine natürliche Schutzzone. Das Unternehmen verfügt über ein Baumkataster für das Sendezentrum 1. Eine Dokumentation zur Artenvielfalt auf dem Campus Sendezentrum 1 liegt seit 2023 vor.

Im Jahr 2023/2024 wurde ein Biodiversitätskonzept für den Campus Sendezentrum 1 im Rahmen der baulichen Tätigkeiten entsprechend den Anforderungen aus dem DGNB-System ENV2.4 durch die Beratungsgesellschaft NATUR dbR entwickelt. Diese langfristige Biodiversitätsstrategie für Gebäude und den gesamten Campus beinhaltet neue Maßnahmen und Richtlinien, die darauf abzielen, die biologische Vielfalt auf dem Gelände weiter zu stärken, zu fördern und zu schützen. Diese erweiterte Biodiversitätsstrategie trägt dazu bei, die ökologische Integrität des Firmengeländes dauerhaft zu bewahren, die Umweltleistungen des Unternehmens zu verbessern und positive Auswirkungen auf die umliegenden Anrainer und Ökosysteme zu erzielen. Das Biodiversitätskonzept und das resultierende Maßnahmenpaket werden mittelfristig umgesetzt:

  • Bestimmung bestehender und zukünftiger Biodiversitätsstandorte auf Basis des Masterplans Campusentwicklung.
  • Vermeidung von negativen Auswirkungen durch die Bau- und Abrisstätigkeiten auf die Biodiversitätsspots.
  • Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Ausweitung, Vernetzung und Sicherung der Biodiversitätsstandorte Campus und Umland durch Erweiterung der Streuobstwiese (Ausgleichspflanzungen), Aufbau von Habitatsstrukturen für Bodenbrüter, Zauneidechsen und Blindschleichen sowie Ausweitung Nisthilfen Avifauna/Fledermäuse, Schaffung von Insektenhotels, Neuansiedlung von Honigbienen, Neuanlage und Pflege von Blüh- und Archeflächen, Entwicklung von Flachwasserzone am Teich.
  • Dachbegrünungen für beide Neubauten und das Nachrichtenstudio.
  • Ausbau Eigenenergieerzeugung durch PV-Anlagen beider Neubauten.
  • Ausbau der Eigenenergieerzeugung durch Solarparks auf Brachflächen oder Parkplätzen zur weiteren Reduzierung energiebedingter Treibhausgasemissionen (Prüfung und Umsetzung im Rahmen der Immobilienstrategie).
  • Ausprägung der Abrissflächen auf dem Ostgelände als Fläche "Natur auf Zeit" (Prüfung und Umsetzung im Rahmen der Immobilienstrategie).

DNK-Kriterium 12

Das Unternehmen legt offen, welche qualitativen und quantitativen Ziele es sich für seine Ressourceneffizienz, insbesondere den Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Rohstoffproduktivität und die Verringerung der Inanspruchnahme von Ökosystemdienstleistungen gesetzt hat, welche Maßnahmen und Strategien es hierzu verfolgt, wie diese erfüllt wurden bzw. in Zukunft erfüllt werden sollen und wo es Risiken sieht.

Ressourcenmanagement

Ziele, Strategien und Maßnahmen

Einordnung
Ressourceneffizientes Handeln dient im ZDF im Kontext seiner Nachhaltigkeitsziele vornehmlich auch der Erreichung des Ziels einer konsequenten und messbaren Reduktion seiner klimarelevanten Emissionen. Wenn privatwirtschaftliche Unternehmen oder andere Institutionen dieses Ziel nur durch entsprechende Kompensationszahlungen zu erreichen vermögen, ist dies dem ZDF aufgrund seiner öffentlich-rechtlich fundierten Rundfunkbeitragsfinanzierung und Zweckgebundenheit seiner Beiträge aus rechtlicher Sicht nicht möglich, letztlich aber auch gar nicht erwünscht (Thema: Greenwashing).

Kernaufgabe des ZDF ist das Programm. Das ZDF produziert Programme, die den publizistischen, ethisch-moralischen und gesellschaftlichen Standards sowie den rechtlichen Vorgaben der Sachlichkeit, Objektivität, Aus gewogenheit, Unabhängigkeit und Fairness verpflichtet sind. Bei der Programmproduktion fokussiert sich das ZDF auf eine Ausweitung nachhaltiger Produktionen.

Nachhaltigeres Streaming
Im Jahr 2025 wurde die ZDFmediathek durch ein technisch überarbeitetes und effizienteres ZDF-Streaming-Portal abgelöst. Die modifizierte Architektur, einschließlich der Bereinigung um veraltete Codes und einer verschlankten technologischen Architektur, reduziert den Energieverbrauch des Online-Auftritts. Weiterentwicklungen zielen darauf ab, insbesondere bei stromintensiven BigScreen-Anwendungen den Verbrauch weiter zu senken. Geplant sind hier zudem die Umstellung auf ein moderneres und weniger daten- und stromintensives Vorschaubildformat sowie ein stromeffizienteres Videoformat. Auch die eingesetzten Empfehlungsalgorithmen wurden unter Ressourcengesichtspunkten optimiert: Personalisierung erfolgt über Nutzersegmente statt individueller Berechnung, Datensätze werden auf das notwendige Minimum reduziert, und Cloud-Ressourcen werden bedarfsgerecht skaliert. Wo sinnvoll, unterstützt KI redaktionelle Abläufe. In einem Projekt mit der TU München wurde beispielsweise erforscht, wie redaktionelle Abläufe mithilfe von KI unterstützt werden können. Hierbei lag der Fokus darauf, möglichst kleine, ressourcenschonende Sprachmodelle zu testen und zu vergleichen.

Da der Energieverbrauch auf der Nutzerseite maßgeblich von Gerätegröße und Helligkeitseinstellung abhängt, hat das ZDF im Streaming-Portal entsprechende Einstellungsoptionen geschaffen und kenntlich gemacht sowie den ECO-Modus auf TV-Geräten aktiv empfohlen. Grundlage dafür waren unter anderem die Ergebnisse einer ZDF-Umfrage mit über 24.000 Teilnehmenden sowie Erkenntnisse aus dem Branchenprojekt Green Streaming, an dem das ZDF als Partner beteiligt ist.

New Work@ZDF als Hebel für Ressourcenschonung
Mit der Einführung von New Work@ZDF verfolgt das ZDF neben der Stärkung moderner Arbeitsformen auch konkrete Ziele im Bereich Ressourcenschonung. Die Initiative gliedert sich in vier Dimensionen: Räume und Arbeitsplätze, technische Ausstattung, Arbeitsprozesse und Digitalisierung sowie kulturelle Faktoren und Change-Management.

Im Bereich Fläche und Energie wird ein Desk-Sharing-Modell mit festen Teamzonen und flexibel nutzbaren Flächen eingeführt. Die damit verbundene effizientere Flächennutzung senkt den erforderlichen Energiebedarf sowie die Betriebs- und Mietkosten. Die voranschreitende Digitalisierung führt zu papierärmeren Prozessen und reduziert den Ressourcenverbrauch. Flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice und hybrides Arbeiten tragen darüber hinaus zur Reduzierung von Pendelwegen und damit verbundenen Emissionen bei. Die Umsetzung erfolgt schrittweise über Pilotflächen in ausgewählten Bereichen und Gebäuden. Ein interdisziplinär besetztes New Work Board stellt die strategische Steuerung sicher und berichtet regelmäßig an die Geschäftsleitung.

Das ZDF sieht dabei auch die Zielkonflikte: Der höhere Energieverbrauch digitaler Infrastruktur kann ökologische Vorteile teilweise relativieren, und die Transformation erfordert Investitionen in IT-Sicherheit, Hardware und neue Raumkonzepte. Diese Herausforderungen werden im Rahmen eines klar strukturierten Transformationsprozesses konstruktiv angegangen.

Nachhaltige Neubauten
Für das Bürogebäude Süd und die Multifunktionshalle mit Bürotrakt wurde Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Bauvorhaben festgelegt. Dies soll durch eine Gold-Zertifizierung nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) gewährleistet werden. Hierfür wurde ein externer Nachhaltigkeitsauditor beauftragt, der die Planungen und Bautätigkeiten begleitet und bewertet.

Das neue Bürogebäude entsteht als nachhaltige, flexible und zukunftsfähige Standardbüroimmobilie mit fünf Geschossen und 500 Wechselarbeitsplätzen. Unter den Leitlinien von New Work@ZDF wird eine moderne Arbeitsumgebung für rund 660 Mitarbeitende geschaffen, die sowohl effiziente Arbeitsflächen als auch kommunikative Begegnungszonen umfasst. Die eingesetzten Baustoffe verfügen über Recyclinganteile, und die Anforderungen an die Barrierefreiheit werden über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus erfüllt. Das Baufeld befindet sich auf einer bereits zuvor versiegelten Parkplatzfläche, sodass keine zusätzlichen Flächen versiegelt werden müssen. Flankierend dazu werden Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im unmittelbaren Bauumfeld und auf dem gesamten Campus umgesetzt. Gleichzeitig wird der Ausbau einer leistungsfähigen Fahrrad- und Ladeinfrastruktur berücksichtigt, um nachhaltige Mobilitätsformen auf dem Campus weiter zu stärken.

Die Dachfläche wird als extensiv begrünte Dachlandschaft ausgeführt und zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Mit einer Leistung von 151 kWp und einem erwarteten jährlichen Energieertrag von rund 139.000 kWh leistet sie einen wichtigen Beitrag zur erneuerbaren Energieversorgung und zur Reduktion der betrieblichen CO₂-Emissionen.

Der Neubau entspricht den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und erfüllt den nach EU-Gebäuderichtlinie definierten Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Dies umfasst erhöhte Anforderungen an die Energieeffizienz der Gebäudehülle, die Heizungs- und Klimatechnik sowie den sommerlichen Wärmeschutz. Ab 2025 gilt das Effizienzhaus 40 als neuer Standard, dessen Zielvorgabe vorsieht, dass ein Gebäude lediglich 40 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus benötigt. Der ZDF-Neubau erfüllt diese Anforderungen und trägt damit zu einem langfristig energieeffi- zienten Gebäudebetrieb bei.

Das Bürogebäude Süd wird darüber hinaus an das Niedertemperaturnetz unter 100 °C der Mainzer Wärme PLUS GmbH angebunden. Dieses Wärmenetz basiert auf einem hohen Anteil erneuerbarer Energien und zeichnet sich durch einen besonders günstigen Primärenergiefaktor aus, wodurch die Wärmeversorgung des Gebäudes nachhaltig optimiert wird. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus sind bis August 2026 vorgesehen.

Der neue Campus der Mobilen Produktion besteht aus einem Bürotrakt und einer Halle. Die sogenannte Multifunktionshalle soll neben der kompletten Lagerhaltung von Produktionsmitteln auch als Produktionshalle dienen und alle Anforderungen der Sendetechnik und der mobilen Produktion erfüllen. Sobald Regie- oder Produktionskapazitäten nicht ausreichen, werden zukünftig Ü-Wagen auf dem Gelände zum Einsatz kommen, die mittels dieser neuen Produktionsstätte ans Sendezentrum angebunden werden können. Remote Production wird möglich und die Produktionsmittel sind dann Teil der vernetzten Produktion. Der Zentralfläche der Halle ist ein klassischer Lagerbereich mit Palettenregalen, einer Kommissionier-Bühne sowie eine Servicefläche, die alle beteiligten Fachbereiche (Drahtlos-, Bild-, Ton-, Licht- und Energietechnik sowie die MPE) nutzen können. Auf der Rückseite der Halle befindet sich ein Schmalganglager, welches durch die hohe Packungsdichte Platzgewinn für diese Aufteilung ermöglicht.

Im Bürotrakt werden die Vorgaben einer effizienten Flächennutzung sowie die Anforderungen an moderne Arbeitsumgebungen vollständig erfüllt. Die Gestaltung orientiert sich an den Leitlinien von New Work@ZDF, das auf flexible, projektorientierte und kollaborative Arbeitsprozesse ausgerichtet ist. Durch ein konsequent eingeführtes Desksharing-Konzept entstehen agile, temporäre und projektbezogene Arbeitszonen, die eine dynamische Ressourcenallokation ermöglichen. Gleichzeitig sind sämtliche Teams der Mobilen Produktion zentral in einem Gebäude gebündelt, wodurch vormals bestehende Doppelstrukturen aufgrund räumlicher Trennung nachhaltig reduziert werden. Dies verbessert interne Kommunikationsprozesse, steigert die Flächeneffizienz und unterstützt ein integriertes Produktionsmanagement.

Das Dach des Bürotrakts ist als extensiv begrünte Dachfläche ausgeführt und erfüllt wesentliche ökologische Funktionen. Die Vegetationsschicht verbessert die Luftqualität durch Feinstaubbindung, dient der Regenwasserrückhaltung und sorgt durch verzögerte Abgabe des Niederschlagswassers für eine Entlastung der Entwässerungssysteme. Zudem trägt sie zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas bei und unterstützt die thermische Stabilität der Dachkonstruktion. Auf dem Hallendach wird im ersten Quartal 2026 eine vollflächige Photovoltaikanlage gemäß den Anforderungen des Landessolargesetzes Rheinland-Pfalz installiert. Mit einer Leistung von 525 kWp erzeugt die Anlage jährlich rund 500.000 kWh Solarstrom. Die Einspeisung erfolgt direkt in das interne ZDF-Netz, wodurch die elektrische Grundlast signifikant reduziert und jährlich etwa 220 Tonnen CO₂ eingespart werden. Dies stärkt die energetische Eigenversorgung des Standorts und unterstützt langfristig die Dekarbonisierungsziele des ZDF.

Weitere nachhaltigkeitsrelevante Kriterien umfassen den konsequenten Einsatz von schadstofffreien, umwelt- und gesundheitsverträglichen Bauprodukten, ein ressourceneffizientes Regenwassermanagement, wassersparende Sanitärinstallationen sowie eine hohe ökonomische Gebäudequalität, insbesondere im Hinblick auf optimierte Lebenszykluskosten.

Auch die Gebäude der Mobilen Produktion werden an das Niedertemperaturnetz unter 100 °C der Mainzer Wärme PLUS GmbH angeschlossen. Dieses Netz basiert auf einem hohen Anteil erneuerbarer Energien und weist einen besonders günstigen Primärenergiefaktor auf, was die wärmetechnische Versorgung nachhaltig optimiert. Die Inbetriebnahme und Übergabe der Gebäude an den Eigentümer erfolgte im vierten Quartal 2025.

Intensive Dachbegrünung des Nachrichtengebäudes
Die Dachbegrünung des Nachrichtengebäudes verbessert die Luftqualität durch CO₂-Bindung und Sauerstoffproduktion und dient als natürliche Isolierung, was den Energieverbrauch senkt und Lärmbelastung mindert. Die Speicherung von Regenwasser entlastet die Kanalisation und beugt Überschwemmungen vor. Zudem schützt die Begrünung die Dachabdichtung vor UV-Strahlung und extremen Temperaturen, was ihre Lebensdauer verlängert. Es fördert die Biodiversität, indem sie Lebensräume für Pflanzen und Tiere schafft, und verbessert das Stadtklima. Und schließlich steigert die Maßnahme das Wohlbefinden der Menschen durch ihre ästhetische Wirkung und trägt zu einer angenehmeren urbanen Umgebung bei. Die Dachsanierung startete Anfang Juni 2025 und soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden.

100 Prozent Ökostrom am Standort Mainz
Der Bezug von Ökostrom ist zentraler Bestandteil der ZDF Nachhaltigkeitsstrategie. Das ZDF bezieht in den Jahren 2024 bis 2026 100 Prozent Ökostrom am Standort Mainz. Der aktuelle Energieträgermix setzt sich aus 100 Prozent Wasserkraft zusammen. Dieser direkte Beitrag zum Umweltschutz umfasst die Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Höhe von ca. 12.300 Tonnen CO₂ jährlich, die sonst durch konventionelle Stromerzeugungsmethoden entstehen würden.

Eigenenergieerzeugung
Im Rahmen der Sanierung und Überdachung des Parkhauses auf dem Gelände des Sendezentrums 1 in Mainz wurde zeitgleich eine PV-Anlage auf der südlichen Dachfläche mit einer Anlagenkapazität von knapp 100 kWp realisiert. Die PV-Anlage wurde im Mai 2017 in Betrieb genommen.

Der Jahresenergieertrag der PV-Anlage lag 2025 bei 112,94 MWh und 2024 103,89 MWh. Durch die Eigenerzeugung von Solarstrom spart das ZDF für die Jahre 2024 und 2025 insgesamt 81 Tonnen CO₂-Emissionen für den o. g. Energieertrag ein. Der selbsterzeugte Solarstrom wird nicht vermarktet. Das ZDF nutzt den Solarstrom zur Betankung des ZDF-Elektrofuhrparks über die eigene Ladeinfrastruktur, zur Deckung des Stromverbrauchs im Parkhaus und zur Einspeisung in das lokale ZDF-Stromnetz zur Minderung der Grundlast.

Durch die Nutzung der Sonnenenergie erzeugt unsere Photovoltaikanlage sauberen Strom und reduziert so den CO₂-Fußabdruck. Dieser direkte Beitrag zum Umweltschutz umfasst die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die sonst durch konventionelle Stromerzeugungsmethoden entstehen würden. Das ZDF bleibt bestrebt, die Eigenenergieerzeugung weiter auszubauen und innovative Lösungen zu implementieren, um den positiven Beitrag zum Umweltschutz weiter zu steigern. So soll der Ausbau von Photovoltaikanlagen im ZDF im Jahr 2026 weiter gesteigert werden. Im Rahmen der Neubauten entstehen zwei neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von ungefähr 680 kWp und einem möglichen Stromertrag von ca. 640 MWh. Diese beiden neuen Anlagen erzielen voraussichtlich eine Einsparung von bis zu 240 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr.

Ladeinfrastruktur für Elektro-Dienstfahrzeuge
Die Ladeinfrastruktur für die E-Fahrzeuge befindet sich auf der ersten Ebene des Parkhauses. Hier wurden zehn Stellplätze mit Wallboxen ausgerüstet, entsprechend als Stromtankstelle markiert und sind somit für die Nutzung durch E-Dienstwagen reserviert. An diesen zehn Ladepunkten können täglich bis zu 25 Elektrofahrzeuge betankt werden. Das Stromladen kann allerdings problematisch werden, wenn zu viele Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden und eine Diskrepanz zwischen Einspeiseleistung und benötigter Ladeenergie entsteht. Das Lastmanagement der Ladeinfrastruktur soll deshalb sicherstellen, dass
  • die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge optimal an die lokale Netzauslastung angepasst ist und eine Überlastung der Elektroinstallation verhindert wird,
  • der zur Verfügung stehende Solarstrom möglichst umfassend genutzt wird und
  • kostenintensive Lastspitzen durch Zukauf von Strom vermieden werden.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Betanken von E-Fahrzeuge nach Priorität oder das gezielte Einteilen von Kapazitäten an einzelnen Ladestationen. Im ZDF kommt die gängigste Ladebetriebsart Mode 3 in Verbindung mit dem Typ-2- Stecker zum Einsatz. Die Ladedauer liegt bei vier bis sechs Stunden, kann aber bei E-Fahrzeugen mit größeren Anschlussleistungen oder schnellladefähigen Batterien deutlich reduziert werden. Des Weiteren gibt es noch sechs zusätzliche Ladepunkte für Dienstfahrzeuge, die mit Ökostrom gespeist werden, vier davon sind auf dem Gelände Sendezentrum 2 platziert.

Ladeinfrastruktur für private Elektro-Fahrzeuge
Seit 2025 stehen auf dem Campus des Sendezentrums 1 insgesamt 20 Ladepunkte für private Elektrofahrzeuge von Mitarbeitenden sowie für Gäste und Besucher Verfügung. Die Ladeinfrastruktur wird als Full-Service-Lösung von einem externen Anbieter betrieben. Jeder Ladepunkt bietet eine Leistung von bis zu 22 Kilowatt und ist mit einem fest installierten fünf Meter langen Typ-2-Kabel ausgestattet. Diese 20 Ladepunkte bilden die ersten beiden Ausbaustufen von insgesamt vier geplanten Erweiterungen an zentralen Standorten des Campus. Perspektivisch sollen weitere 20 Ladepunkte im Zuge der beiden Neubauten entstehen. Grundlage für diese Maßnahme war die Mobilitätsanalyse der Jahre 2022 und 2023, die ergab, dass 69 Prozent der Beschäftigten im ZDF einen Umstieg auf ein Elektrofahrzeug in Erwägung ziehen würden, sofern eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur am ZDF verfügbar ist.

Elektromobilität
Die Transformation hin zu nachhaltiger Mobilität ist ein bedeutender Bestandteil der Klimastrategie des ZDF. Elektromobilität gilt dabei als Schlüsseltechnologie für die Reduzierung von CO₂-Emissionen. Durch den Einsatz von Elektro-Dienstfahrzeugen leisten wir einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung des ZDF-Fuhrparks. Das ZDF beabsichtigt, die Elektromobilität weiterhin schrittweise auszubauen. Bei der turnusmäßigen Erneuerung oder Neubeschaffung von Dienstfahrzeugen wird die Option eines Elektrofahrzeugs grundsätzlich mit geprüft. Im zuständigen Fachbereich erfolgt dazu eine sorgfältige Einzelfallbewertung gemeinsam mit dem jeweiligen Nutzerkreis, um festzustellen, ob ein geeignetes Elektrofahrzeug den betrieblichen Anforderungen sowie den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entspricht. Um die internen Prozesse weiter zu verbessern und die Anforderungen des Gesetzes über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge (SaubFahrzeugBeschG) zu erfüllen, das seit August 2021 verbindliche Mindestquoten für saubere Fahrzeuge vorsieht, plant das ZDF die Entwicklung einer internen Richtlinie. Diese soll künftig sicherstellen, dass Beschaffungsentscheidungen transparent, nachvollziehbar und gesetzeskonform getroffen werden können.

In den Jahren 2025 und 2024 setzte sich die E-Flotte des ZDF (Zentrale Mainz, Inlandstudios, Auslandstudios) wie folgt zusammen:

Zwei gestapelte Balkendiagramme vergleichen die ZDF-E-Flotte 2025 mit 2024, aufgeteilt nach Mainz und Außenstudios. 2025 umfasst die Flotte 14 batterieelektrische Pkw (12 in Mainz, 2 in den Außenstudios), 10 Hybridfahrzeuge (6 und 4), 12 batterieelektrische Kleintransporter in Mainz sowie je ein Pedelec und E-Lastenrad in den Außenstudios. 2024 waren es 13 batterieelektrische Pkw (12 und 1), 14 Hybridfahrzeuge (9 und 5), 10 batterieelektrische Kleintransporter in Mainz sowie ebenfalls je ein Pedelec und E-Lastenrad in den Außenstudios. Insgesamt nahm die Zahl der rein elektrischen Pkw und Kleintransporter zu, während die Zahl der Hybridfahrzeuge sank
Quelle: ZDF

Fahrzeuge haben nicht nur im Betrieb, sondern auch bei der Herstellung und Entsorgung eine Wirkung auf die Umwelt und das Klima. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) sind im Jahr 2020 zugelassene Elektroautos dabei um etwa 40 Prozent emissionsärmer in ihrer Wirkung als Pkw mit Benzinmotor. Das ZDF verringert mit der bestehenden Elektro-Flotte seine CO₂-Emissionen, bei gleichbleibend durchschnittlicher Fahrleistung, im Vergleich zu den ersetzten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor um die 42 Tonnen pro Jahr.

Um die Entwicklung der nachhaltigen Mobilität im ZDF nachvollziehbar zu machen, werden im folgenden Abschnitt die jährlichen Energieverbräuche der Elektrofahrzeuge (Ladestrom) aufgeführt. Die Übersicht zeigt, wie sich der Bezug von internem und externem Autostrom in den vergangenen Jahren entwickelt hat und welchen Beitrag der stetige Ausbau der Elektromobilität zur Reduzierung der betrieblichen Emissionen leistet.

Grafik ZDF/DNK-Entsprechenserklärung DNK 12: Tabelle zum Stromverbrauch für Elektromobilität von 2022 bis 2025, unterteilt in internen und externen Autostrom. Der Gesamtverbrauch steigt von 11.741 Kilowattstunden im Jahr 2022 über 16.646 Kilowattstunden 2023 und 24.197 Kilowattstunden 2024 auf 31.708 Kilowattstunden 2025. Der intern an der ZDF-Infrastruktur geladene Autostrom liegt in diesen Jahren bei 10.210, 11.510, 10.860 und 11.300 Kilowattstunden. Der extern an öffentlich zugänglichen Stationen geladene Strom nimmt deutlich zu: von 1.531 Kilowattstunden 2022 auf 5.136 im Jahr 2023, 13.337 im Jahr 2024 und 20.408 Kilowattstunden 2025. Interner Autostrom umfasst Ladungen von Dienstwagen an der ZDF-Infrastruktur mit selbst erzeugtem Solar- oder Ökostrom; externer Autostrom bezeichnet Ladungen mit DKV-Ladekarte
Quelle: ZDF

Förderung nachhaltiger Mobilität zum Arbeitsplatz
Die Förderung nachhaltiger Mobilität der Mitarbeitenden ist ein wichtiger Bestandteil der Bemühungen um Umweltschutz und soziale Verantwortung im ZDF. Das ZDF ist bestrebt, innovative Lösungen zu entwickeln, um die Mobilität der Mitarbeitenden zu optimieren und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Einführung einer Mitfahrapp
Das ZDF erweitert kontinuierlich seine Angebote zur Förderung nachhaltiger Mobilität und schafft Rahmenbedingungen, die eine ressourcenschonende Anreise zum Arbeitsplatz erleichtern. Ein neuer, wichtiger Baustein war die Einführung der Mitfahranwendung goFLUX im August 2025, die allen Beschäftigten am Standort Mainz zur Verfügung steht. Die Anwendung erleichtert die Bildung von Fahrgemeinschaften und ermöglicht eine effiziente und flexible Organisation gemeinsamer Pendelwege.

Mit der Einführung von goFLUX (seit März 2026: Karos) reagiert das ZDF auf den Wunsch vieler Mitarbeitenden nach einem unkomplizierten digitalen Angebot zur Mitfahrkoordination. Bislang war es für viele Mitarbeitende schwierig zu erkennen, wer in räumlicher Nähe wohnt oder ähnliche Arbeitszeiten hat. Die App ermöglicht es, Fahrten anzubieten oder Mitfahrgelegenheiten zu finden und dabei individuelle Pendelroutinen zu berücksichtigen. Ein intelligenter Matching Algorithmus verbindet Personen mit ähnlichen Routen und erleichtert die spontane wie regelmäßige Bildung von Fahrgemeinschaften.

Die Zuordnung der Nutzenden zum Unternehmen gewährleistet eine verlässliche und vertrauensvolle Nutzung, da ZDF Beschäftigte in der Anwendung eindeutig erkennbar sind. Das steigert die Sicherheit und erhöht die Akzeptanz gemeinsamer Fahrten. Die Mitfahrplattform wird im ZDF aktiv genutzt und verzeichnet zum aktuellen Zeitpunkt 225 registrierte Nutzende (Stand 19.02.2026).

Seit der Einführung Ende August wurden bis Jahresende 2025 durch die gebildeten Fahrgemeinschaften bereits 785 Kilogramm CO₂, 2.072 Gramm Stickoxide sowie 187 Gramm Feinstaub eingespart. Gleichzeitig konnten 6.303 Kilometer an potenziellen Einzel-Pendlerstrecken vermieden werden.

Ergänzend wurden auf den Parkflächen P11 und P23 jeweils fünf reservierte Stellplätze eingerichtet, die ausschließlich von Mitfahrgemeinschaften genutzt werden sollen. Die Stellplätze befinden sich in besonders zentraler Lage und bieten kurze Wege, komfortable Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten und einen Treffpunkt für die Fahrgemeinschaften. Mit der Bereitstellung dieser ausgewiesenen Parkflächen sollen die Bildung und Nutzung regelmäßiger gemeinsamer Fahrten von Mitarbeitenden zusätzlich gestärkt werden.

Durch die Einführung der Mitfahranwendung stärkt das ZDF nachhaltig die emissionsärmere Mobilität der Mitarbeitenden. Die digitale Lösung erleichtert die Bildung von Fahrgemeinschaften und trägt damit unmittelbar zur Reduktion des Individualverkehrs, zur messbaren Senkung von Emissionen und zur Schonung von Flächenressourcen auf den Parkarealen bei. Jede gemeinsam zurückgelegte Strecke verringert den ökologischen Fußabdruck des Arbeitswegs und fördert zugleich die soziale Interaktion innerhalb der Belegschaft. Die App ergänzt die bestehenden Mobilitätsangebote des Unternehmens wirkungsvoll und unterstützt die übergeordneten Ziele des Nachhaltigkeitsmanagements im Bereich ressourcenschonender Mobilität.

Öffentlicher Personennahverkehr
Das ZDF fördert aktiv die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch die Mitarbeitenden. Bereits vor der Einführung des Deutschlandjobtickets gab es Jobtickets in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Mainz. Zusätzlich gibt es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Jobticketangebot den sogenannten monatlichen Öko-Zuschuss. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss eines Jahrestickets (für die Strecke vom Wohnort zur Arbeitsstätte) bei dem zuständigen Verkehrsbetrieb. Die Inanspruchnahme des Deutschlandjobtickets sowie weiterer Jahreskarten des öffentlichen Personennahverkehrs ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Die Nutzung der ÖPNV Tickets ist von 2023 bis 2025 um rund 33 Prozent gestiegen.

Grafik ÖPNV-Tickets DNK-Entsprechenserklärung: Balkendiagramm zur Anzahl der von ZDF-Mitarbeitenden genutzten ÖPNV-Tickets von 2023 bis 2025. Die Zahl steigt kontinuierlich von 1.350 Tickets im Jahr 2023 über 1.558 im Jahr 2024 auf 1.800 Tickets im Jahr 2025. Insgesamt entspricht dies einem Zuwachs von 450 Tickets beziehungsweise rund 33 Prozent gegenüber 2023
Quelle: ZDF

Zwischen 2023 und 2025 zeigt sich somit ein deutlicher Anstieg der Ticketnutzung. Die ZDF-Mitarbeitenden greifen zunehmend auf das Deutschlandjobticket oder andere Jahreskarten zu, was eine wachsende Akzeptanz und Nutzung alternativer Mobilitätsangebote erkennen lässt.

Ausbau der Fahrradinfrastruktur
Das ZDF setzt sich umfassend dafür ein, die Nutzung umweltverträglicher Verkehrsmittel zu stärken und den Mitarbeitenden ein attraktives Umfeld für nachhaltige Mobilität zu bieten. Zu diesem Zweck investiert das Unternehmen kontinuierlich in den Ausbau und die qualitative Verbesserung der Fahrradinfrastruktur.

Auf dem Gelände des Sendezentrums 1 in Mainz wurden die bestehenden Fahrradabstellanlagen durch Anlehnbügel ersetzt, die den Empfehlungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) entsprechen. Zusätzlich wurde die Anzahl der Abstellmöglichkeiten erweitert, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Für Radpendlerinnen und Radpendler steht außerdem eine Service- und Reparaturstation mit Werkzeugen sowie eine integrierte Luftpumpe mit verschiedenen Adaptern auf dem Campus bereit. Diese Station kann im Bedarfsfall frei genutzt werden und unterstützt die schnelle Durchführung kleinerer Reparaturen. Seit dem Jahr 2021 befindet sich auf dem Gelände in Mainz eine überdachte Ladestation für Elektrofahrräder. Die Anlage bietet insgesamt fünfzehn Lademöglichkeiten für Akkus von E-Bikes. Die Nutzung ist kostenfrei und erfordert keine vorherige Registrierung.

Insgesamt stehen auf den Flächen der Sendezentren 1 und 2 26 ausgewiesene Bereiche für Fahrräder zur Verfügung. Dort befinden sich rund 270 Radparkmöglichkeiten. Zwölf dieser Bereiche bieten einen Witterungsschutz. Insgesamt sind ca. 50 Prozent der Abstellplätze überdacht. Weitere geschützte Stellmöglichkeiten stehen im Parkhaus bereit. Hier gibt es auch vier Abstellmöglichkeiten die speziell für große Lastenräder geeignet sind. Mit Blick auf das Jahr 2026 plant das ZDF weitere Investitionen in die Fahrradinfrastruktur. Mit der Fertigstellung der aktuellen Neubauten werden zusätzliche Abstellanlagen entstehen. Geplant sind weitere Anlehnbügel sowie zusätzliche Ladestationen für Elektrofahrräder. Diese Maßnahmen sollen die Attraktivität des Radverkehrs dauerhaft erhöhen und den Umstieg auf emissionsärmere Mobilitätsformen weiter fördern.

Bikesharing
Seit Juni 2021 können sich Mitarbeitende des ZDF am Standort Mainz über einen regional ansässigen Bikesharing-Dienst Fahrräder mieten. In Kooperation mit dem ZDF stellt die Mainzer Mobilität zwei Stationen mit jeweils 12 Rädern auf dem Betriebsgelände Sendezentrum 1 und am Sendezentrum 2 zur Verfügung. Hierbei handelt es sich jeweils um ein flexibles Sharing von Standardrädern und Pedelecs. So können die Räder im gesamten Stadtgebiet Mainz, Amöneburg, Kastel, Kostheim, Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim und Budenheim an fast 180 Stationen (mit 1.600 Fahrräder) angemietet und zurückgeben werden. Mit diesem flexiblen Angebot konnten Mobilitätsalternativen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sinnvoll erweitert werden.

Aktive Netzwerkarbeit
Das ZDF engagiert sich seit 2009 kontinuierlich im Netzwerk Ökoprofit der Stadt Mainz. Ökoprofit ist ein etabliertes Umweltberatungsprogramm, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Betriebsabläufe ökologisch effizient und ressourcenschonend zu gestalten. Im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten hat sich dieses Programm zu einem bedeutenden regionalen Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften entwickelt und über 120 Betrieben ökologische Arbeitsweisen nähergebracht. Ziel ist es, natürliche Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Energie und Rohstoffeffizienz zu ver bessern. Unternehmen profitieren zudem von fachlicher Begleitung, einem intensiven Erfahrungsaustausch und der gemeinsamen Entwicklung wirkungsvoller Umweltmaßnahmen.

Das ZDF ist Teil dieses Netzwerks und unterstreicht damit seine langjährige und aktive Rolle im regionalen Nachhaltigkeitsdialog. Die Teilnahme ermöglicht es dem Unternehmen, eigene ökologische Standards weiterzuentwickeln und gleichzeitig Impulse aus der gemeinsamen Arbeit mit anderen Betrieben aufzunehmen, um wirksame Umweltstrategien umzusetzen.

Ab März 2026 ist das ZDF Gründungsmitglied im neuen Bündnis Biodiversität der IHK Rheinhessen. Dieses entstehende Netzwerk soll Unternehmen dabei unterstützen, biologische Vielfalt systematisch in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren und regionale Ökosysteme langfristig zu stärken. Die IHK Rheinhessen plant den Aufbau eines solchen Zusammenschlusses im Rahmen des bundesweiten Projekts Unternehmen Biologische Vielfalt. Das Netzwerk soll den Austausch zwischen Unternehmen fördern, Best Practices sichtbar machen und praxisorientierte Unterstützung bieten, um Biodiversität als festen Bestandteil der betrieblichen Nachhaltigkeit zu verankern. Besonders relevant ist die Möglichkeit, ökologische Entwicklungen messbar zu machen und sie in das Nachhaltigkeitsreporting einzubinden.

Mit der Beteiligung an Ökoprofit und der Mitwirkung im Biodiversitätsbündnis zeigt das ZDF verantwortungsbewusstes Handeln und stärkt seine ökologische Zukunftsfähigkeit. Beide Initiativen bieten wertvolle Plattformen, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die ökologische Qualität zu fördern und nachhaltige Entwicklungen im regionalen Umfeld aktiv zu unterstützen.

Wesentliche Risiken (Impact Materiality)
Bei der Berichterstattung über wesentliche Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und den Produkten des ZDF ergeben und die negative Auswirkungen auf Ressourcen und Ökosysteme haben können, sind zwei Dimensionen zu berücksichtigen. Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen erzeugt das ZDF mit seinen Inhalten einen gesellschaftlichen Mehrwert, der über messbare Kennziffern hinausgeht. Dies gilt auch im Hinblick auf die Informations- und Wissensvermittlung zu ökologisch relevanten Inhalten. Solche Themen werden in vielen Bereichen des ZDF-Programms behandelt, von zahlreichen Dokumentationen bis hin zu fiktionalen Formaten sowie Nachrichten- und Informationssendungen. Zahlreiche Inhalte sind zudem jederzeit im ZDF-Streaming-Portal abrufbar. Im Themenfeld "Umwelt" lassen sich unterschiedliche Format- oder Genrerubriken mit jeweils zahlreichen Beiträgen abrufen. Aus dieser Dimension der faktenbasierten, glaubwürdigen und verlässlichen Wissensvermittlung lassen sich keine wesentlichen Risiken, sondern eher Chancen und positive Potenziale für die Rezipienten bei der Nutzung von Ressourcen und für die Auswirkungen auf Ökosysteme ableiten.

Was die zweite Dimension angeht, nämlich die der für die Erstellung der Inhalte erforderlichen Produktionsprozesse, so werden diese durchgängig in den Kriterien 11, 12 und 13 dieser Entsprechenserklärung thematisiert und mit Blick auf ihre ökologisch relevanten Wirkungen bewertet. Insbesondere die in Kriterium 13 "Klimarelevante Emissionen" vorgestellte Klimabilanz zeigt, dass das ZDF die im GHG-Kontext getroffene Unterscheidung zwischen Scope 1, 2 und 3 nachvollzieht und sich sehr bewusst den quantitativ besonders wichtigen Scope-3-Emissionen und den hier möglichen Reduktionspotenzialen widmet. Ein Beispiel hierfür sind die verstärkten Anstrengungen für ein nachhaltigeres Streaming. Zudem intensiviert das ZDF neben der grundsätzlichen Ausweitung der ressourcen- und klimaschonenden Produktion nach aktuellen ökologischen Standards seine Anstrengungen, Risiken besser zu erkennen, einzuschätzen und letztlich auch nachhaltig zu verringern.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 11 bis 12

Leistungsindikator GRI SRS-301-1: Eingesetzte Materialien
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht oder -volumen der Materialien, die zur Herstellung und Verpackung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen der Organisation während des Berichtszeitraums verwendet wurden, nach:
i. eingesetzten nicht erneuerbaren Materialien;
ii. eingesetzten erneuerbaren Materialien.

Dienstreisen
Bei Inlandsdienstreisen und Dienstreisen in das benachbarte Ausland (insbesondere gut angebundene Großstädte) wird im ZDF vorrangig die Bahn genutzt. Für ZDF-Dienstreisen mit dem bahn.business Programm erfolgt der Fernverkehr nach Angaben der Deutschen Bahn mit Strom aus erneuerbaren Energien. Für Emissionen aus dem Nahverkehr und weitere indirekte Emissionen werden zertifizierte Klimaschutzprojekte genutzt. Um die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für nachhaltiges Reisen weiter zu erhöhen, gibt es regelmäßig Tipps und Empfehlungen zur nachhaltigen Planung und Gestaltung von Dienstreisen so wie Informationen zu Umweltzertifizierungen, CO₂-Emmissionen oder nachhaltigen Alternativen im ZDF-Onlinebuchungssystem.

Entwicklung des Reiseaufkommens im ZDF 2016-2025
Nach dem Ende der Pandemie hat das Buchungsaufkommen des ZDF fast wieder das ursprüngliche Volumen erreicht. Die Nutzung der Bahn bleibt auf einem hohen Niveau, während die Flugnutzung tendenziell rückläufig ist.

Grafik der DNK-Entsprechenserklärung: Liniendiagramm zur Entwicklung des dienstlichen Reiseaufkommens der ZDF-Mitarbeitenden von 2016 bis 2025. Dargestellt sind Flugcoupons, Bahnfahrkarten, Mietwagenbuchungen und Hotelübernachtungen. Die Hotelübernachtungen bilden durchgehend den größten Posten: Nach 74.604 Übernachtungen im Jahr 2019 fällt ihre Zahl 2020 auf 30.505 und steigt bis 2022 wieder auf 65.069. Im Jahr 2025 liegt sie bei 55.890. Die Zahl der Flugcoupons sinkt von 22.819 im Jahr 2016 auf 4.825 im Jahr 2021 und beträgt 2025 noch 7.568. Die Bahnfahrkarten steigen zunächst von 11.829 im Jahr 2016 auf 20.254 im Jahr 2018, gehen bis 2021 auf 5.727 zurück und nehmen anschließend wieder auf 14.193 im Jahr 2025 zu. Mietwagenbuchungen bewegen sich auf deutlich niedrigerem Niveau und sinken insgesamt von 1.369 im Jahr 2016 auf 745 im Jahr 2025. Ein Flugcoupon entspricht einer Teilstrecke; ein Flugticket kann mehrere Coupons enthalten. Seit Einführung des ZDF-Onlinebuchungssystems im März 2019 können Hin- und Rückfahrt gemeinsam in einer Bahnfahrkarte gebucht werden
Quelle: ZDF

Entwicklung des Flugaufkommens im ZDF 2019-2025
Insgesamt bleibt das Flugvolumen im ZDF auf einem deutlich niedrigeren Niveau als vor der Pandemie.

Grafik zur ZDF/DNK-Entsprechenserklärung Liniendiagramm zur Entwicklung der dienstlich zurückgelegten Flugkilometer der ZDF-Mitarbeitenden von 2019 bis 2025. Die Zahl sinkt von rund 20,45 Millionen Kilometern im Jahr 2019 deutlich auf 5,20 Millionen im Jahr 2020. Danach steigt sie kontinuierlich auf 7,61 Millionen Kilometer 2021, 11,86 Millionen 2022 und 12,55 Millionen 2023. Im Jahr 2024 fällt das Flugaufkommen auf 6,95 Millionen Kilometer und erhöht sich 2025 leicht auf 7,53 Millionen. Damit liegt es 2025 weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2019
Quelle: ZDF

Entwicklung der Bahnnutzung und Privat-PKW im ZDF 2019-2025
Die gefahrenen Bahnkilometer steigen seit dem Ende der Pandemie wieder an. Die Nutzung des privaten PKW auf Dienstreisen sinkt tendenziell leicht.

Grafik zur ZDF DNK-Entsprechenserklärung: Liniendiagramm zur Entwicklung der dienstlich zurückgelegten Kilometer mit der Bahn und privaten Pkw durch ZDF-Mitarbeitende von 2019 bis 2025. Die Bahnkilometer sinken von 9,03 Millionen im Jahr 2019 auf 3,99 Millionen 2020 und 3,79 Millionen 2021. Anschließend steigen sie auf 6,22 Millionen 2022, 7,70 Millionen 2023 und 8,10 Millionen 2024; 2025 gehen sie leicht auf 8,02 Millionen Kilometer zurück. Die mit privaten Pkw zurückgelegte Strecke schwankt auf niedrigerem Niveau zwischen 2,46 Millionen Kilometern im Jahr 2021 und 1,89 Millionen im Jahr 2025. Insgesamt nähert sich die Bahnnutzung wieder dem Niveau von 2019, während die Nutzung privater Pkw tendenziell zurückgeht
Quelle: ZDF

ZDF-Papierverbräuche am Standort Mainz
Das ZDF setzt hochwertiges, reinweißes Universal-Recyclingpapier in den Formaten DIN A4 und DIN A3 für Büroanwendungen ein. Es besteht zu 100 Prozent aus Post-Consumer-Altpapier (kein Frischfaseranteil) und wird chlorfrei (Total Chlorine Free) hergestellt. Folgende Umweltschutzlabel und Normen werden erfüllt: Blauer Engel, Umweltmanagement nach DIN ISO 14001 und Garantien wie Kopierfähigkeit und optimale Laufeigenschaften nach DIN EN 12281, Alterungsbeständigkeit nach DIN 6738 (LDK 24-85), Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001. Das ZDF hat den Anteil an Recyclingpapier weiter maximiert, um Eingriffe in Waldökosysteme und negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu vermeiden. Die Holzentnahme für Frischfaserpapier bedeutet stets einen Eingriff in das Waldökosystem und ist mit Risiken für die Biodiversität verbunden. Die Nutzung von Recyclingfasern wirkt diesen Risiken entgegen. Ziel ist es, den Papierverbrauch im ZDF weiter kontinuierlich zu reduzieren und langfristig eine papierlose Büroarbeit zu etablieren. Dazu sollen digitale Prozesse weiter ausgebaut, Druck- und Kopiervorgänge auf das notwendige Minimum beschränkt und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für ressourcenschonendes Arbeiten verstärkt werden.

Grafik der ZDF-DNK-Entsprechenserklärung: Balkendiagramm zum Verbrauch von DIN-A4-Recyclingpapier im ZDF von 2016 bis 2025. Der Verbrauch sinkt insgesamt deutlich von 21 Millionen Blatt im Jahr 2016 auf rund 4,26 Millionen Blatt im Jahr 2025. Nach einem Rückgang auf 7,1 Millionen Blatt 2021 steigt er vorübergehend auf 7,7 Millionen 2022 und 8,7 Millionen 2023, bevor er 2024 auf 4,6 Millionen und 2025 erneut abnimmt. Der durchschnittliche Verbrauch pro Person geht damit von 4.200 Blatt im Jahr 2016 auf 851 Blatt im Jahr 2025 zurück. Die Pro-Kopf-Werte basieren auf durchschnittlich 5.000 Personen im ZDF, einschließlich Mitarbeitenden, freier Mitarbeitender und Pensionskasse
Grafik ZDF DNK-Entsprechenserklärung: Zwei Tabellen vergleichen die Umweltwirkungen des Kopierpapierverbrauchs 2024 und 2025 bei Recycling- und Frischfaserpapier. Für 4,6 Millionen Blatt DIN A4 im Jahr 2024 wurden 25.706,42 Kilogramm Altpapier, 257.064,19 Liter Wasser und 95.641,65 Kilowattstunden Energie benötigt; dabei entstanden 18.866,68 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Gegenüber Frischfaserpapier wurden 49.438,95 Kilogramm Holz, 898.577,06 Liter Wasser, 202.736,43 Kilowattstunden Energie und 3.419,87 Kilogramm CO₂-Äquivalente eingespart. Für 4,257 Millionen Blatt im Jahr 2025 wurden 23.789,61 Kilogramm Altpapier, 237.896,14 Liter Wasser und 88.510,11 Kilowattstunden Energie verbraucht sowie 17.459,88 Kilogramm CO₂-Äquivalente verursacht. Die Einsparungen lagen bei 45.752,53 Kilogramm Holz, 831.574,47 Litern Wasser, 187.619,34 Kilowattstunden Energie und 3.164,87 Kilogramm CO₂-Äquivalenten. In beiden Jahren entspricht dies gegenüber Frischfaserpapier Einsparungen von 100 Prozent Holz, 78 Prozent Wasser, 68 Prozent Energie und 15 Prozent Treibhausgasemissionen. Grundlage ist der Nachhaltigkeitsrechner des Umweltbundesamtes
Grafik ZDF DNK-Entsprechenserklärung: Tabelle zu den Umweltwirkungen des jährlichen Papierverbrauchs für die ZDF-Mitarbeiterzeitschrift in Höhe von 3,8 Millionen Blatt DIN A4. Bei der Verwendung von Recyclingpapier werden 21.235,74 Kilogramm Altpapier, 212.357,38 Liter Wasser und 79.008,32 Kilowattstunden Energie benötigt; dabei entstehen 15.585,51 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Gegenüber Frischfaserpapier werden 40.840,87 Kilogramm Holz, 742.302,79 Liter Wasser, 167.477,92 Kilowattstunden Energie und 2.825,11 Kilogramm CO₂-Äquivalente eingespart. Das entspricht Einsparungen von 100 Prozent Holz, 78 Prozent Wasser, 68 Prozent Energie und 15 Prozent Treibhausgasemissionen. Grundlage der Berechnung ist der Nachhaltigkeitsrechner mit Daten des Umweltbundesamtes von 2022

Verbrauch DIN A4 Recyclingpapier

Quelle: ZDF

Mitarbeiterzeitschrift kontakt
Die Mitarbeiterzeitschrift kontakt ist ein Printprodukt mit elf Ausgaben pro Jahr und einer Auflage von 8.600 Stück. Die durchschnittliche Seitenzahl beträgt 40 Seiten pro Ausgabe. In Summe werden hier jährlich ca. 3,8 Mio. Blatt Papier verarbeitet.

Seit der Ausgabe Juni 2020 wird das Printprodukt klimaschonend auf FSC-zertifiziertem Papier hergestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-302-1: Energieverbrauch
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus nicht erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

b. Den gesamten Kraftstoffverbrauch innerhalb der Organisation aus erneuerbaren Quellen in Joule oder deren Vielfachen, einschließlich der verwendeten Kraftstoffarten.

c. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen den gesamten:
i. Stromverbrauch,
ii. Heizenergieverbrauch,
iii. Kühlenergieverbrauch,
iv. Dampfverbrauch.

d. In Joule, Wattstunden oder deren Vielfachen die/den gesamte(n):
i. verkauften Strom,
ii. verkaufte Heizungsenergie,
iii. verkaufte Kühlenergie,
iv. verkauften Dampf.

e. Gesamten Energieverbrauch innerhalb der Organisation in Joule oder deren Vielfachen.

f. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

g. Quelle für die verwendeten Umrechnungsfaktoren.

ZDF-Kraftstoffverbräuche
Die Kraftstoffverbräuche umfassen sämtliche stationären und mobilen Verbrennungen im deutschlandweiten ZDF Fuhrpark, einschließlich der Außenübertragungsflotte des Produktions- und Sendebetriebs sowie der Dieselverbräuche der Notstromversorgung. Die erfassten Mengen basieren im Berichtszeitraum insbesondere auf den durchgeführten Probeläufen der stromversorgung. Diese regelmäßigen Testbetriebe sind notwendig, um die technische Einsatzfähigkeit der Anlagen sicherzustellen, ihre Leistungsfähigkeit unter realistischen Bedingungen zu überprüfen und im Ernstfall eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten zu können. Dabei werden die Systeme in festgelegten Intervallen gestartet, kontrolliert und auf ihre Funktions- und Belastungsfähigkeit geprüft, was wiederum zu messbaren Kraftstoffverbräuchen führt.

Die ZDF-Betriebstankstelle wurde zum 31. Oktober 2018 stillgelegt. Der verantwortliche Fachbereich veranlasste einen nachhaltigen Rückbau, um potenzielle Umweltschäden zu vermeiden. Mit der Einstellung des Betriebes der Tankstelle wurden direkt alle Verbindungsleitungen und Erdtanks entleert, entgast und gereinigt. Von August bis November 2020 wurde der geplante Rückbau ausgeführt. Alle Tanksäulen, insgesamt fünf Bodentanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 225.000 Litern und sämtliche Rohrleitungen wurden abgebaut, fachgerecht entsorgt oder der Wiederverwertung zugeführt. Insgesamt drei Bodengutachten wurden vor und während des Rückbaus durchgeführt und bestätigten, dass keinerlei Umweltschäden durch Rückstände von Ölen, Benzin oder Schmier- und Treibstoffen entstanden sind.

Grafik der ZDF DNK-Entsprechenserklärung: Gestapeltes Balkendiagramm zu den Kraftstoffverbräuchen des ZDF von 2016 bis 2025, aufgeteilt in Benzin, Diesel und Diesel für die Notstromversorgung. Der reguläre Dieselverbrauch sinkt insgesamt von 370.289 Litern im Jahr 2016 auf 226.784 Liter 2025; seinen niedrigsten Wert erreicht er 2020 mit 188.396 Litern. Der Benzinverbrauch steigt zunächst von 23.641 Litern 2016 auf 55.393 Liter 2023 und fällt anschließend auf 41.663 Liter 2025. Für die Notstromversorgung werden zusätzlich 4.162 Liter Diesel im Jahr 2024 und 9.958 Liter im Jahr 2025 ausgewiesen. Insgesamt liegt der Kraftstoffverbrauch 2025 deutlich unter dem Niveau von 2016
Quelle: ZDF

Leistungsindikator GRI SRS-302-4: Verringerung des Energieverbrauchs
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Verringerung des Energieverbrauchs, die als direkte Folge von Initiativen zur Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht wurde, in Joule oder deren Vielfachen.

b. Die in die Verringerung einbezogenen Energiearten: Kraftstoff, elektrischer Strom, Heizung, Kühlung, Dampf oder alle.

c. Die Grundlage für die Berechnung der Verringerung des Energieverbrauchs wie Basisjahr oder Basis/Referenz, sowie die Gründe für diese Wahl.

d. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Ökostrom
Das ZDF bezieht seit 2019 100 Prozent Ökostrom. Die zur Erzeugung der eingekauften Elektrizität eingesetzte Primärenergie setzte sich für die Jahre 2024 und 2025 folgendermaßen zusammen (Stromkennzeichnung gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz): 100 Prozent aus sonstigen erneuerbaren Energien. Dieser Strom verursacht 0 g CO₂ pro kWh.
Quelle: Stromkennzeichnung mit Produkt-Mix NaturOption gültig ab 01.11.2024 (enercity) Der Deutschland-Mix verursacht aktuell 372 g CO₂ pro kWh.
Quelle: Liste Emissionsfaktoren_Version 2.0_19.12.2025 (Umweltbundesamt)

Solarstrom
Unsere bestehenden und im Ausbau befindlichen Photovoltaikanlagen spielen eine maßgebliche Rolle in unserem Streben nach Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Diese Anlagen ermöglichen es uns, sauberen Strom zu produzieren und tragen sowohl direkt durch ihren Handabdruck als auch indirekt durch ihre Auswirkungen auf die Vorleistungskette zum Umweltschutz bei.

Durch die Nutzung der Sonnenenergie erzeugen unsere Photovoltaikanlagen sauberen Strom und reduzieren so den ZDF CO₂-Fußabdruck erheblich. Dieser direkte Beitrag zum Umweltschutz umfasst die Vermeidung von Treibhausgasemissionen, die sonst durch konventionelle Stromerzeugungsmethoden entstehen würden. Überschussstrommengen werden in das ZDF-Netz zum Eigenverbrauch eingespeist.

Fernwärmeversorgung
Die Versorgung des ZDF-Standortes SZ 1 erfolgt über das Fernwärmenetz der Mainzer Wärme PLUS GmbH. Durch die Anbindung an das Wärmenetz können Gebäude des ZDF nachhaltig beheizt werden, ohne dass eigene Verbrennungsanlagen betrieben werden müssen. Dies reduziert Emissionen und unterstützt die strategischen Klimaschutzziele des Unternehmens. Die Mainzer Wärme PLUS GmbH beliefert den gesamten Stadtteil Mainz Lerchenberg und das ZDF Sendezentrum 1 seit 2016 mit Fernwärme. Diese wird aus unterschiedlichen Energieträgern erzeugt:

  • zertifiziertes Biomethan (garantiert jede Kilowattstunde in einer Biogasanlage in Deutschland erzeugt),
  • Erdgas,
  • Strom (überwiegend eigens am Standort aus hocheffizienten KWK-Anlagen erzeugt, teils zertifizierter Ökostrom),
  • Fernwärme aus dem Netz der Mainzer Fernwärme GmbH.

Mit dem Heizkraftwerkgebäude Mainz-Lerchenberg besteht die Möglichkeit, Wärme und Strom quartiersnah in einem besonders effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Verfahren zu erzeugen. Neben der Eigenerzeugung wird die Lerchenberger Fernwärme ergänzt durch Fernwärme von der Ingelheimer Aue, die sich aus thermischer Abfallbehandlung, regionaler Klärschlammverbrennung und zentraler Kraft-Wärme-Kopplung zusammensetzt. Die Fernwärmeleitung für das Sendezentrum 1 wird zentral mit einer Vorlauftemperatur von im Winter 140 Grad Celsius und im Sommer von ca. 120 Grad Celsius betrieben. Die Wärmemengenzählung für den ZDF-Heizkreis erfolgt am Ausgang des Heizwerkes.

Wärmewende
Die Wärmewende stellt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe dar, die durch das Wärmeplanungsgesetz verbindlich vorgegeben ist. Für das Mainzer Fernwärmenetz wird der Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien (EE) klar definiert. Der EE-Anteil soll bis 2030 30 Prozent sein, bis 2040 80 Prozent und bis 2045 schließlich 100 Prozent. Diese Entwicklung zeigt den ambitionierten Transformationspfad, den auch das ZDF mit seinen Liegenschaften aktiv unterstützt. Die Nutzung von Fernwärme leistet durch den steigenden EE-Anteil einen wichtigen Beitrag zur Erreichung nationaler und lokaler Klimaziele.

Das aktuelle Primärenergiezertifikat für das Sendezentrum 1 (SZ 1) weist einen Anteil erneuerbarer Energien von lediglich 4 Prozent im genutzten Fernwärmenetz aus. Um einen zukunftsfähigen und emissionsärmeren Wärmebetrieb sicherzustellen, plant das ZDF daher eine grundlegende Modernisierung der Wärmeversorgung am Standort. Ziel ist es, sämtliche Heizanlagen künftig mit Vorlauftemperaturen von unter 100 Grad Celsius zu betreiben, statt der bisher erforderlichen Temperaturen bis max. 140 Grad Celsius.

Im Rahmen des Projektes "Fernwärme 2026" werden in den nächsten Jahren sämtliche Heizungsanlagen des ZDF so angepasst, dass die vom Versorger geforderte Absenkung der Vorlauftemperatur zuverlässig umgesetzt werden kann. Dabei eröffnen sich in einem begrenzten Rahmen zusätzliche Einsparpotenziale, etwa durch die Modernisierung und Optimierung der Anlagen sowie durch geringere Wärmeverluste infolge niedrigerer Versorgungstemperaturen. Diese Weiterentwicklungen schaffen zugleich die Grundlage dafür, dass die Mainzer Wärme PLUS GmbH ab 2027 die Vorlauftemperaturen im Fernwärmenetz auf unter 100 °C absenken kann. Diese Absenkung ermöglicht eine deutlich ökologischere Wärmebereitstellung und unterstützt die Mainzer Wärme PLUS GmbH dabei, wirtschaftlich tragfähige Lösungen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien im Netz umzusetzen. Damit leistet das ZDF einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der lokalen Wärmeinfrastruktur.

Die neuen Gebäude der Mobilen Produktion und das Bürogebäude Süd werden direkt an das Niedertemperaturnetz (unter 100 °C) der Mainzer Wärme PLUS GmbH angeschlossen, mit einem höheren Anteil an Erneuerbaren Energien und einem entsprechend besserer Primärenergiefaktor.

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Ringdiagramm zur Zusammensetzung des Wärmeenergiemixes am ZDF-Standort Sendezentrum 1 in den Jahren 2024 und 2025. Der Mix besteht zu 90,8 Prozent aus Erdgas, zu 7,1 Prozent aus Müllverbrennung, zu 1,4 Prozent aus Klärschlammverbrennung und zu 0,6 Prozent aus Strom. Eine ergänzende Tabelle vergleicht drei Wärmenetze: Das Wärmenetz ZDF Mainz-Lerchenberg hat einen Anteil erneuerbarer Energien von 4 Prozent, einen Primärenergiefaktor von 1,05 und Treibhausgasemissionen von 218 Gramm CO₂ je Kilowattstunde. Beim Wärmenetz der Wohnsiedlung Mainz-Lerchenberg liegen die Werte bei 27 Prozent, 0,39 und 12 Gramm CO₂ je Kilowattstunde. Das Wärmenetz Zentral erreicht 39 Prozent erneuerbare Energien, einen Primärenergiefaktor von 0,24 und keine ausgewiesenen Treibhausgasemissionen
Quelle: ZDF

Die Ressourceneffizienz eines Energieträgers lässt sich durch den ermittelten Primärenergiefaktor beurteilen, der das Verhältnis der eingesetzten Primärenergie zur tatsächlich nutzbaren Endenergie angibt. Je niedriger der Primärenergiefaktor ist, umso effizienter wird die Primärenergie genutzt.

Die Mainzer Wärme PLUS hat Veröffentlichungspflichten zum Versorgungsträgermix der bereitgestellten Fernwärme. Diese Zertifikate werden über die Bilanzdaten von 3 Jahren ermittelt und zertifiziert. Die Bescheinigung ist dann bis zu 10 Jahre gültig. Die Bescheinigungen für den Lerchenberg (ZDF und Wohnsiedlung) und das innerstädtische Fernwärmenetz liegen vor. In den vorliegenden Gutachten werden die CO₂-Emissionen nach der sogenannten Stromgutschriftmethode und nicht gemäß den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol ermittelt, wodurch in einzelnen Fällen rechnerische Emissionswerte von 0,0 g/kWh CO₂ entstehen können.
Quelle: jährlicher Erzeugermix
Der spezifische CO₂-Emissionsfaktor FW 309-1:2021 (nach Anlage 9 GEG) liegt seit 01.01.2022 bei 218 g pro kWh.
Quelle: Mainzer Stadtwerke

ZDF-Energieverbräuche am Standort Mainz

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Balkendiagramm zu den Energieverbräuchen des ZDF am Standort Mainz von 2016 bis 2025, angegeben in Kilowattstunden. Der Stromverbrauch sinkt insgesamt von 38,93 Millionen Kilowattstunden 2016 auf 32,84 Millionen 2025. Für 2016 bis 2018 ist grauer Strom ausgewiesen, ab 2019 Ökostrom. Der Fernwärmeverbrauch geht von 52,68 Millionen Kilowattstunden 2016 auf 21,20 Millionen 2025 zurück, schwankt jedoch deutlich und erreicht 2021 nochmals 42,80 Millionen Kilowattstunden. Zusätzlich wird seit 2017 selbst erzeugter Solarstrom dargestellt: Die Menge steigt von 42.310 Kilowattstunden 2017 auf einen Höchstwert von 123.070 Kilowattstunden 2022 und beträgt 2025 insgesamt 112.940 Kilowattstunden
Quelle: ZDF

Durch die im Zeitraum von Herbst 2022 bis April 2023 umgesetzten Energiesparmaßnahmen zur Reduzierung des Fernwärmebezugs gelang es, die Verbräuche gegenüber dem vorangegangenen Winter um nahezu 46 Prozent zu senken. In diesem Zeitraum wurden rund 19.000.000 kWh (19 GWh) Fernwärmeenergie eingespart. Dieser deutliche Rückgang ist insbesondere auf die umfangreichen und kurzfristig eingeführten Maßnahmen im Rahmen der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung (Notfallplan Gas) zurückzuführen. Dazu zählten unter anderem der Verzicht auf die Aktivierung der Dampferzeugung, die Erhöhung des Umluftanteils auf die jeweils vorgesehenen Auslegungswerte sowie die Absenkung der Raumtemperaturen auf 19 Grad Celsius.

Auch nach Aufhebung der Verordnungsvorgaben im April 2023 können wesentliche Bestandteile dieser Maßnahmen, angepasst an den regulären Komfortbetrieb, fortgeführt werden. Die Erfahrungen aus der Energiesparverordnung 2023 verdeutlichen das erhebliche Energieeinsparpotenzial, das durch eine saisonal optimierte Betriebsweise der Gebäudetechnik dauerhaft aktiviert werden kann. Energieeffizienz bleibt damit ein zentraler Baustein zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele des ZDF.

Leistungsindikator GRI SRS-303-3: Wasserentnahme
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamte Wasserentnahme aus allen Bereichen in Megalitern sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser,
ii. Grundwasser,
iii. Meerwasser,
iv. produziertes Wasser,
v. Wasser von Dritten.

b. Gesamte Wasserentnahme in Megalitern aus allen Bereichen mit Wasserstress sowie eine Aufschlüsselung der Gesamtmenge nach den folgenden Quellen (falls zutreffend):
i. Oberflächenwasser,
ii. Grundwasser,
iii. Meerwasser,
iv. produziertes Wasser,
v. Wasser von Dritten sowie eine Aufschlüsselung des Gesamtvolumens nach den in i-iv aufgeführten Entnahmequellen.

c. Eine Aufschlüsselung der gesamten Wasserentnahme aus jeder der in den Angaben 303-3-a und 303-3-b aufgeführten Quellen in Megalitern nach den folgenden Kategorien:
i. Süßwasser (≤1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (Total Dissolved Solids (TDS))),
ii. anderes Wasser (>1000 mg/l Filtrattrockenrückstand (TDS)).

d. Gegebenenfalls erforderlicher Kontext dazu, wie die Daten zusammengestellt wurden, z. B. Standards, Methoden und Annahmen.

ZDF-Gesamtwasserentnahme am Standort Mainz

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Balkendiagramm zur Wasserentnahme und Abwassermenge des ZDF am Standort Mainz von 2016 bis 2025, angegeben in Megalitern. Die gesamte Wasserentnahme aus Stadt- und Brunnenwasser sinkt von 83,367 Megalitern im Jahr 2016 auf 45,425 Megaliter 2025. Der Stadtwasserbezug liegt 2016 bei 27,369 Megalitern, erreicht 2023 mit 18,707 Megalitern seinen niedrigsten Wert und steigt bis 2025 auf 24,781 Megaliter. Der Anteil des Brunnenwassers geht im betrachteten Zeitraum deutlich zurück. Auch die Abwassermenge sinkt insgesamt von 78,904 Megalitern 2016 auf 53,396 Megaliter 2025, steigt nach ihrem Tiefstand von 50,643 Megalitern im Jahr 2023 jedoch leicht an
Quelle: ZDF

Wasserstress
Das Trinkwasser für den Mainzer Stadtteil Lerchenberg stammt aus den Wasserwerken Eich, Hof Schönau und Petersaue, die durch die Mainzer Netze GmbH betrieben werden. Diese Werke gewinnen das Wasser aus Grundwasser sowie aus Uferfiltrat des Rheins und bereiten es nach technischen Standards auf, bevor es in das städtische Versorgungsnetz eingespeist wird.

Für den Lerchenberg bedeutet dies eine stabile Versorgung, die auch bei Spitzenbedarfen gesichert ist. Dies liegt unter anderem an vorhandenen Wasservorräten in Hochbehältern, auf die zurückgegriffen werden kann, wenn der Bedarf kurzfristig steigt. Ein akuter Wasserstress im Sinne eines Versorgungsmangels besteht nicht. Die Wasserqualität wird fortlaufend überwacht und regelmäßig durch Routine- und Sonderuntersuchungen geprüft. Alle Werte liegen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten und bestätigen die hohe Qualität des Mainzer Trinkwassers. Auf dem Lerchenberg liegt die Wasserhärte mit ca. 18 Grad deutscher Härte im harten Bereich.

Laut der Water Risk Atlas Aqueduct 4.0 Klassifikation befindet sich der ZDF Hauptstandort in einem "low stress level". Das Merkmal "Overall Water Risk" misst alle wasserbezogenen Risiken, indem es alle ausgewählten Indikatoren aus den Kategorien "Physische Menge", "Qualität" und "Regulatorisches und Reputationsrisiko" zusammenfasst.

Leistungsindikator GRI SRS-306-3 (2020): Angefallener Abfall
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtgewicht des anfallenden Abfalls in metrischen Tonnen sowie eine Aufschlüsselung dieser Summe nach Zusammensetzung des Abfalls.

b. Kontextbezogene Informationen, die für das Verständnis der Daten und der Art, wie die Daten zusammengestellt wurden, erforderlich sind.

ZDF Abfallaufkommen Standort Mainz
Die Vermeidung und Reduzierung von Abfällen hat für das ZDF Priorität. Unser Ziel ist es, durch effizientere Prozesse Abfallaufkommen zu verringern und die Recyclingquote zu steigern.

Im Berichtsjahr 2025 betrug das gesamte Abfallaufkommen 895 Tonnen. Davon wurden 709 Tonnen recycelt (79,2 Prozent), 178 Tonnen (19,9 Prozent) dienen als Brennstoff zur Energieerzeugung und 8 Tonnen (0,9 Prozent) wurden deponiert.

Im Berichtsjahr 2024 betrug das gesamte Abfallaufkommen 632 Tonnen. Davon wurden 496 Tonnen recycelt (78,4 Prozent), 133 Tonnen (21,1 Prozent) dienen als Brennstoff zur Energieerzeugung und 3 Tonnen (0,5 Prozent) wurden deponiert.

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Balkendiagramm zu den Abfallarten des ZDF von 2016 bis 2025, angegeben in Tonnen und unterteilt nach gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen sowie Beseitigung und Verwertung. Den größten Anteil bildet durchgehend der nicht gefährliche Abfall zur Verwertung. Dessen Menge steigt von 615,919 Tonnen im Jahr 2016 auf 819,016 Tonnen 2025 und erreicht damit den Höchstwert des Zeitraums. Der gefährliche Abfall zur Verwertung schwankt zwischen 41,601 Tonnen 2022 und 80,191 Tonnen 2019; 2025 beträgt er 68,099 Tonnen. Zur Beseitigung fallen 2025 insgesamt 7,794 Tonnen gefährliche Abfälle an. Für nicht gefährliche Abfälle zur Beseitigung sind ab 2024 keine Mengen ausgewiesen. Quelle sind die Abfallbilanzen der Entsorgungsdienstleister
Quelle: ZDF

Insgesamt sind auf der Baustelle Neubau Bürogebäude Süd im Jahr 2025 zusätzlich 135 Tonnen nicht gefährlicher Abfälle und 11 Tonnen gefährlicher Abfälle angefallen, die durch die Baudienstleister fachgerecht entsorgt wurden.

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Zwei Tabellen vergleichen die Abfallbilanzen des Baudienstleisters beim Neubau des Bürogebäudes Süd in den Jahren 2024 und 2025. Die Gesamtmenge sank von 294,070 Tonnen im Jahr 2024 auf 145,760 Tonnen 2025. Den größten Anteil bildeten 2024 Holz mit 110,950 Tonnen sowie zwei Arten unbelasteter Erdaushub-Bauschutt-Gemische mit 84,360 und 55,230 Tonnen. Im Jahr 2025 waren gemischte Bau- und Abbruchabfälle zur Verwertung mit 39,800 Tonnen, behandeltes Altholz mit 24,900 Tonnen und Holzverpackungen mit 17,600 Tonnen die größten Positionen. Nahezu alle aufgeführten Abfälle sind als nicht gefährlich eingestuft. Eine 2025 ausgewiesene Menge von 2,870 Tonnen Glas, Kunststoff und Holz enthält gefährliche Stoffe oder ist damit verunreinigt. Quelle sind die Abfallbilanzen des Baulogistik-Unternehmens
Quelle: ZDF

Insgesamt sind auf der Baustelle Neubau Bürogebäude Süd im Jahr 2024 zusätzlich 294 Tonnen nicht gefährlicher Abfälle angefallen, die durch die Baudienstleister fachgerecht entsorgt wurden.

DNK-Kriterium 13

Das Unternehmen legt die Treibhausgas (THG)-Emissionen entsprechend dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol oder darauf basierenden Standards offen und gibt seine selbst gesetzten Ziele zur Reduktion der Emissionen an.

Klimarelevante Emissionen

Ziel des ZDF ist eine konsequente und messbare Reduktion klimarelevanter Emissionen auf Unternehmensebene. Während privatwirtschaftliche Unternehmen oder andere Institutionen und Organisationen dieses Ziel derzeit häufig auch durch entsprechende Kompensationszahlungen erreichen, ist dies dem ZDF – abgesehen von der umstrittenen Einordnung solcher Kompensationszahlungen (Greenwashing) – aufgrund seiner öffentlich-rechtlichen Finanzierung durch Rundfunkbeiträge derzeit rechtlich nicht möglich. Umso entscheidender ist die weitere Reduzierung von Treibhausgasen aufbauend auf den bereits in den letzten Jahren eingeleiteten Weichenstellungen wie der Umstellung auf Ökostrom.

Emissionsquellen und Herausforderungen bei klimarelevanten Emissionen

Aktivitäten des ZDF führen zu direkten Emissionen (Scope 1), die z. B. durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen freigesetzt werden. Außerdem entstehen indirekte Emissionen aus dem Verbrauch von Sekundärenergieträgern (Scope 2), wie beim Stromverbrauch. Weitere indirekte Emissionen (Scope 3) fallen im vor- und nachgelagerten Geschäftsbetrieb an.

Ziele, Strategien und Maßnahmen
Das ZDF konzentriert sich sowohl auf die Verringerung des Product Carbon Footprint (vgl. dazu ausführlich die Kriterien 4 "Tiefe der Wertschöpfungskette" und 10 "Innovations- und Produktmanagement") durch eine Ausweitung klima- und ressourcenschonender Produktionen als auch auf die Verbesserung des Corporate Carbon Footprints (vgl. auch dazu die Kriterien 4 "Tiefe der Wertschöpfungskette" und 10 "Innovations- und Produktmanagement").

Wichtige strategische Bausteine mit Blick auf die Verringerung klimarelevanter Emissionen im Jahr 2025 war die intensive Fortführung der Aktivitäten im Sinne der Erhöhung eines Anteils grüner Produktionen ("Green Production") nach den relevanten Branchenstandards. Beim Corporate Carbon Footprint ist festzuhalten, dass man hier zweckmäßigerweise für das ZDF den operativen Kontrollansatz als Bilanzierungsansatz heranziehen sollte. Beim Screening der THG-Emissionen wurden als Emissionsschwerpunkte innerhalb der Wertschöpfungskette insbesondere Scope-3-Emissionen konstatiert.

Direkte Emissionen sind quantitativ von untergeordneter Bedeutung (vgl. dazu die Klimabilanz beim entsprechenden Leistungsindikator). Bei den indirekten Emissionen aus bereitgestellter Energie hat das ZDF in den vergangenen Jahren durch den Bezug von Ökostrom und Fernwärme bereits die größten Optimierungspotenziale gehoben. Eine Konzentration auf die 15 Scope-3-Emissionskategorien mit Blick auf die Kriterien "Relevanz", "Kontrolle", "Beinflussbarkeit", "Vermeidungspotential", "Datenverfügbarkeit" und "Bezug zu Kerngeschäft" wurde im Jahr 2024 die Qualität der Analyse verbessert. Daraus abgeleitet wird angestrebt für die zukünftige Klimabilanzierung gemäß GHG-Standard den Kreis der in Scope 3 erfassten klimarelevanten Emissionen auszuweiten und auf dieser Grundlage Prioritäten für weitergehende Ziele, Strategien und Maßnahmen zu bestimmen.

Hinsichtlich der Konkretisierung von Mengen- und Zeitangaben sind aufgrund der für die kommende Berichtsperiode geplanten Konzentration auf Scope-3-Kategorien und vor dem Hintergrund der quantitativ wenig bedeutsamen Scope-1-Emissionen sowie der bereits weitgehend ausgeschöpften Potenziale im Scope-2-Bereich quantitativ operationalisierbare und belastbare Ziele für das Kriterium "Klimarelevante Emissionen" erst für die kommenden Berichtsperioden geplant. Der Schwerpunkt der kurz- und mittelfristigen Zielplanung liegt zunächst auf der Verbesserung der Qualität der Datenerfassung.

Nachhaltigeres Streaming

Die Nutzung von ZDF-Inhalten über verschiedene Empfangsgeräte (lineares TV, Smart-TV, Smartphone, Web etc.) ist aufgrund des damit verbundenen Energiebedarfs vor allem für die Scope-3-Emissionen des ZDF relevant (Scope 3.11: "Nutzung verkaufter Güter"). Diese lassen sich durch das ZDF nicht unmittelbar steuern, sind aber in einem gewissen Rahmen gestaltbar, und das ZDF verfolgt aktiv Ansätze, sie zu reduzieren. Die aktuelle Daten- und Studienlage zeigt, dass vor allem die Größe des Empfangsgeräts sowie die eingestellte Helligkeit Auswirkungen auf den Energieverbrauch beim Videokonsum haben. Die größten Einsparpotenziale auf der Nutzerseite liegen in der Aktivierung des TV-eigenen ECO-Modus. Um die Handlungsbereitschaft in der Bevölkerung besser einschätzen zu können, hat das ZDF in einer großen "Mitreden"-Umfrage, an der über 24.000 Personen in Deutschland teilgenommen haben, Erwartungshaltung und Handlungsbereitschaft hinsichtlich nachhaltigerem Streaming erhoben. Die Ergebnisse dieser nicht repräsentativen Umfrage sind eindeutig: 57 Prozent der Befragten halten eine Einstellungsoption "reduzierter Stromverbrauch" im ZDF-Streaming-Portal für sinnvoll, 55 Prozent wünschen sich mehr Hinweise vom ZDF für energiesparenderes Streaming, und 77 Prozent wünschen sich, dass das ZDF insgesamt möglichst energiesparend arbeitet.

Basierend auf diesen Umfrageergebnissen sowie auf ersten Erkenntnissen des Green-Streaming-Projekts (green-streaming.de), an dem das ZDF als Projektpartner beteiligt ist, wurden konkrete Maßnahmen umgesetzt: Das ZDF hat im Streaming-Portal Einstellungsoptionen mit Einfluss auf den Stromverbrauch des Endgeräts geschaffen und entsprechend kenntlich gemacht. Auf TV-Geräten wird zudem im Player und in den Einstellungen aktiv das Streaming im ECO-Modus empfohlen. Weitere Maßnahmen sind derzeit in Abstimmung.

Darüber hinaus wirken sich auch die eigenen technischen Entscheidungen des ZDF auf die Emissionen der Nutzerseite aus. Mit dem 2025 eingeführten neuen ZDF-Streaming-Portal, das die ZDFmediathek ablöst, wurde die technische Architektur grundlegend überarbeitet: Veralteter Code wurde entfernt, die Architektur verschlankt und der Datendurchsatz optimiert. Geplante Maßnahmen wie die Umstellung auf ein moderneres, weniger datenintensives Vorschaubildformat sowie die Einführung eines stromeffizienteren Videoformats werden die durch die Nutzung verursachten Emissionen weiter reduzieren.

Aufgrund der großen Varianz der möglichen Empfangsgeräte ist eine Messung oder Abschätzung der Gesamtemissionen der ZDF-Streaming-Portal-Nutzung komplex. Eine belastbarere Datengrundlage, die eine solche Hochrechnung ermöglichen kann, ist nach Abschluss des Green-Streaming-Projekts zu erwarten. Das ZDF wird die Ergebnisse nutzen, um die eigene Klimabilanz im Bereich Streaming künftig präziser ausweisen zu können.

Zielerreichung und Bezugsgrößen
Detaillierte Bezugsgrößen, Werte und Entwicklungen zu den THG-Emissionen werden in den Klimabilanzen für die Jahre 2024 und 2025 in den hier relevanten Leistungsindikatoren dargestellt. Die Einteilung nach Scope 1, 2, und 3 erfolgt gemäß dem Greenhouse Gas Protocol (GHG). Die Scope 3-Emissionen werden im Bezugsjahr 2025 nur teilweise ermittelt. Genaue Daten, die sämtliche Emissionen lückenlos abbilden, werden derzeit noch nicht vollständig erfasst.

Für ein Medienunternehmen wie das ZDF mit seiner Planung und Produktion immaterieller Güter und digitaler Inhalte entstehen keine signifikanten Emissionen von Treibhausgasen nach Scope 1. Bei Scope 2 ist hervorzuheben, dass das ZDF hier aufgrund des Bezugs von Fernwärme und Ökostrom bereits weitgehend klimarelevante Emissionen vermeidet. Auch kann für Scope 2 bei der indirekten Freisetzung klimaschädlicher Gase nur ein äußerst geringer Impact konstatiert werden. Die sonstigen indirekten THG-Emissionen (Scope 3) sind in der Klimabilanz ausgewiesen. Bei der Programmproduktion fokussiert sich das ZDF weiterhin auf eine Ausweitung nachhaltiger Produktionen, die den mit klaren Kriterien und konkreten KPIs hinterlegten, ökologischen Standards für deutsche Kino-, TV- und Online/VoD-Produktionen entsprechen.

Konkrete Bezugs- und Messgrößen sowie Änderungen der Emissionsvolumina sind den folgenden Leistungsindikatoren zu Kriterium 13 zu entnehmen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 13

Leistungsindikator GRI SRS-305-1 (siehe GH-EN15):
Direkte THG-Emissionen (Scope 1)

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen (Scope 1) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl,
ii. der Emissionen im Basisjahr,
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potenzial, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendetes Rechenprogramm.

Verflüchtigung von Kältemitteln (Leckagen)
Die Gebäude der Liegenschaften in Mainz sind mit einer Vielzahl von unterschiedlichen RLT-Anlagen ausgestattet. Die Anlagen erbringen einerseits atemlufthygienische und klimatische Bedingungen für Bereiche mit Personen, andererseits garantieren sie die erforderlichen Raumbedingungen in technischen Betriebsräumen.

Im Werkstattgebäude befindet sich die zentrale Kälteversorgung bestehend aus vier Turboverdichtern und Rückkühleinrichtungen für die Komfortkälte (Gebäudeklimatisierung und Gestellkühlung im Haustechnikgebäude). Die Vor- und Rücklauftemperaturen betragen 6 bis 12 Grad Celsius. Die Kälteversorgung bzw. freie Kühlung wurde in den Jahren 2000/2004 erneuert. Die Nennleistung für die Kälteerzeugung liegt bei ca. 15MWKL. Zur Kühlung von Fernseh- und IT-Technik im Sendebetriebsgebäude stehen drei hocheffiziente Kältemaschinen mit je ca. 900 kWth sowie vier freie Kühlungen mit je 675 kWth aus dem Jahr 2014 zur Verfügung. Die Kälteversorgung der Kasino GmbH umfasst fünf Verbundkälteanlagen, einen Tiefkühlraum und zwei Schockkühler, die für den Betrieb der Großküche und des SB-Shops benötigt werden.

Im Rahmen der beiden Neubauprojekte erfolgte eine energetische Bewertung und Zertifizierung des Komfortkältenetzes am Standort Sendezentrum 1. Die bereitgestellte Kälte, die zur Klimatisierung der Gebäude genutzt wird, weist nach AGFW FW 309 1 einen Primärenergiefaktor von 0,53 auf. Zudem beträgt der Anteil erneuerbarer Energien im Kälteversorgungssystem 74,8 Prozent. Diese Kennwerte unterstreichen die energieeffiziente Ausrichtung der Kälteinfrastruktur. Die Bescheinigung aus dem Jahr 2025 liegt vor und ist bis 2035 gültig.

Die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben für Kontrollprüfungen an Kälteanlagen besitzt im ZDF eine hohe Priorität. Sämtliche Prüfungen nach Abdichtungsreparaturen erfolgen innerhalb der vorgegebenen Zeitspanne und die Intervalle der regelmäßigen Dichtigkeitsprüfungen sind vollständig an die geltende Gesetzgebung angepasst. Für die zentrale Kälteversorgung steht ein Gaswarnsystem zur Verfügung, das eine zuverlässige Leckageortung ermöglicht. Die Klein-Kälteanlagen der Kasino GmbH sind derzeit nicht mit einer solchen Überwachungstechnologie ausgestattet.

Die aktuelle F-Gase-Verordnung aus dem Jahr 2024 definiert verschiedene Verwendungs- und Inbetriebnahmeverbote, die sich am Treibhauspotenzial des eingesetzten Kältemittels orientieren. Seit 2025 gilt für Bestandskälteanlagen ein zulässiger Höchstwert des Treibhauspotenzials von 2500. Die betroffene Verbundanlage, die aktuell noch mit dem Kältemittel R404A mit einem GWP-Wert von 3922 betrieben wird, wird bei einer notwendigen Reparatur auf ein alternatives und emissionsärmeres Kältemittel umgestellt.

Regelmäßige Leckageprüfungen und eine sorgfältige Wartung der Kühl- und Klimaanlagen stellen den effizienten und umweltverträglichen Betrieb sicher und gewährleisten die Einhaltung aller relevanten Umweltstandards. Maßnahmen zur Leckageprävention, der konsequente Einsatz von Kältemitteln mit geringerem Treibhauspotenzial sowie die kontinuierliche Qualifizierung des technischen Fachpersonals tragen zur Reduzierung von Emissionen bei.

Verflüchtigungen von Kältemitteln sind ein wesentlicher Bestandteil von Nachhaltigkeitsberichten, insbesondere im Rahmen der THG-Bilanzierung Scope 1. Aufgrund des hohen Treibhauspotenzials vieler fluorierter Gase haben Kältemittelverluste einen überproportionalen Einfluss auf die Umweltbilanz. Emissionen durch Verflüchtigungen resultieren im ZDF aus unbeabsichtigten Freisetzungen. Die ungewollten Freisetzungen können in einem geschlossenen System durch Leckagen, also Kältemittelverlusten bei technischen Defekten, vorkommen.

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Tabelle zu den Kältemittelverlusten des ZDF von 2022 bis 2025 und den daraus resultierenden Treibhausgasemissionen. Im Jahr 2022 verflüchtigten sich 172,5 Kilogramm R448A, entsprechend 239,26 Tonnen CO₂-Äquivalenten. 2023 waren es 75 Kilogramm R134A und 85,6 Kilogramm R448A mit insgesamt 225,98 Tonnen CO₂-Äquivalenten. 2024 stiegen die Verluste auf 340,5 Kilogramm R134A, 75 Kilogramm R448A und 1,5 Kilogramm R404A; daraus entstanden 596,82 Tonnen CO₂-Äquivalente. Im Jahr 2025 wurden 322 Kilogramm R134A und 46 Kilogramm R448A freigesetzt, entsprechend 524,26 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Die Mengen basieren auf Wartungs- und Prüfprotokollen; die Emissionsfaktoren stammen vom Umweltbundesamt
Quelle: ZDF

Leistungsindikator GRI SRS-305-2:
Indirekte energiebezogenen THG-Emissionen (Scope 2)

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen der indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

b. Gegebenenfalls das Bruttovolumen der marktbasierten indirekten energiebedingten THG-Emissionen (Scope 2) in Tonnen CO2-Äquivalent.

c. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

d. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl,
ii. der Emissionen im Basisjahr,
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

e. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potenzial, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

f. Konsolidierungsansatz für Emissionen; ob Equity-Share-Ansatz, finanzielle oder operative Kontrolle. g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Leistungsindikator GRI SRS-305-3:
Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3)

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Bruttovolumen sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3) in Tonnen CO2-Äquivalenten.

b. Gegebenenfalls die in die Berechnung einbezogenen Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Biogene CO2 -Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent.

d. Kategorien und Aktivitäten bezüglich sonstiger indirekter THG-Emissionen (Scope 3), die in die Berechnung einbezogen wurden.

e. Das gegebenenfalls für die Berechnung gewählte Basisjahr, einschließlich:
i. der Begründung für diese Wahl,
ii. der Emissionen im Basisjahr,
iii. des Kontextes für alle signifikanten Veränderungen bei den Emissionen, die zur Neuberechnung der Basisjahr-Emissionen geführt haben.

f. Quelle der Emissionsfaktoren und der verwendeten Werte für das globale Erwärmungspotenzial (Global Warming Potenzial, GWP) oder einen Verweis auf die GWP-Quelle.

g. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Treibhausgasemissionen der Jahre 2025 und 2024
Die nachfolgenden Übersichten zum Corporate Carbon Footprint (CCF) geben die Treibhausgasemissionen des ZDF in CO₂-Äquivalenten für den aktuellen Berichtszeitraum der Jahre 2025 und 2024 an.

Grundlage der Berechnung bildet das Greenhouse Gas Protocol (GHG). Das Greenhouse Gas Protocol ist international der am weitesten verbreitete und anerkannte Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen. Es definiert die Grundprinzipien der Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz und Genauigkeit und lehnt sich dabei an Prinzipien finanzieller Rechnungslegung an. Weiterhin definiert das Greenhouse Gas Protocol Regeln zur organisatorischen Abgrenzung einer Treibhausgasbilanz und zur operativen Abgrenzung. Besonders relevant ist hier die Einteilung der Emissionen in drei Scopes: Während Scope 1 alle direkt selbst durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugten Emissionen umfasst, umfasst Scope 2 Emissionen, die mit eingekaufter Energie (z. B. Elektrizität, Fernwärme) verbunden sind. Scope 3 wiederum umfasst die Emissionen aus durch Dritte erbrachte Dienstleistungen und erworbenen Vorleistungen. Bei der Ermittlung der Emissionen werden die entstandenen Mengen an Treibhausgasen ermittelt. Um die Komplexität zu reduzieren, werden die Wirkungen der unterschiedlichen Gase in Abhängigkeit von ihrer schädigenden Klimawirkung in CO₂-Äquivalente (CO₂e) bzw. GWP umgerechnet.

Die detaillierten Werte zu den Treibhausgasemissionen werden in den folgenden Tabellen für die Berichtsjahre 2025 und 2024 übersichtlich und vergleichbar dargestellt. Sie beziehen sich jeweils auf die relevanten Leistungsindikatoren der Scopes 1 bis 3 und ermöglichen damit eine transparente Einordnung der direkten und indirekten Emissionsquellen. Während die Datenbasis für die Scopes 1 und 2 bereits vollständig und belastbar für die festgelegte organisatorische Bilanzgrenze vorliegt, befindet sich die Erfassung der Emissionen im Scope 3 weiterhin im Aufbau. An mehreren Stellen können derzeit nur Teilbereiche abgebildet werden. Eine vollständigere und verbesserte Datenerhebung befindet sich derzeit noch im Aufbau. Die Qualität und Tiefe der verfügbaren Informationen wird schrittweise erweitert und in den kommenden Berichtsjahren weiter verbessert. Dies betrifft unter anderem Bereiche wie das ZDF-Streaming-Portal, das innerhalb des Kriteriums 12 zum Ressourcenmanagement näher erläutert wird.

Die Emissionsfaktoren basieren auf den Datengrundlagen verschiedener Quellen, die in der folgenden Übersicht detailliert aufgeführt sind. Die Quellen der Emissionsfaktoren für CO₂-Äquivalente bzw. GWP wurden für den aktuellen Berichtszeitraum vollständig aktualisiert und auf Basis neuer Recherchen angepasst.

Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Tabelle zu den Treibhausgasemissionen des ZDF im Jahr 2025 nach Scope 1 bis 3. Die bilanzierten Gesamtemissionen betragen 8.917,10 Tonnen CO₂-Äquivalente. Größte Emissionsquelle ist die Fernwärme mit 4.622,13 Tonnen beziehungsweise 51,8 Prozent, gefolgt von Dienstreisen mit 2.707,77 Tonnen beziehungsweise 30,4 Prozent. Davon entfallen 2.275,52 Tonnen auf Flugreisen und 432,25 Tonnen auf Fahrten mit privaten Pkw; für Bahnreisen werden keine Emissionen ausgewiesen. Weitere Quellen sind der Unternehmensfuhrpark mit 678,81 Tonnen, Kältemittelverluste mit 524,26 Tonnen und Abfall mit 328,11 Tonnen. Geringere Anteile entstehen durch eine dieselbetriebene Netzersatzanlage, Wasser und Abwasser sowie selbst erzeugten Solarstrom. Für Ökostrom und externen Autoladestrom werden keine Emissionen angesetzt. Zusätzlich weist die Tabelle für den deutschen Strommix rechnerisch 12.269,74 Tonnen CO₂-Äquivalente aus; dieser Wert ist nicht Bestandteil der angegebenen Gesamtsumme
Quelle: ZDF
Grafik DNK-Entsprechenserklärung: Tabelle zu den Treibhausgasemissionen des ZDF im Jahr 2024 nach Scope 1 bis 3. Die bilanzierten Gesamtemissionen betragen 8.879,35 Tonnen CO₂-Äquivalente. Größte Emissionsquelle ist die Fernwärme mit 4.670,67 Tonnen beziehungsweise 52,6 Prozent, gefolgt von Dienstreisen mit 2.558,52 Tonnen beziehungsweise 28,8 Prozent. Davon entfallen 2.099,16 Tonnen auf Flugreisen und 459,36 Tonnen auf Fahrten mit privaten Pkw; für Bahnreisen werden keine Emissionen ausgewiesen. Weitere Quellen sind der Unternehmensfuhrpark mit 739,34 Tonnen, Kältemittelverluste mit 596,82 Tonnen und Abfall mit 274,76 Tonnen. Geringere Anteile entstehen durch Wasser und Abwasser, eine dieselbetriebene Netzersatzanlage sowie selbst erzeugten Solarstrom. Für Ökostrom und externen Autoladestrom werden keine Emissionen angesetzt. Zusätzlich weist die Tabelle für den deutschen Strommix rechnerisch 12.191,69 Tonnen CO₂-Äquivalente aus; dieser Wert ist nicht Bestandteil der angegebenen Gesamtsumme
Quelle: ZDF
Grafik DNK-Entsrpechenserklärung: Tabelle zu Verfahren, Datenquellen und Emissionsfaktoren der ZDF-Treibhausgasbilanz, gegliedert nach Scope 1 bis 3. In Scope 1 werden der Unternehmensfuhrpark und die Netzersatzanlage anhand von Tank- und Verbrauchsdaten erfasst; Kältemittelverluste basieren auf Prüfprotokollen. Scope 2 umfasst gemessene und abgerechnete Verbräuche für Fernwärme, Ökostrom, den Deutschland-Strommix und selbst erzeugten Solarstrom. In Scope 3 werden Abfallbilanzen, Wasser- und Abwassermengen sowie die Personenkilometer von Flug-, Bahn- und Pkw-Dienstreisen ausgewertet. Die Emissionsfaktoren stammen überwiegend aus Veröffentlichungen des Umweltbundesamtes; ergänzend werden Angaben von Energieversorgern, Entsorgungsdienstleistern und der Deutschen Bahn verwendet. Bezugsjahre und Emissionsfaktoren sind für jede Quelle einzeln ausgewiesen
Quelle: ZDF

Positive Entwicklung des Corporate Carbon Footprint im ZDF
Die Entwicklung der Treibhausgasemissionen im ZDF zeigt seit Beginn der systematisch vergleichbaren Datenerhebung insgesamt eine deutliche Reduzierung gegenüber dem Ausgangsniveau. Nach einer Verringerung der Emissionen in den Jahren 2023 und 2024 blieb das Emissionsniveau im Jahr 2025 weitgehend stabil.

Grafik DNK-Entsrepchenserklärung: Tabelle zur Entwicklung der gesamten Treibhausgasemissionen des ZDF von 2022 bis 2025, angegeben in Tonnen CO₂-Äquivalenten. Die Emissionen sinken von 11.447,90 Tonnen im Jahr 2022 auf 9.168,38 Tonnen 2023 und erreichen 2024 mit 8.879,35 Tonnen den niedrigsten Wert. Im Jahr 2025 steigen sie leicht auf 8.917,10 Tonnen. Insgesamt liegen die Treibhausgasemissionen 2025 rund 22 Prozent unter dem Niveau von 2022
Quelle: ZDF

Mit 8.917 Tonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2025 bewegt sich das Emissionsniveau weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als zu Beginn des Betrachtungszeitraums, wenngleich gegenüber dem Vorjahr ein leichte Zunahme von 0,43 Prozent zu verzeichnen ist.

Der Anstieg der Treibhausgasemissionen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf ein höheres Flugaufkommen, ein gestiegenes Abfallaufkommen sowie erhöhte Dieselverbräuche im Bereich der Notstromversorgung zurückzuführen. Das Flugvolumen stieg von 6,95 Millionen auf 7,53 Millionen Flugkilometer. Aufgrund der Anforderungen der nationalen und internationalen Berichterstattung bestehen hier nur begrenzte Einflussmöglichkeiten. Gleichzeitig erhöhte sich das Abfallaufkommen von 632 auf 895 Tonnen, wobei die Ursachen derzeit nicht eindeutig bestimmt werden können. Darüber hinaus stieg der Dieselverbrauch der Notstromversorgung im Rahmen der zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft notwendigen Probeläufe von 4.162 Litern auf 9.958 Liter.

Insgesamt verdeutlicht die Entwicklung, dass die im Rahmen der Klimaschutzstrategie umgesetzten Maßnahmen zu einer deutlichen Minderung der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr beigetragen haben. Die Ergebnisse der Jahre 2024 und 2025 zeigen zugleich, dass die weitere Reduktion von Emissionen zunehmend von den jeweiligen Rahmenbedingungen und strukturellen Einflussfaktoren abhängt. Das ZDF verfolgt weiterhin das Ziel, seine Emissionen schrittweise zu reduzieren und den Transformationsprozess hin zu einer klimaverträglicheren Betriebsführung konsequent fortzuführen.

Die Emissionsdaten der Jahre 2018 bis 2021 wurden aufgrund unterschiedlicher Systematiken und abweichender Datengrundlagen nicht in die Vergleichsreihe aufgenommen. Da diese Werte methodisch nicht mit den späteren Berichtsjahren vereinbar sind, ermöglichen sie keine belastbare Aussage zur langfristigen Entwicklung. Erst mit der Vereinheitlichung der Datenerhebung ab 2022 ist ein transparenter und konsistenter Überblick über die Fortschritte bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen möglich.

Leistungsindikator GRI SRS-305-5:
Senkung der THG-Emissionen

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Umfang der Senkung der THG-Emissionen, die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung ist, in Tonnen CO2 Äquivalenten.

b. In die Berechnung einbezogene Gase; entweder CO2, CH4, N2O, FKW, PFKW, SF6, NF3 oder alle.

c. Basisjahr oder Basis/Referenz, einschließlich der Begründung für diese Wahl.

d. Kategorien (Scopes), in denen die Senkung erfolgt ist; ob bei direkten (Scope 1), indirekten energiebedingten (Scope 2) und/oder sonstigen indirekten (Scope 3) THG-Emissionen.

e. Verwendete Standards, Methodiken, Annahmen und/oder verwendete Rechenprogramme.

Die Senkung der THG-Emissionen wird im ZDF zukünftig in Form des Corporate Climate Handprint (CCH) nach KlimAktiv ausgewiesen. Der CCH ist das Pendant zum CCF. Der CCH des ZDF wächst mit den positiven Wirkungen und nachhaltigen Maßnahmen/Produkten auf das Klima stetig an. Referenzjahr ist hier das erste Berichtsjahr mit DNK-Entsprechenserklärung 2016. Es werden derzeit keine vollständigen Daten zur Senkung der THG-Emissionen, die die direkte Folge von Initiativen zur Emissionssenkung sind, erhoben.

Initiativen zur Emissionssenkung

DNK-Entsprechenserklärung: Übersicht über zehn ZDF-Initiativen zur Emissionssenkung mit jährlichen Einsparungen von insgesamt rund 14.650 Tonnen CO₂-Äquivalenten. Den größten Beitrag leistet der seit 2019 vollständige Bezug von Ökostrom mit 12.270 Tonnen. Weitere Einsparungen entstehen durch Maßnahmen zur Wärmeeffizienz, darunter eine niedrigere Fernwärmetemperatur im Sommer mit 1.027 Tonnen, die Stilllegung von Dampferzeugern mit 300 Tonnen sowie optimierte Heizungsregelungen mit zusammen 284 Tonnen. Hinzu kommen Geothermie im Studio München-Unterföhring mit 350 Tonnen, Abfallrecycling mit 263 Tonnen, Energiemonitoring und Energieaudits mit 78 Tonnen, Elektro-Dienstfahrzeuge mit 42 Tonnen sowie Photovoltaik am Sendezentrum 1 in Mainz mit 36 Tonnen CO₂-Äquivalenten pro Jahr
Quelle: ZDF
DNK-Entsprechenserklärung: Fortsetzung der Übersicht zu ZDF-Initiativen zur Emissionssenkung. Quantifizierte jährliche Einsparungen entstehen durch energieeffiziente Beleuchtung im Redaktionsgebäude mit 35 Tonnen CO₂-Äquivalenten, energetische Verbesserungen in den Werkswohnungen 1 und 2 mit 35 Tonnen, Maßnahmen im Rahmen der Brandschutzsanierung des Hochhauses mit 11 Tonnen sowie die Rückgewinnung von Bremsenergie aus Aufzügen mit 10 Tonnen. Recyclingpapier spart jährlich 355.097 Kilowattstunden Strom, rund 1,57 Millionen Liter Wasser und 86.593 Kilogramm Holz sowie 3 Tonnen CO₂-Äquivalente ein. Eine Mitfahr-App vermeidet weitere 2 Tonnen. Für geplante oder technisch nicht bezifferbare Maßnahmen – darunter die Optimierung von Fernwärme, Zu- und Abluft, Kälteversorgung, Kältemaschinen und Anlagenbetrieb – werden keine konkreten Einsparwerte genannt. Zusammen mit den zuvor dargestellten Initiativen belaufen sich die jährlichen Einsparungen auf insgesamt 14.746 Tonnen CO₂-Äquivalente
Quelle: ZDF

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