DNK-Entsprechenserklärung Bereich "Gesellschaft"

DNK-Entsprechenserklärung:Bereich "Gesellschaft"

Der Bereich "Gesellschaft" der ZDF-Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

DNK-Kriterium 14

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Arbeitnehmerrechte

Einhaltung von Arbeitnehmerrechten und Beteiligung von Mitarbeitenden

Zielsetzung
Die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte ist im ZDF umfänglich gewährleistet. Die Wahrung der Arbeitnehmerrechte ist für das ZDF als öffentlich-rechtliches Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Gemäß den Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes von Rheinland-Pfalz ist über den Personalrat der Zentrale aber auch über die Personalräte der Landesstudios und die Jugend- und Auszubildendenvertretung die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet.

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Ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, zählt zu den Strategiezielen des ZDF. Eine moderne Unternehmenskultur zu etablieren, die von gegenseitiger Wert schätzung, Offenheit, Teamfähigkeit sowie Veränderungsbereitschaft geprägt ist, ist Teil der unternehmerischen Leitlinien. Dazu zählen eine moderne Gestaltung der Arbeitswelt, eine umfassende interne Kommunikation, die Partizipation der Mitarbeitenden, eine gute Zusammenarbeit mit dem Personalrat und den im ZDF vertretenen Gewerkschaften, die Förderung von Kreativität und Innovation sowie die Schaffung neuer Anreize für die Mitarbeitenden in allen Bereichen. Das ZDF wird perspektivisch sein modernes Führungsverständnis weiter stärken, den begonnenen Kulturwandel vorantreiben und die Kompetenzen seiner Führungskräfte und Mitarbeitenden kontinuierlich weiterentwickeln. Ziel ist eine Kultur, in der Mitarbeitende ihre Potenziale entfalten und neue Herausforderungen annehmen können. Die Attraktivität als Arbeitgeber spiegelt sich auch in einer modernen Arbeitswelt wider und zeigt sich darin, dass Diversität Bestandteil der Unternehmenskultur ist.

Aufgrund der umfassenden Einhaltung national und international anerkannter Standards (wie beispielsweise die Zertifizierung nach dem Nationalen Leitfaden bzw. ILO-OSH 2001 durch die Berufsgenossenschaft im Arbeitsschutz) und gesetzlicher Vorgaben zu Arbeitnehmerrechten, nicht zuletzt vor dem Hintergrund seiner öffentlich-rechtlichen Verfasstheit und den damit verbundenen hohen Maßstäben, formuliert das ZDF hier bewusst keine quantitativen Ziele, sondern entwickelt die Umsetzung seines Anspruchs, ein attraktiver Arbeitgeber mit Blick auf Arbeitnehmerrechte zu sein, qualitativ weiter.

Strategien und konkrete Maßnahmen
Die Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat im ZDF einen hohen Stellenwert. Sie fördert die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen und seinen Zielen.

Die Mitbestimmung spielt dabei eine wichtige Rolle. Das ZDF arbeitet eng und vertrauensvoll mit den Personalräten als Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusammen. Über die gesetzliche Mitbestimmung hinaus ist der Personalrat in wichtige Entscheidungen frühzeitig eingebunden. Die Vertreterinnen und Vertreter sind in zahlreichen Gremien und Ausschüssen (z. B. Fernseh- und Verwaltungsrat, Fort- und Weiterbildungsausschuss, Arbeitsschutzausschuss, Suchtausschuss, Sozial- und Solidaritätsfonds u. a.) vertreten, um dort die Belange der Mitarbeitenden einzubringen. Darüber hinaus finden regelmäßige Gespräche (Vierteljahresgespräche) zwischen den Personalräten und der Geschäftsleitung statt.

Über die gesetzlichen Regelungen hinaus wurden zahlreiche Tarifverträge (TV) und Dienstvereinbarungen (DV) abgeschlossen. So z. B. der Manteltarifvertrag, der TV Vergütungsordnung, der TV Moderne Arbeit, Tarifverträge zur betrieblichen Altersversorgung, DV Betriebliches Eingliederungsmanagement, DV Fort- und Weiterbildung, Dienstvereinbarung Mitarbeitergespräch mit Zielvereinbarung, DV Leitordnung, DV zum Schutz vor sexueller Belästigung, Diskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz sowie zum Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz. Diese und zahlreiche weitere Vereinbarungen sichern den Mitarbeitenden sehr gute Arbeitsbedingungen, die weit über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehen. Mit den 2020 in Kraft getretenen Tarifverträgen zur Modernen Arbeit, insbesondere den Regelungen zur mobilen Arbeit, Telearbeit und der Etablierung von Servicezeiten, wurde ein wichtiger Schritt hin zu flexiblen und zeitgemäßen Arbeitsformen gegangen. Die Regelungen haben sich in der Praxis bewährt. Die Erfahrungen und Erkenntnisse mit neuen, hybriden Formen der Arbeit und deren Auswirkungen auf die Unternehmenskultur werden auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten wie im Tarifvertrag vorgesehen im Rahmen einer Evaluierung betrachtet werden.

Darüber hinaus haben die Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich mit Verbesserungsvorschlägen einzubringen oder sich in Fachgruppen zu engagieren.

Mitarbeiterbeteiligung und Arbeitsqualität: NewWork@ZDF
Die Einführung von New Work@ZDF ist von Beginn an als partizipativer Prozess angelegt. Führungskräfte und Mitarbeitende werden durch gezielte Informations- und Beteiligungsformate aktiv eingebunden. Diese Formate schaffen Raum für Dialog, fördern die gemeinsame Entwicklung von Lösungen und unterstützen kontinuierliches Lernen. Führungskräfte als Schlüsselakteure des Wandels erhalten zusätzliche Fortbildungsangebote.

Moderne Arbeitsmodelle wie Homeoffice und hybrides Arbeiten erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden und unterstützen eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben. Die Weiterentwicklung dieser Modelle sowie die Begleitung kultureller Veränderungen sind fester Bestandteil des Transformationsprozesses. Das interdisziplinär besetzte New Work Board stellt dabei die ganzheitliche Steuerung und Unterstützung des Prozesses sicher.

Vereinbarungen mit Verbänden der Filmschaffenden
Das ZDF befindet sich darüber hinaus in einem regen und kontinuierlichen Austausch mit zahlreichen Verbänden der Filmschaffenden, der eine unverzichtbare Basis für eine positive Gestaltung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit darstellt. Mit den Autorenverbänden DDV (Deutscher Drehbuch Verband) und VDB (Verband deutscher Bühnen- und Medienverlage), dem Bundesverband Regie (BVR), der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) bestehen "Gemeinsame Vergütungsregelungen", die durch die Festlegung von Vergütungsmodellen und -sätzen eine angemessene Bezahlung sicherstellen und in regelmäßigen Verhandlungsrunden evaluiert und angepasst werden. Das ZDF führt auch Gespräche mit der Allianz unabhängiger Filmdienstleister (AUF), dem Verband der Filmverleiher (VDF) und anderen Institutionen, um Themen der Branche zu diskutieren. Durch diese Vernetzung mit verschiedenen Stakeholdern im Markt können Themen wie die Altersversorgung von Filmschaffenden ("Limburger Lösung"), Initiativen für Nachhaltigkeit im Produktionsprozess ("Green Production") oder Maßnahmen als Reaktion auf die "#MeToo"- Debatte ("Respect Code Film") erarbeitet werden.


Beteiligung der Mitarbeitenden am Nachhaltigkeitsmanagement
Bereits im Jahr 2010 hat das ZDF ein direktionsübergreifendes Nachhaltigkeitsteam eingesetzt. Die Mitglieder sind Multiplikatoren und Botschafterinnen für das Thema Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsfeldern, Bereichen oder Redaktionen. Gemeinsam mit dem in der Intendanz angesiedelten Nachhaltigkeitsreporting werden Initiativen entwickelt und Projekte erarbeitet, mit den betreffenden Bereichen im Unternehmen abgestimmt und bei Bedarf der Geschäftsleitung vorgelegt. Zudem kommuniziert das Nachhaltigkeitsreporting über unternehmensinterne Plattformen und steht einzelfallbezogen oder projektorientiert mit den Mitarbeitenden im Austausch.

Mitarbeiterinitiativen wie die alljährliche Beteiligung an der bundesweiten Initiative Stadtradeln, bei der auf dem Weg zur Arbeit auf das Auto verzichtet wird, um das Klima zu schützen und die eigene Gesundheit zu fördern, werden vom Unternehmen unterstützt. Zudem hat sich eine Initiative Nachhaltigkeit im ZDF (INIZ) gebildet. Eine Gruppe von Mitarbeitenden, die sich zum Ziel gesetzt haben, aus der Mitte der Belegschaft mehr Nachhaltigkeit im ZDF umzusetzen, Akzente und Impulse zu setzen und Nachhaltigkeitsbemühungen konstruktiv zu unterstützen.

Internationale Tätigkeit
Die in den ZDF-Auslandsstudios tätigen Ortskräfte werden unter Einbindung von Rechtsanwälten und Steuerberatern vor Ort nach dem jeweiligen nationalen Arbeits- und Sozialrecht und im europäischen Ausland auch unter Berücksichtigung der einschlägigen EU-Richtlinien beschäftigt. Die vom ZDF entsandten deutschen Mitarbeitenden werden nach deutschen Standards beschäftigt.

Risiken
Aus der Geschäftstätigkeit des ZDF ergeben sich keinerlei Risiken oder negative Auswirkungen auf Arbeitnehmerrechte.

Für den Bereich Arbeitnehmerrechte gilt es selbstverständlich als Zielsetzung des ZDF, weiterhin alle national und international anerkannten Standards einzuhalten und die schon bislang in vielerlei Hinsicht darüber hinaus gehenden Tarif- und Dienstvereinbarungen möglichst konsensual mit den mit den Mitarbeitenden und den entsprechenden Vertretungen an sich wandelnde Umfelder und Herausforderungen anzupassen.

Das ZDF ist abgesehen von seiner durch die internationale Berichterstattung erforderlichen Aktivität außerhalb Deutschlands (Studios, Korrespondenten und Korrespondentinnen) ein vornehmlich national tätiges Unternehmen und sieht sich in Hinsicht auf das Thema "Arbeitnehmerrechte" keinen spezifischen Risiken ausgesetzt.

DNK-Kriterium 15

Das Unternehmen legt offen, wie es national und international Prozesse implementiert und welche Ziele es hat, um Chancengerechtigkeit und Vielfalt (Diversity), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung, Integration von Migranten und Menschen mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie Vereinbarung von Familie und Beruf zu fördern, und wie es diese umsetzt.

Chancengerechtigkeit

Chancengerechtigkeit im ZDF - "Ein ZDF für alle"

Innerhalb des Unternehmens wird ein modernes Führungsverständnis gestärkt und der begonnene Kulturwandel weiter vorangetrieben. Ziel ist eine Kultur, in der die Mitarbeitenden ihre Potenziale entfalten können und neue Herausforderungen annehmen. Das macht das ZDF attraktiv als Arbeitgeber und gleichzeitig schlagkräftig als Unternehmen. Wenn alle Mitarbeitenden und Führungskräfte zu einer ergebnisorientierten Unternehmenskultur beitragen, wird die Transformation gelingen. Das ZDF entwickelt die Kompetenzen seiner Führungskräfte und Mitarbeitenden kontinuierlich weiter. Den Führungskräften kommt eine besondere Verantwortung für den strategischen und kulturellen Wandel zu. Attraktivität als Arbeitgeber spiegelt sich auch in einer modernen Arbeitswelt und darin, dass Diversität Bestandteil der Unternehmenskultur ist.

Chancengerechtigkeit im beruflichen Alltag bedeutet, Mitarbeitenden die Förderung und Unterstützung zukommen zu lassen, die sie in ihrer jeweiligen arbeitsbezogenen Situation benötigen. Das kann beispielsweise eine spezifische Unterstützung bei der Wahrnehmung von Aufgaben sein, etwa im Zusammenhang mit einer Erkrankung oder einer Behinderung. Ebenso kann Chancengerechtigkeit im Rahmen der beruflichen Entwicklung die gezielte Förderung bestimmter Kompetenzen oder Karriereaspekte umfassen. In Abgrenzung zur Chancengleichheit bedeutet Chancengerechtigkeit, dass Mitarbeitende nicht gleich, sondern bedarfsgerecht behandelt werden, um faire und vergleichbare Entwicklungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Ziel ist ein barrierearmes und diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld, das unterschiedlichen Voraussetzungen Rechnung trägt und allen Mitarbeitenden eine chancengerechte berufliche Entwicklung ermöglicht.

Das ZDF war 2007 einer der ersten Unterzeichner der Charta für Vielfalt und ist seit 2025 Mitglied von Deutschlands größter Arbeitgebendeninitiative zur Förderung von Vielfalt in der Arbeitswelt. Im Rahmen der übergreifenden Strategie eines "Ein ZDF für alle" bilden Gleichstellungsarbeit und ein übergreifendes Diversity Management wichtige Pfeiler. Ein klares Bekenntnis für Vielfalt verfolgt das Ziel, die vielfältigen Talente im ZDF zusammenzubringen, neue hinzuzugewinnen, die gewonnene Vielfalt zu nutzen und ein vorurteilsfreies und diskriminierungsfreies Miteinander im Unternehmen zu entwickeln.

Um die unterschiedlichen Lebensperspektiven und Lebenswirklichkeiten sowie das damit verbundene Lebensgefühl aller gesellschaftlichen Gruppen im Programm abzubilden, benötigt es Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven vor und hinter der Kamera. Die Ansatzpunkte für Vielfalt liegen für das ZDF sowohl im Unternehmen als auch im Programm. Sie sind in den strategischen Zielen, der Selbstverpflichtungserklärung und Programmrichtlinien verankert.

Gleichstellung und Vielfalt
Seit Mitte 2024 gibt es im ZDF einen Diversity Manager, der gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten daran arbeitet, Perspektivenvielfalt vor und hinter der Kamera mehr Bedeutung zu geben. Die Stärkung unterschiedlicher Hintergründe, Lebensentwürfe und Identitäten in der Belegschaft soll den Blick auf die Lebenswirklichkeiten der Gesellschaft weiten. Als nationaler Sender hat das ZDF einen Integrationsauftrag. Dieser beinhaltet, zu einer Kultur des Verstehens innerhalb einer pluralistischen Gesellschaft beizutragen und den Zusammenhalt zu fördern.

Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern ist auf der Grundlage einer Dienstvereinbarung seit 1995 mit der Funktion einer Gleichstellungsbeauftragten institutionalisiert. Die Gleichstellungsbeauftragte wird jeweils für drei Jahre vom Intendanten im Einvernehmen mit den Personalräten berufen. Sie unterstützt das Unternehmen bei der Realisierung der Gleichstellungsziele, ist Ansprechpartnerin für alle Mitarbeitenden in Sachen Gleichstellung, unterstützt Fachbereiche nicht nur bei Unterrepräsentanz von Frauen, sie entwickelt Initiativen und ist beteiligt an Konzepten zur Umsetzung der Gleichstellungsziele. Sie bietet Veranstaltungen zu gleichstellungspolitischen Themen an. Außerdem fungiert sie als Vertrauensperson in Fällen von Diskriminierung und sexueller Belästigung im Sinne der Dienstvereinbarung. Einmal jährlich berichtet sie der Geschäftsleitung, den Personalräten und den Gremien des ZDF über die aktuelle Entwicklung. Die aktuellen Berichte zu Gleichstellung und Vielfalt werden jährlich veröffentlicht.

Parität von Frauen und Männern in der Belegschaft ist im ZDF dank langjähriger struktureller Bemühungen unternehmensweit bereits seit vielen Jahren erreicht. Die in den Technik- und IT-Bereichen existierende Unterrepräsentanz von Frauen stellt allerdings nach wie vor eine Herausforderung dar. Die gezielte Förderung von Frauen in technischen Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen, biasfreie eignungsdiagnostische Auswahlverfahren und ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit dieser Maßnahmen tragen Früchte. Parität bleibt das Ziel bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf allen Ebenen. Auf dem Weg dahin hat das ZDF mit einem Frauenanteil von 47,6 Prozent (Stand 31.Dezember 2025) einen sehr guten Wert erreicht.

Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, hat die Produktionsdirektion das Programm "Female Leadership" aufgelegt, um Frauen die Entscheidung für eine aktive Führungsrolle zu ermöglichen und zu fördern. Vernetzung und Mentoring sind wichtige Aspekte des Programms. Unter ähnlichen Aspekten ist das Führungskräftenachwuchsprogramm "FührungTalent" angelegt, an dessen aktuellen Jahrgängen mehrheitlich Frauen teilnehmen. Weiterhin arbeitet das ZDF an Modellen geteilter Führung mit einem eigenen Leitfaden, um die Vereinbarkeit von Führung und den individuellen Herausforderungen verschiedener Lebensphasen und damit Führung in Teilzeit zu ermöglichen.

Das ZDF beteiligt sich an der bundesweiten Initiative "Klischeefrei" und setzt sich aktiv dafür ein, dass die Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees ist. Die von der Initiative beschriebenen Grundsätze finden in der Personalakquise auf allen Ebenen, ganz besonders auch bei der Gewinnung von Auszubildenden, ihren Niederschlag. Das ZDF macht diese Prämisse unter anderem mit Angeboten zum jährlichen Girls’ Day sichtbar. So waren am Girls’ Day im April 2025 knapp 150 Teilnehmerinnen der Klassenstufen 8 bis 10 in der Zentrale und in den Studios zu Gast und schnupperten Produktionsluft. Im April 2026 wurde der "Girls’ Day #backstage ZDF", bei dem in der Zentrale 62 Plätze und ZDF-weit 120 Plätze angeboten wurden, zum ersten Mal offiziell mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Dieses würdigt den Beitrag des ZDF zu mehr Chancengleichheit in Bildung und Beruf, zu einer klischeefreien Berufsorientierung und zu einer nachhaltigen, diskriminierungssensiblen Gesellschaft. Damit werden auch die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, nämlich SDG 5 und SDG 10, unterstützt.

Bündnis "Gemeinsam gegen Sexismus"
Das ZDF ist von Beginn an Mitglied des Bündnisses "Gemeinsam gegen Sexismus", das sich explizit zur Bekämpfung aller Formen von Sexismus am Arbeitsplatz einsetzt. Im ZDF sind Anti-Sexismus-Trainings Teil aller Ausbildungsberufe, Volontariate und Pflicht für Führungskräfte. Aktuell wurde durch das Bündnis ein Praxisleitfaden zur kompetenten Kommunikation und Berichterstattung über geschlechtsspezifische Gewalt erarbeitet.

Unterstützung bei Beschwerden wegen Diskriminierung oder Belästigung
Das ZDF verfolgt bei Vorwürfen sexueller Belästigung eine Null-Toleranz-Politik. Für Mitarbeitende des ZDF sowie für Beschäftigte von Tochter- und Enkelfirmen und für im Auftrag des ZDF tätige Mitarbeitende von Produktionsfirmen (u. a. Autorinnen und Autoren, Regisseurinnen und Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler, Produktionsbeschäftigte) stehen verschiedene Anlaufstellen zur Beratung und Beschwerde in Fällen von Diskriminierung oder Belästigung zur Verfügung. Die Informations- und Kommunikationsmaßnahmen zur Bekanntmachung dieser Angebote werden fortlaufend verstetigt. Im Jahr 2025 wurden Leitfäden für ein respektvolles, wertschätzendes und diskriminierungsfreies Miteinander bei Eigen- und Auftragsproduktionen durch das Herstellungsboard unter Mitwirkung der Gleichstellungsbeauftragten und der AGG-Beschwerdestelle erarbeitet und allen Produktionen zugänglich gemacht.

Festgestelltes persönliches Fehlverhalten wird durch das ZDF, die Tochter- und Beteiligungsunternehmen sowie durch vom ZDF beauftragte Unternehmen arbeitsrechtlich sanktioniert. Ergänzend zu den benannten Vertrauenspersonen können sich Betroffene an ihre Vorgesetzten, die Personalräte sowie die Personalabteilung wenden. Beschäftigte von ZDF Studios sowie der Tochter- und Beteiligungsunternehmen können sich an die jeweiligen Betriebsräte oder die Personalabteilung von ZDF Studios sowie an die vom ZDF benannten Vertrauenspersonen wenden. Die ZDF-Werbefernsehen GmbH hat 2022 auf Grundlage der ZDF-Dienstvereinbarung eine eigene Richtlinie erlassen.

Darüber hinaus ist das ZDF Gründungsmitglied der Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V. und verstetigt dieses Engagement seitdem finanziell.

Vielfalt bei Personal

Ein vielfältiges Miteinander, gegenseitige Wertschätzung und ein respektvoller Umgang gehören zum Selbstverständnis des ZDF und tragen zu seiner Zukunftsfähigkeit bei. Das ZDF setzt auf eine diskriminierungsfreie Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen, ebenso wie auf die Erfahrungen und Talente von Menschen unterschiedlichster Herkunft, Weltanschauung und Identität.

Kompetenzstärkung für mehr Perspektivenvielfalt

Im Rahmen der Unternehmensstrategie "Ein ZDF für alle" setzt sich das ZDF stark für Gleichberechtigung, Vielfalt und Chancengerechtigkeit in einem inklusiven Arbeitsumfeld ein. Dieses Unterfangen vor und hinter der Kamera weiterzuentwickeln, ist eine stetige Herausforderung. Die Abteilung Personalentwicklung fördert die Umsetzung der Strategie mit vielfältigen internen Formaten und Angeboten der ARD/ZDF-Medienakademie. Das Ziel eines inklusiven Arbeitsumfelds ist eine zeitlich unbefristete Aufgabe in direktem Zusammenhang mit der Unternehmenskultur. Mit Employers for Equality (E4E) hat sich das ZDF für das Jahr 2025 einen zusätzlichen Partner an die Seite geholt, der die Strategieumsetzung unterstützt.

Die Verzahnung der internen und externen Angebote ist dabei erfolgstreibend. Die Sensibilisierung und Kompetenzstärkung von Führungskräften und Mitarbeitenden findet zum Beispiel in Basistrainings statt, in denen Grundlagen vermittelt werden. Workshops in Präsenz und in virtueller Form vermitteln praxisnah Wissen auch externer Expertinnen und Experten. Ein wichtiger Teil sind auch die spezifischen Angebote für die redaktionelle Arbeit wie zum Beispiel "Diskriminierungsarm berichten" oder "Umgang mit Antisemitismus in den Medien".

Mitarbeitenden-Netzwerke

Die Mitarbeitenden‑Netzwerke sind ein zentraler Hebel für den Wandel hin zu mehr Vielfalt und einem inklusiven Arbeitsumfeld im ZDF und stärken damit nachhaltig die Zukunfts‑ und Innovationsfähigkeit. Netzwerke schaffen geschützte Räume des Vertrauens, in denen Erfahrungen, Perspektiven und Anliegen offen geteilt werden können. Durch die Vernetzung über Standorte, Bereiche und Hierarchieebenen hinweg machen sie Vielfalt wirksam, fördern neue Denk‑ und Lösungsansätze und wirken so als Impulsgeber für kulturelle Weiterentwicklung und Innovation.

Zu den bestehenden Netzwerken zählen der Kreis von Frauen in Führungsfunktionen, ein Netzwerk für Frauen in der technisch geprägten Produktionsdirektion, das standortübergreifend agiert und das übergreifende Netzwerk "Frauen im ZDF". Das Thema "Menopause" als spezifischer Aspekt der Frauengesundheit rückt verstärkt in den gesellschaftlichen Blickpunkt. Ein Peer-to-Peer-Netzwerk zu diesem Thema sorgt für Informationsaustausch betroffener Frauen und setzt thematische Akzente, ergänzt durch Fachvorträge.

Neben diesen Netzwerken gibt es das LGBTQIA+-Netzwerk "ZDF queer", seit Anfang 2025 die Netzwerke "Herkunft und Horizonte" als Zusammenschluss für Mitarbeitende mit Migrationsgeschichte, sowie das ZDF Väternetzwerk rund um das Thema Vereinbarkeit für Väter. Im Jahr 2026 wurde das Netzwerk "#NextGen" gegründet. Kolleginnen und Kollegen im Alter unter 35 Jahren, die in den Inlands- und Auslandsstudios arbeiten, vernetzen sich mit dem Ziel die junge Perspektive sichtbar zu machen. Das Engagement in den Mitar beitenden‑Netzwerken macht die Unternehmensstrategie "Ein ZDF für alle" konkret erlebbar.

Praktikum mit Stipendium

Die Stärkung der Perspektivenvielfalt wird in der Nachwuchsförderung mit dem "Netzwerk Chancen" und den "Neuen Deutschen Medienmacher*innen" fortgesetzt. Diese finanzielle Förderung von Praktika hat das Ziel, die Vielfaltsdimensionen "soziale Herkunft" sowie "Migrationsgeschichte & Nationalität" stärker in den Fokus zu rücken – Bereiche, in denen sich ähnlich wie in anderen Diversitätsdimensionen strukturelle Hürden und eine oft unsichtbare gläserne Decke zeigen. Daher werden die Praktika über beide Partnerorganisationen ausgeschrieben, um sowohl im technischen und administrativen als auch im journalistischen Bereich gezielt junge Menschen mit diesen Perspektiven zu gewinnen.

Weitere interne Maßnahmen zu Gleichstellung, Vielfalt und Vereinbarkeit

  • Das Personalmarketing zielt darauf ab, alle Gruppen der Gesellschaft zu erreichen.
  • Das Online-Bewerbungsportal ist so gestaltet, dass es Menschen aller Identitäten zur Bewerbung einlädt; das ZDF bekennt sich ausdrücklich zur Vielfalt.
  • Ein direktionsübergreifender Onboardingprozess unterstützt dabei, neue Mitarbeitende wertschätzend willkommen zu heißen und strukturiert ins Unternehmen zu integrieren.
  • Praktika sollen nicht von privaten finanziellen Rahmenbedingungen abhängen; angemessene Praktikumsvergütungen fördern soziale Vielfalt.
  • Der Tarifvertrag zur Modernen Arbeit (2020) regelt u. a. Mobile Arbeit und Telearbeit, Teilzeit, Rufbereitschaft und Servicezeiten. Er schafft mehr Flexibilität bei Arbeitsort und Arbeitszeit und stärkt damit die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben; auch "Führen in Teilzeit" ist ausdrücklich möglich.
  • Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung haben im ZDF keinen Platz. Die Dienstvereinbarung zum Schutz vor sexueller Belästigung, Diskriminierung und Mobbing (2021) konkretisiert das AGG, benennt Anlaufstellen und regelt Beschwerdeverfahren sowie Maßnahmen zur Prävention und Konfliktlösung.
  • Zur Vereinbarkeit von Familie bzw. Privatleben und Beruf gibt es vielfältige Angebote, z. B. Eltern-Kind-Büro, Belegungsrecht für Kita und Ferienbetreuung sowie Informationsangeboten zum Thema Pflege.
  • Zusätzlich unterstützt das ZDF seine Mitarbeitenden durch bezahlte Freistellung in akuten Pflegesituationen.
  • Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements haben die ZDF-Mitarbeitenden die Möglichkeit, zahlreiche Angebote sowohl im Bereich der physischen als auch der psychischen Gesunderhaltung zu nutzen. Hierzu zählen unter anderem regelmäßige Gesundheitstage, Workshops und Seminare, interne sowie subventionierte externe Fitness und Sportangebote mit einem Eigenanteil.
  • Das ZDF achtet auf ergonomische und barrierefreie Arbeitsplätze; bei Baumaßnahmen wird Barrierefreiheit besonders berücksichtigt.
  • Genderneutrale Sanitärräume tragen der geschlechtlichen Vielfalt Rechnung. Ein Pilotprojekt zur Bereitstellung kostenloser Menstruationsprodukte berücksichtigt die Bedürfnisse weiblicher Mitarbeitender.
  • Die mit New Work@ZDF eingeführten flexiblen Arbeitsstrukturen, darunter Homeoffice, hybrides Arbeiten sowie flexibel nutzbare Flächen und Teamzonen, schaffen Rahmenbedingungen, die unterschiedlichen Arbeits- und Lebenssituationen der Mitarbeitenden besser gerecht werden können.

Haltung zeigen – Orange Days im ZDF
Im Rahmen der "Orange Days", der jährlichen internationalen Aktionstage gegen Gewalt an Frauen, hat das ZDF 2024 erstmals eigene, sichtbare Aktionen und damit ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Als öffentlich-rechtlicher Sender ist das ZDF dem Programmauftrag verpflichtet, gesellschaftlich relevante Themen einzuordnen, Betroffene zu sensibilisieren und zur Prävention beizutragen. Haltung zu zeigen ist hierbei wesentlich: Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und betrifft die Gesellschaft insgesamt; sie widerspricht den Grundsätzen eines diskriminierungsfreien, respektvollen Miteinanders, für die das ZDF in Programm und Arbeitswelt steht. Dem folgte 2025 erstmals ein Programmschwerpunkt: "ALLE AUGEN AUF!" beleuchtete strukturelle Missstände, lückenhafte Schutzsysteme und mögliche Lösungsansätze.

Tage der Vielfalt im ZDF
Erstmals wurden 2025 unter dem Motto "Das Wir im Blick" Tage der Vielfalt im ZDF angeboten. ZDF-Mitarbeitende konnten in Mainz einen Diversity- Parcours erleben und mehr über das Thema Vielfalt erfahren. In einer virtuellen Variante machte der Parcours diese Erfahrung standortübergreifend und interaktiv möglich. Ziel war es, ein niedrigschwelliges Angebot zu schaffen und sich mit etwaigen eigenen blinden Flecken oder Voreingenommenheiten auseinanderzusetzen. Neben dem Parcours gab es einen Marktplatz der Mitarbeitenden-Netzwerke. Daran beteiligten sich das Frauennetzwerk, "ZDF queer", "Herkunft und Horizonte" sowie das Väternetzwerk. Es wurde eine Vielzahl von Gesprächen geführt, bei denen manches neu oder wiederentdeckt wurde. Ohne diese Chance hätten einige Mitarbeitende nicht den Weg in eines der Netzwerke gefunden. Die Wissensvermittlung und der Austausch wurden von den Kolleginnen und Kollegen lebendig aufgenommen und als bereichernd wahrgenommen.

Vielfalt im Programm
Für das ZDF bedeutet Vielfalt den bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit der Vielfalt der Gesellschaft in Programm und Organisation. Ziel ist es, Verschiedenheit und Individualität wertschätzend und respektvoll zu berücksichtigen, Diskriminierung abzubauen und Chancengleichheit zu fördern. Für die Programmgestaltung wird dies insbesondere durch die Leitlinien Sichtbarkeit, Bewusstsein und Wertschätzung konkretisiert: Die angemessene Sichtbarkeit gesellschaftlicher Vielfalt im Programm unterstützt Verständnis und gegenseitigen Respekt. Ein reflektierter Umgang mit Vielfalt stärkt die Grundlage für einen offenen Diskurs, Wertschätzung fördert Teilhabe. Die Programmrichtlinien des ZDF rahmen die entsprechenden Anforderungen und Standards verbindlich.

Gendergerechtigkeit vor und hinter der Kamera
Eine ausgewogene Berücksichtigung aller Geschlechter vor und hinter der Kamera sowie eine zeitgemäß gendergerechte Darstellung im Programm ist wichtiges Anliegen des ZDF. Zur Förderung der Gendergerechtigkeit in der TV-Produktion werden in den programmbildenden Direktionen Zielvereinbarungen mit Redaktionen und Abteilungen getroffen und regelmäßig überprüft.

Gender Monitoring
Im ZDF wird ein Gender-Monitoring zur Beteiligung von Frauen an fiktionalen Produktionen hinter der Kamera durchgeführt – das Augenmerk liegt hier insbesondere auf den Funktionen Regie und Drehbuch. Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung von Maßnahmen und Zielsetzungen ein.

Die u. a. durch den "8-Punkte Plan Regie" erreichte positive Entwicklung ist deutlich: 2017 lag der Frauenanteil in der Regie im ZDF-Hauptprogramm bei rund 18 Prozent, dieser Wert konnte in 2025 auf rund 45 Prozent gesteigert werden. In der Vorabendserie (Sendeplätze 18.00 und 19.25 Uhr) liegt er 2025 sogar bei rund 49 Prozent.

Expertinnen im On
Um die Sichtbarkeit von Frauen insbesondere in der Expertinnenrolle zu erhöhen, wurde mit einer zielgerichteten und nachhaltigen Umsteuerung bei der Auswahl der Expertinnen und Experten im redaktionellen Alltag der Chefredaktion begonnen. Hilfreich ist dabei die Datenbank für Expertinnen und Experten sowie das Angebot der "Expertin der Woche" des AID (Bereich Archiv, Information, Dokumentation), getrieben durch aktuelle Themen und Diskurse. Der Expertinnenanteil der Datenbank beläuft sich inzwischen auf 44 Prozent. Ausgewählte Formate der Aktualität werden darüber hinaus regelmäßig ausgewertet.

Diversity im Programm – Media Catch
Die ZDF-Medienforschung führt mithilfe des KI-basierten Service Media Catch eine quantitative Vollerhebung zur audiovisuellen Diversität im linearen ZDF-Programm durch. Erfasst wird sekündlich der prozentuale Anteil von Männern und Frauen, differenziert nach Bildschirm- und Redezeit. 2025 lag der Frauenanteil im ZDF-Hauptprogramm sowohl bei der Bildschirmzeit als auch bei der Redezeit bei 40 Prozent. In ZDFneo betrug der Frauenanteil 39 Prozent bei der Bildschirmzeit und 33 Prozent bei der Redezeit. Während die Bildschirmzeit in beiden Programmen gegenüber 2024 weitgehend stabil blieb, stieg die Redezeit von Frauen sowohl im ZDF-Hauptprogramm (von 38 auf 40 Prozent) als auch in ZDFneo (von 30 auf 33 Prozent).

Barrierefreie Programmangebote
Für das ZDF gehören die Zugänglichkeit und damit auch die barrierefreien Angebote zum Selbstverständnis. Daher wird das Programm aus Information, Sport, Kultur, Wissenschaft und Unterhaltung so aufbereitet, dass möglichst alle Menschen die Inhalte nutzen können. Die zentrale Plattform ist dabei, neben dem ZDF-Hauptprogramm, das Streaming-Portal. Individuelle technische Einstellungen, wie etwa Personalisierung oder intuitive Menüführung, tragen wesentlich dazu bei, die Nutzerfreundlichkeit des ZDF-Angebots zu erhöhen. Es umfasst derzeit Untertitelung (UT), Audiodeskription (AD), Deutsche Gebärdensprache (DGS) und Einfache Sprache (ES), wobei letztere noch einen Projektstatus hat.

Verantwortung
:Barrierefreie Angebote im ZDF

Jeder soll ohne Einschränkungen Filme genießen, Nachrichten verstehen und Wissenswertes erfahren können. Deswegen baut das ZDF konsequent seine barrierefreien Angebote aus.
Nahaufnahme zweier sich berührender Hände, die vorsichtig ineinandergreifen. Die Szene steht für Vertrauen, Hilfe und den Zugang zu barrierefreien Angeboten.

Untertitel sind im ZDF-Hauptprogramm mit einer Abdeckung von 96,1 Prozent im Jahr 2025 (95,7 Prozent im Jahr 2024) zum Standard geworden, der konsequent weiter ausgebaut wird. Audiodeskription wird überwiegend bei fiktionalen Formaten angeboten, daher ist der AD-Anteil in der Primetime (zwischen 18.00 Uhr und 22.15 Uhr) priorisiert und erreichte Ende 2025 99,5 Prozent. Ins gesamt lag die AD-Abdeckung 2025 bei 32,0 Prozent (2024: 29,3 Prozent). Gebärdensprache kommt besonders bei Nachrichten- und Wissensformaten zum Einsatz, aber auch bei der populären "heute-show". Der Anteil an DGS lag im Jahr 2025 bei 54771 Sendeminuten.

Mit Audiodeskription werden vor allem Spielfilme und Serien sowie Live-Shows und Sport-Events ausgestattet. Durch die aufwändige AD-Produktion bei Fiction-Formaten entsteht eine eigene Kunstform, der Hörfilm. In den vergangenen Jahren wurde das ZDF dafür mehrmals mit dem Deutschen Hörfilmpreis ausgezeichnet. Bei Live-Shows (z. B. "Die Giovanni-Zarrella-Show" und "ZDF-Fernsehgarten") sowie Sport-Events (z. B. Fußball-WM und Vierschanzentournee) besteht die Herausforderung darin, Audiodeskription in Echtzeit anzubieten. Gebärdensprache kommt vor allem bei den heute-Nachrichten, bei "ZDFspezial"-Sendungen und weiteren Live-Sendungen wie "frontal", "maybrit illner" und "Berlin direkt" zum Einsatz. Die Kindernachrichten "logo!" haben neben Untertiteln ebenfalls Gebärdensprache im Angebot.

Bestimmte Produktionen bekommen sämtliche barrierefreien Attribute (UT, AD und DGS). Dazu gehören z. B. die Doku-Formate "Terra X" (seit 2024) und "einfach Mensch" (seit 2026), aber auch Film-Highlights wie die Märchenperlen, etwa "Rapunzel und die Rückkehr der Falken". Hier wird die Gebärdensprache schauspielerisch umgesetzt – mit sogenannter Referenzbekleidung. Gehörlose Kinder sollen besonders unterstützt werden. Daher werden alle neuen Folgen des Kinderformats "Löwenzahn" mit Untertiteln, Audiodeskription und Gebärdensprache angeboten. Das Wissensmagazin "Pur+" bekommt ebenfalls Untertitel und Gebärdensprache.

Um der dynamischen Entwicklung der non-linearen Inhalte Rechnung zu tragen, setzt das ZDF neue Technologien in verschiedenen Bereichen ein. Künstliche Intelligenz unterstützt z. B. die synthetische Sprachausgabe bei der Audiodeskription und fördert mehr Automation im redaktionellen Alltag. Hier sind verschiedene Projekte in der Erprobung. Bei der Untertitelung im Streaming-Portal soll es künftig eine 100-Prozent-Abdeckung geben. Auch dafür wird an einer KI-Lösung gearbeitet. Eine entsprechende Umsetzung ist für 2026 geplant. Für ein mögliches Angebot in "Einfacher Sprache" gab es einen erfolgreichen Test, das Thema befindet sich derzeit noch in der Projektphase. Da verschiedene Ansätze ausprobiert werden, kommt auch eine eigens dafür entwickelte KI testweise zum Einsatz.

Im regelmäßigen Austausch mit Expertinnen, Experten, Interessensvertreterinnen und Interessensvertretern der verschiedenen Zielgruppen sowie mit den Arbeitsgruppen der anderen deutschsprachigen Sendeanstalten arbeitet das ZDF weiter daran, dass seine barrierefreien Angebote zeitgemäß und zielgruppenorientiert bleiben. Im Fokus steht dabei stets die Zugänglichkeit der ZDF-Inhalte für ein möglichst breites Publikum.

DNK-Kriterium 16

Das Unternehmen berichtet, wie es national und international anerkannte Standards zu Arbeitnehmerrechten einhält sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen und am Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens fördert, welche Ziele es sich hierbei setzt, welche Ergebnisse bisher erzielt wurden und wo es Risiken sieht.

Qualifizierung

Arbeitnehmerrechte und Beteiligung der Mitarbeitenden

Das ZDF hält alle national und international anerkannten Standards zu Arbeitnehmerrechten vollumfänglich ein. Die im Folgenden skizzierten Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ZDF sind qualitativ formuliert und beziehen die Dimensionen des Nachhaltigkeitsmanagements integrativ in den hier als relevant erachteten Bereichen von Beschäftigung, Führung und Management mit ein.

Förderung der Beschäftigungsfähigkeit aller Mitarbeitenden und Umgang mit Herausforderungen des demografischen Wandels

Eine besondere Herausforderung liegt im demografischen Wandel und dem Generationenwechsel im ZDF. Das ZDF beschäftigt sich weiterhin intensiv mit dem Thema Nachfolgeplanung. In diesem Zusammenhang wurde das auf Basis einer Altersstrukturanalyse im Bereich der Abgänge bei den Führungskräften und auf Grundlage von spezifischen Anforderungsanalysen entwickelte Führungskräftenachwuchsprogramm FührungTalent fortgeführt. In diesem Zusammenhang erfolgen im Rahmen der Personalauswahl Assessment Center für Führungs(nachwuchs)kräfte. Im Bereich der Nachwuchssicherung setzt die Abteilung Personalentwicklung verstärkt auf die Ausbildung von technischen und redaktionellen Volontären und führt ihre Investition in duale Ausbildung und duale Studierende kontinuierlich fort.

Zeitgemäße Führungskultur
Ein weiteres wichtiges Thema im ZDF ist es, eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Führungskultur zu verankern. Im Rahmen der Strategie "Ein ZDF für alle" 2028 wird das ZDF perspektivisch sein modernes Führungsverständnis stärken, den begonnenen Kulturwandel weiter vorantreiben und die Kompetenzen seiner Führungskräfte und Mitarbeitenden kontinuierlich weiterentwickeln. Ziel ist eine Kultur, in der die Mitarbeitenden ihre Potenziale entfalten und neue Herausforderungen annehmen können.

Zusätzlich zum Führungskräfteentwicklungsprogramm FührungExpert, wurde im Rahmen der Führungskräftetagung ein gemeinsames Zielbild "Führung und Zusammenarbeit" entwickelt. Bei der Implementierung spielen sog. Führungskulturbotschafterinnen und Führungskulturbotschafter eine Schlüsselrolle. Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie als Moderatorinnen und Moderatoren beziehen sie alle Führungskräfte in den Veränderungsprozess ein und unterstützen durch das Einbringen zentraler Themen den Strategieprozess "Ein ZDF für alle". Spezifische Webinare ergänzen den Kompetenzaufbau. Um ggf. extern gezielt gut qualifiziertes Personal rekrutieren zu können liegt der Fokus zudem auf einem adäquaten Personal- und Ausbildungsmarketingkonzept (inklusive eines Onboardingprozesses). Die Abbildung des Recruitingprozesses erfolgt systemseitig in SAP SF Recruiting.

Ausbildung
Im Jahr 2025 hat das ZDF 685 Ausbildungsplätze in den verschiedensten Formen von Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten bis hin zu Volontärinnen und Volontären betreut, um damit den kompetenten Nachwuchs zu sichern. Seit 2021 werden alle Praktika im In- und Ausland, unabhängig davon, ob es sich um Pflicht- oder freiwillige Praktika handelt und unabhängig von einer Mindestdauer, vergütet. Im Jahr 2025 wurde die Praktikumsvergütung erhöht. Darüber hinaus wird durch eine gezielte Ausschreibung einzelner Praktika eine bessere Passung für die Anforderungen der Fachbereiche gewährleistet. Ergänzend legt das ZDF Wert auf eine strukturierte fachliche Begleitung der Auszubildenden. Durch feste Ansprechpersonen in den Fachbereichen sowie transparente Lern- und Einsatzpläne wird eine qualitativ hochwertige Ausbildung unterstützt und ein nachhaltiger Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Diversität und Chancengleichheit. Durch transparente Ausschreibungsverfahren und einen diskriminierungsfreien Zugang zu Ausbildungs- und Nachwuchsprogrammen schafft das ZDF gleiche Chancen für Bewerberinnen und Bewerber unabhängig von Geschlecht, sozialer Herkunft, Alter, Behinderung oder kulturellem Hintergrund. Damit leistet das ZDF einen Beitrag zu einer vielfältigen Belegschaft.

Personalentwicklung
Die Personalentwicklung des ZDF unterstützt die erforderliche Entwicklung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Laufe des Berufslebens mit der Absicht einer Optimierung der Aufgabenerfüllung. Ziel ist die Etablierung eines an den Unternehmenszielen und -leitlinien sowie dem Strategieprozess ausgerichteten Personalentwicklungssystems für Mitarbeitende, (Nachwuchs-)Führungskräfte, junge Talente und fachliche Expertinnen und Experten. Zur Anwendung kommen bedarfsgerechte Konzepte und Instrumente (z. B. das Mitarbeitendengespräch, Kompetenz- und Potenzialanalysen, Personalauswahl durch Diagnostik) und Strategien, die eine systematisierte Fort- und Weiterbildung sowie eine zeitgemäße Personalauswahl sicherstellen. Das Spektrum der Personalentwicklung reicht von Beratung zu Bedarfen und Anforderungen, fachspezifischen Trainings über fachübergreifende Angebote bis zu Maßnahmen wie z. B. Formatentwicklung, Changeprozessbegleitungen und Online- und Präsenz-Seminaren sowie Web Based Trainings (WBT) zur Unterstützung der Organisationsentwicklung.

Das ZDF beschäftigt sich außerdem mit den Auswirkungen der Digitalisierung und den damit verbundenen neuen Anforderungen und Möglichkeiten, Lernoptionen orts- und zeitunabhängig auch am Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Neben den betrieblich angebotenen Aktivitäten unterstützt die gemeinsam von ARD und ZDF getragene ARD-ZDF-Medienakademie GmbH einen wesentlichen Teil der Qualifizierungsstrukturen. Die E-Learning-Plattform "CAMPUS" der ARD.ZDF medienakademie wird weiterhin optimiert.

Fortbildung Green Production
Auch das Thema Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne findet seinen Niederschlag in der Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden. Die Weiterbildungen, die nach den Vorgaben des Arbeitskreises Green Shooting in Kooperation mit den Rundfunkanstalten der ARD, dem ZDF, der ARD.ZDF medienakademie und einem Experten für nachhaltige Produktionen in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden haben ihr Ziel erreicht. Mitarbeitende der Produktions-/Herstellungsleitung sind so qualifiziert worden, dass sie Eigenproduktionen im Sinne der Leitlinien des Arbeitskreises Green-Shooting begleiten können. Zudem ist ein Web-Based-Training zum Thema Nachhaltigkeit in Entwicklung. Zielgruppe sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZDF. Ziel ist die Erhöhung der Sensibilität und das Mitwirken beim Thema Nachhaltigkeit im ZDF.

New Work@ZDF
Die Geschäftsleitung des ZDF hat im Januar 2025 beschlossen, die Einführung neuer Arbeitswelten ("New Work") unter Berücksichtigung von Effizienzvorgaben (z. B. durch die KEF), technologischen Entwicklungen und sich wandelnden Arbeitsformen strategisch zu prüfen und vorzubereiten. New Work@ZDF steht für die Weiterentwicklung der ZDF-Arbeitswelt hin zu moderneren, zeitgemäßen Arbeitskonzepten. Der Fokus liegt auf Selbstbestimmung, Flexibilität und hybridem bzw. kollaborativem Arbeiten. Passgenaue Fortbildungen werden die erfolgreiche Umsetzung unterstützen.

Risiken
Es ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und aus den crossmedialen Dienstleistungen des ZDF grundsätzlich keine Risiken für die Qualifizierung. Eine Herausforderung ergibt sich durch die Folgen des demographischen Wandels und der digitalen Transformation von Ökonomie, Technik und Gesellschaft, der das ZDF wie alle Unternehmen gegenüber steht.

Leistungsindikatoren zu den Kriterien 14 bis 16

Leistungsindikator GRI SRS-403-10:
Arbeitsbedingte Erkrankungen

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Für alle Angestellten:
i. Anzahl und Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen,
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen,
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

b. Für alle Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden:
i. Anzahl der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Erkrankungen,
ii. Anzahl der dokumentierbaren arbeitsbedingten Erkrankungen,
iii. die wichtigsten Arten arbeitsbedingter Erkrankungen.

Die Punkte c-e des Indikators SRS 403-10 können Sie entsprechend GRI entnehmen und an dieser Stelle freiwillig berichten.

Unfallstatistik
Das ZDF führt nur eine Unfall-Statistik in Bezug auf den Unfallort, eine Erhebung nach der vorgesehenen Differenzierung "arbeitsbedingten Verletzungen" oder "arbeitsbedingte Verletzungen mit schweren Folgen" erfolgt nicht.

Psychische Belastung durch traumatische Bilder
Nicht nur dem Publikum, auch seinen Arbeitnehmern gegenüber hat das ZDF eine besondere Verantwortung, insbesondere wenn es über Katastrophen und bewaffnete Konflikte berichtet. Nicht jedes Bild, das den Sender durch den Einsatz seiner Reporter oder über Agenturen erreicht, ist dem Zuschauer zuzumuten – gerade deshalb muss es jemanden geben, der hier eine Auswahl trifft. So stehen neben den Berichterstatterinnen und Berichterstattern aus Krisengebieten auch die bildbearbeitenden Kolleginnen und Kollegen aus der Zentrale in der Gefahr, sich bewusst oder unbewusst traumatisierenden Situationen auszusetzen. Daher gibt es bei Bedarf Angebote zu Früherkennung und Umgang mit belastenden Erfahrungen.

Leistungsindikator GRI SRS-403-4:
Mitarbeiterbeteiligung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Die berichtende Organisation muss für Angestellte und Mitarbeiter, die keine Angestellten sind, deren Arbeit und/oder Arbeitsplatz jedoch von der Organisation kontrolliert werden, folgende Informationen offenlegen:

a. Eine Beschreibung der Verfahren zur Mitarbeiterbeteiligung und Konsultation bei der Entwicklung, Umsetzung und Leistungsbewertung des Managementsystems für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und zur Bereitstellung des Zugriffs auf sowie zur Kommunikation von relevanten Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber den Mitarbeitern.

b. Wenn es formelle Arbeitgeber-Mitarbeiter-Ausschüsse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gibt, eine Beschreibung ihrer Zuständigkeiten, der Häufigkeit der Treffen, der Entscheidungsgewalt und, ob und gegebenenfalls, warum Mitarbeiter in diesen Ausschüssen nicht vertreten sind.

Das Arbeitsschutzmanagement des ZDF ist seit 2017 durch die VBG zertifiziert. Über das Intranet werden allen Mitarbeitenden für Arbeitsmittel, Arbeitsstätten und Tätigkeitsprofile sowie für die im ZDF eingesetzten Gefahrstoffe Hinweise und Handlungsanweisungen zur Verfügung gestellt. Ebenso werden Möglichkeiten zur individuellen Beratung, für Meldungen von Problemen und für Feedback angeboten.

Gesundheits- und Sicherheitsthemen wurden und werden mit dem Personalrat und den Gewerkschaften behandelt. Als Teil eines umfassenden Betrieblichen Gesundheitsmanagements wurde Ende 2018 eine Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement abgeschlossen. Ziel dieser Dienstvereinbarung ist es, die Gesundheit der Mitarbeitenden am Arbeitsplatz zu erhalten und zu fördern. Krankheitsbedingte Fehlzeiten sollen verringert und nach Möglichkeit vermieden werden. Krank machende Ursachen sollen ermittelt sowie durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden.

Zu Fragen des Arbeitsschutzes finden regelmäßig Besprechungen und Begehungen im Rahmen von Neu- und Umbauten statt.

Arbeitsschutzausschüsse werden vom Sicherheitsingenieur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben organisiert und einberufen. Der Sicherheitsingenieur führt den Vorsitz in den Arbeitsschutzausschüssen, die sich gemäß Arbeitssicherheitsgesetz zusammensetzen.

Der Sicherheitsingenieur arbeitet auf Grundlage einer Dienstvereinbarung bei der Ausfüllung der dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung vorgegebenen Vorschriften eng mit dem Personalrat und dem Betriebsarzt zusammen.

Neben den Arbeitsschutzausschüssen des Unternehmens finden regelmäßig jährliche Arbeitsschutzausschüsse in den Landesstudios statt, die mit sicherheitstechnischen Begehungen, Erfahrungsaustausch und Beratungsgesprächen verbunden sind.

Tarifvertrag zur Modernen Arbeit
Die Arbeitswelt unterliegt durch technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Anforderungen fortlaufenden Veränderungen. Die Tarifpartnerinnen und Tarifpartner verfolgen gemeinsam das Ziel, die Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten, die sich hierdurch ergeben, durch den nachfolgenden Tarifvertrag zur Flexibilisierung des Arbeitsumfeldes und zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Privatleben und Berufstätigkeit zu nutzen.

Nach dem Willen der Tarifpartnerinnen und Tarifpartner soll ein Ausgleich geschaffen werden zwischen einer zunehmend vernetzten, flexibleren und einer größeren Selbstbestimmtheit zugänglichen Berufstätigkeit einerseits und dem damit einhergehenden Risiko einer Entgrenzung von Arbeit und Privatleben.

Die Regelungen des 2020 eingeführten Tarifvertrags zur Modernen Arbeit entsprechen dem Leitbild eines modernen Arbeitsumfeldes im Sinne der Tarifpartnerinnen und Tarifpartner. Es entspricht ihrem Wunsch, dass der Tarifvertrag gelebt wird. Sowohl Führungskräfte des ZDF als auch alle Mitarbeitenden werden darin unterstützt, zur erfolgreichen Umsetzung des Tarifvertrages zur Modernen Arbeit im ZDF konstruktiv beizutragen.

Leistungsindikator GRI SRS-404-1 (siehe G4-LA9):
Stundenzahl der Aus- und Weiterbildungen

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. durchschnittliche Stundenzahl, die die Angestellten einer Organisation während des Berichtszeitraums für die Aus- und Weiterbildung aufgewendet haben, aufgeschlüsselt nach:
i. Geschlecht,
ii. Angestelltenkategorie.

Grafik zur ZDF DNK-Entsprechenserklärung DNK 16 Fortbildungzahlen 2025

Fortbildungen

Quelle: ZDF

Leistungsindikator GRI SRS-405-1:
Diversität

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der Personen in den Kontrollorganen einer Organisation in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht,
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt,
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

b. Prozentsatz der Angestellten pro Angestelltenkategorie in jeder der folgenden Diversitätskategorien:
i. Geschlecht,
ii. Altersgruppe: unter 30 Jahre alt, 30-50 Jahre alt, über 50 Jahre alt,
iii. Gegebenenfalls andere Diversitätsindikatoren (wie z. B. Minderheiten oder schutzbedürftige Gruppen).

Die Repräsentativität der Kontrollorgane
Der Fernsehrat vertritt die Interessen der Allgemeinheit gegenüber dem ZDF. Deshalb ist er kein Expertengremium, sondern so vielfältig wie die Gesellschaft selbst. Seine Mitglieder werden von unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen entsandt (§ 21 Abs. 1 ZDF-Staatsvertrag). 2016 wurde im ZDF-Staatsvertrag ein Abwechslungsgebot verankert, nach dem einem ausscheidenden Mann eine Frau bzw. einer ausscheidenden Frau ein Mann folgen muss. Gleichzeitig wurde eine Amtszeitbegrenzung auf maximal drei Amtszeiten eingeführt. Beides führte dazu, dass im Fernsehrat der XVII. Amtsperiode, die am 05.07.2024 begann, ca. die Hälfte der 60 Mitglieder neu entsandt wurden. Aktuell (Stand März 2026) sind zwei Drittel der Mitglieder Frauen. Damit hat sich das Verhältnis zwischen Männern und Frauen im Vergleich zum Fernsehrat der XVI. Amtsperiode umgedreht. Der Verwaltungsrat, der die Tätigkeit des Intendanten vor allem in Haushaltsfragen überwacht, setzt sich aus 12 Mitgliedern zusammen und ist paritätisch mit 6 Frauen und 6 Männern besetzt (2026). Diese werden für eine Amtszeit von fünf Jahren entsendet. Die Zusammensetzung ist in § 24 des ZDF-Staatsvertrages geregelt. Die XIII. Amtsperiode begann am 01. Juli 2022 und endet im Sommer 2027.

Diversität bei Angestellten
Vielfalt in seinen Programmen und beim Personaleinsatz zu praktizieren ist dem ZDF mit dem staatsvertraglichen Vielfaltsgebot eine besondere Verpflichtung. Es hat nicht nur den Auftrag, ein umfassendes Bild der Wirklichkeit in Deutschland zu vermitteln, das Geschehen in den Ländern und die kulturelle Vielfalt Deutschlands sichtbar zu machen und dabei die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland zu fördern. Das ZDF soll mit seinen Programmen und Angeboten ausdrücklich auch der gesamtgesellschaftlichen Integration dienen und auf ein diskriminierungsfreies Miteinander hinwirken (§ 5 ZDF-Staatsvertrag). Das ZDF war 2007 einer der ersten Unterzeichner und wurde 2025 Mitglied der Charta für Vielfalt, einer Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Die Umsetzung des Diversitätsauftrags sowie die Implementierung von Vielfaltskonzepten erfolgen auf Basis gesetzlicher Vorgaben. Benachteiligungen aus Gründen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität werden im Unternehmen nicht geduldet.

Das ZDF präsentiert sich mit den vielfältigen Persönlichkeiten seiner Moderatoreninnen und Moderatoren als Teil einer diversen Gesellschaft. Neben fachlicher Qualifikation spielen deshalb auch Diversity-Erwägungen seit Langem eine Rolle bei der Auswahl der Moderatoreninnen und Moderatoren für Nachrichten- und Magazinformate. Unterschiedliche Präsentatoren und Präsentatorinnen liefern nicht nur wichtige Informationen und Erklärungen, sondern stehen in ihrer Vielfalt auch stellvertretend für die Gesellschaft in Deutschland. Auch bei den Redaktionsvolontariaten gilt, dass Bewerberinnen und Bewerber mit interkulturellen biografischen Hintergründen bei gleicher fachlicher Qualifikation und Eignung besonders berücksichtigt werden.

Die Zahl von Frauen in Führungspositionen ist so hoch wie noch nie. Von 2019 bis 2025 stieg ihr Anteil von 40,4 auf 47,6 Prozent. Das ZDF erfüllt seit vielen Jahren die gesetzliche Quote (5 Prozent) zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Zuletzt betrug deren Anteil 5,4 Prozent. Darüber hinaus werden in einem Volumen von rund 100.000 Euro Aufträge an Werkstätten für Behinderte erteilt. Im Einzelnen zu Vielfalt im Programm und beim Personal siehe DNK-Kriterium 15 "Chancengerechtigkeit".

Grafik zur ZDF DNK-Entsprechenserklärung DNK 16 Mitarbeitende nach Alter

Mitarbeitende nach Alter.

Quelle: ZDF
Grafik zur ZDF DNK-Entsprechenserklärung DNK 16 Mitarbeitende nach Geschlecht 2025

Mitarbeitende nach Geschlecht.

Quelle: ZDF

Leistungsindikator GRI SRS-406-1:
Diskriminierungsvorfälle

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle während des Berichtszeitraums.

b. Status der Vorfälle und ergriffene Maßnahmen mit Bezug auf die folgenden Punkte:
i. Von der Organisation geprüfter Vorfall;
ii. Umgesetzte Abhilfepläne;,
iii. Abhilfepläne, die umgesetzt wurden und deren Ergebnisse im Rahmen eines routinemäßigen internen Managementprüfverfahrens bewertet wurden;
iv. Vorfall ist nicht mehr Gegenstand einer Maßnahme oder Klage.

Das ZDF setzt auf eine diskriminierungsfreie Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen, ebenso wie auf die Erfahrungen und Talente von Menschen unterschiedlichster Herkunft, Weltanschauung und Identität. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass das ZDF Parität bei Frauen und Männern in der Belegschaft, aber auch in den Führungsfunktionen aller Ebenen anstrebt. Ziel muss es darüber hinaus sein, dass gesellschaftliche Teilhabe nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera stattfindet. Für die Qualität im Programm ist das gut.

Das Thema "Diversität" ist fester Bestandteil des Fortbildungsmoduls "Personal". Führungskräfte werden verpflichtend im sensiblen und korrekten Umgang mit Fällen sexueller Belästigung, aber auch sonstigen Fällen von Diskriminierung geschult. Die Vertrauenspersonen nutzen das aktuelle Führungskräfteprogramm zu Informationszwecken. Für die Mitarbeitenden gibt es außerdem vielfältige Fortbildungsangebote zu Dimensionen der Vielfalt im Programm.

Das ZDF hat Anlaufstellen, an die sich Mitarbeitende, aber auch Beschäftigte von Produktionsunternehmen, die im Auftrag des ZDF an Programmen arbeiten (unter anderem Autorinnen und Autoren, Regisseurinnen und Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler, Produktionsbeschäftigte), bei Fällen von Diskriminierung oder Belästigung wenden können. Eine Dienstvereinbarung zum Schutz vor sexueller Belästigung, Diskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz ist zum 01.01.2021 in Kraft getreten. Damit kommt das ZDF verstärkt seiner Verpflichtung aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nach. Das ZDF behandelt Vorwürfe von sexueller Belästigung konsequent, diskret und professionell. Eine Gesamtzahl der Diskriminierungsvorfälle im Berichtszeitraum wird wie in den vergangenen Berichtsperioden aus Gründen der Vertraulichkeit grundsätzlich nicht kommuniziert.

DNK-Kriterium 17

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Strategien und Zielsetzungen für das Unternehmen und seine Lieferkette ergriffen werden, um zu erreichen, dass Menschenrechte weltweit geachtet und Zwangs- und Kinderarbeit sowie jegliche Form der Ausbeutung verhindert werden. Hierbei ist auch auf Ergebnisse der Maßnahmen und etwaige Risiken einzugehen.

Menschenrechte

Einhaltung von Menschenrechten

Das ZDF als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt gehört in Erfüllung seines Programmauftrags keiner Branche mit einer hohen Eintrittswahrscheinlich - keit für menschenrechtliche Risiken an. Die eigene Wertschöpfung weist eine vergleichsweise geringe Komplexität auf und hat einen hohen Bezug zum Standort Deutschland. Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit, bei der Herstellung und Gestaltung seiner Programme und im Rahmen seiner Geschäftsbeziehungen unterliegen Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Arbeitssicherheit, Gesundheits-, Daten- und Jugendschutz sowie Persönlichkeitsrechte, Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Geschlechtern, Nichtdiskriminierung etc. fast ausschließlich der deutschen und europäischen Gesetzgebung und dem Vorherrschen rechtsstaatlicher Prinzipien. Risiken für Menschenrechte ergeben sich daher nicht. Soweit das ZDF als öffentliche Auftraggeberin Waren und Leistungen am Markt im Wettbewerb bei Lieferanten und Unternehmen beschafft, berücksichtigt es auftragsbezogen in seinen Ausschreibungen und im gesamten Beschaffungsprozess u. a. soziale Aspekte und ergreift hierüber Maßnahmen, Unternehmen zur Einhaltung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette zu verpflichten und anzuhalten. So greift das ZDF neben zwingenden und fakultativen Ausschlüssen in Vergabeverfahren bei Verstößen von Unternehmen gegen strafrechtliche Normen des Menschenhandels, Zwangsprostitution, Zwangsarbeit und Ausbeutung bzw. gegen sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen, beispielsweise im Rahmen der Leistungsbeschreibung und Angebotswertung auch auf die Erbringung von Nachweisen zur Transparenz über die Lieferkette durch Unternehmen mittels Zertifizierungen wie u. a. EcoVadis zurück.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht möglich, eine quantitative Zielperspektive im Hinblick auf die Einhaltung von Menschenrechten zu formulieren. Gleichwohl ist die Einnahme einer qualitativen Zielperspektive dort sinnvoll, wo sich rechtlich-regulierende Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene ändern, auch wenn das ZDF hier nicht berichtspflichtig ist bzw. nicht in den Geltungsbereich der entsprechenden Gesetzgebung fällt. Neben Menschenrechten werden Anforderungen zu Tarifbindung und Mindestlohn bei Ausschreibungen berücksichtigt.

Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (LkSG)
Das ZDF fällt als juristische Person des öffentlichen Rechts, die gerade nicht unternehmerisch tätig ist, nicht in den Geltungsbereich des Gesetzes über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (LkSG). Gleichwohl ist sich das ZDF seiner Verantwortung und Vorbildfunktion im Hinblick auf den Schutz von Menschenrechten im Rahmen der Beschaffungsprozesse be wusst. Im Zuge öffentlicher Ausschreibungen und Vergabeverfahren prüft das ZDF die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch Bieter und Bewerber. Verstöße von Bietern und Bewerbern haben Einfluss auf die Auswahlentscheidung.

So schließt das ZDF im Rahmen einer Ermessensentscheidung Unternehmen von der Teilnahme an Vergabeverfahren aus, wenn für das Unternehmen ein Verstoß im Sinne von § 22 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) gegen seine Sorgfaltspflichten in Bezug auf menschenrechtliche oder umweltbezogene Risiken rechtskräftig festgestellt worden ist.

Auch unabhängig vom LkSG kann das ZDF freiwillige Standards setzen. Etwa durch die Nutzung anerkannter Zertifikate (z. B. ISO 14001, SA8000, Fair Labor, EMAS), sofern dies im Einzelfall vergaberechtskonform ist. Ein weiterer Beitrag zur Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Bereich der Lieferketten ist die Verpflichtung der Lieferanten zur Offenlegung relevanter Unterlieferantenstufen oder Unterauftragnehmer.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 17

Leistungsindikator GRI SRS-412-3:
Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Investitionsvereinbarungen

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der erheblichen Investitionsvereinbarungen und -verträge, die Menschenrechtsklauseln enthalten oder auf Menschenrechtsaspekte geprüft wurden.

b. Die verwendete Definition für "erhebliche Investitionsvereinbarungen".

Es existiert kein beim ZDF explizit erhobener Indikator, da alle signifikanten Investitionsvereinbarungen und Investitionsverträge den an juristische Personen des öffentlichen Rechts gestellten, strengen rechtlichen Anforderungen unterliegen.

Leistungsindikator GRI SRS-412-1:
Auf Menschenrechtsaspekte geprüfte Betriebsstätten

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Geschäftsstandorte, an denen eine Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde, aufgeschlüsselt nach Ländern.

Es existiert kein beim ZDF explizit erhobener Indikator, da alle signifikanten Investitionsvereinbarungen und Investitionsverträge den an juristische Personen des öffentlichen Rechts gestellten, strengen rechtlichen Anforderungen unterliegen.

Leistungsindikator GRI SRS-414-1:
Auf soziale Aspekte geprüfte, neue Lieferanten

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Prozentsatz der neuen Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien bewertet wurden.

Es existiert kein beim ZDF explizit erhobener Indikator. Alle Lieferbeziehungen unterliegen den an juristischen Personen des öffentlichen Rechts sowie öffentliche Auftraggeber gestellten, strengen rechtlichen Anforderungen. Ein Leitfaden für nachhaltige Beschaffung ist 2024 in Kraft gesetzt und wird durch begleitende Schulungen im Haus etabliert.

Leistungsindikator GRI SRS-414-2:
Soziale Auswirkungen in der Lieferkette

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Zahl der Lieferanten, die auf soziale Auswirkungen überprüft wurden.

b. Zahl der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen ermittelt wurden.

c. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen, die in der Lieferkette ermittelt wurden.

d. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt und infolge der Bewertung Verbesserungen vereinbart wurden.

e. Prozentsatz der Lieferanten, bei denen erhebliche tatsächliche und potenzielle negative soziale Auswirkungen erkannt wurden und infolgedessen die Geschäftsbeziehung beendet wurde, sowie Gründe für diese Entscheidung.

Es existiert kein beim ZDF explizit erhobener Indikator, da alle signifikanten Investitionsvereinbarungen und Investitionsverträge den an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentliche Auftraggeber gestellten, strengen rechtlichen Anforderungen unterliegen. Das ZDF fällt als juristische Person des öffentlichen Rechts, die nicht unternehmerisch tätig ist, nicht in den Geltungsbereich des Gesetzes über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (LkSG).

DNK-Kriterium 18

Das Unternehmen legt offen, wie es zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, in denen es wesentliche Geschäftstätigkeiten ausübt.

Gemeinwesen

Einsatz über das Kerngeschäft hinaus

Der finanzielle Gesamtaufwand des ZDF beträgt für den Berichtszeitraum circa 2,6 Mrd. € p.a. Das ZDF veröffentlicht auf seiner Unternehmenswebseite detaillierte Informationen (wird jährlich aktualisiert) zum entsprechend dort ausgewiesenem Jahresabschluss, der die systematisch miteinander verknüpften Einzelrechnungen Ertrags- und Aufwandsrechnung (Abrechnung des Ertrags- und Aufwandsplans), Finanzrechnung (Abrechnung des Finanzplans), Bilanz (Vermögensrechnung) und Gewinn- und Verlustrechnung umfasst. Als Arbeitgeber beschäftigt das ZDF gut 3.400 feste Mitarbeitende an den Standorten Sendezentrum Mainz, Hauptstadtstudio Berlin sowie in 16 Inlands- und 18 Auslandsstudios einschließlich Korrespondenten- und Außenstelle für das Programm. Hinzu kommen rund 1.500 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeit-Äquivalentebasis.

Wie das ZDF zum Gemeinwesen in den Regionen beiträgt, bemisst sich aber nicht nur nach ökonomischen Kennzahlen und Kriterien. So wie das Medienunternehmen ZDF seine öffentlich-rechtliche Funktion erfüllt und in Deutschland die kommunikative, kulturelle und gesellschaftliche Infrastruktur befördert, trägt es damit auch seinen Standort in die Welt. Und schafft umgekehrt zahlreiche ökonomische, kulturelle und kreative Impulse für seinen Hauptsitz in Mainz sowie die Studios in den Ländern und im Ausland.

Das ZDF ist Mitglied, Kooperationspartner oder Förderer zahlreicher regionaler, nationaler und internationaler Verbände, Institutionen und Initiativen und trägt so zur gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und technologischen Entwicklung des Gemeinwesens bei.

Strategien und konkrete Maßnahmen, durch die Ihr Unternehmen zum Gemeinwesen beiträgt

Nationale und internationale Kooperationen – Engagement in der Branche
Das ZDF sieht im kontinuierlichen Austausch mit Wissenschaft und Praxis einen wichtigen Baustein für die Ausbildung qualifizierten Nachwuchses und die Fortbildung seiner Mitarbeitenden. Neben der Ausbildung und Personalentwicklung dient der Austausch auch dazu, bei den zentralen Entwicklun -gen etwa in den Bereichen Medientechnik, Medienforschung, Medienpolitik oder Medienrecht an der Spitze des Geschehens zu sein und die jeweiligen Veränderungen aktiv mitgestalten zu können. Vor diesem Hintergrund hat das ZDF den Austausch mit der Wissenschaft und anderen öffentlich-rechtlichen Sendern auf verschiedenen Ebenen institutionalisiert.

Seit seinem Programmstart 1963 ist das ZDF aktives Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU), des Dachverbands der europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten mit Mitgliedern aus mehr als 50 Ländern. Die EBU fördert in einer ganzen Reihe von Fachversammlungen den Austausch ihrer Mitglieder, unter anderem zu den Themenfeldern Nachrichten, Fiktion, Technik, Digitalisierung, Finanzen oder Medienrecht und auch Nachhaltigkeit. Das ZDF ist in allen Gremien und Arbeitsgruppen der EBU vertreten und setzt sich für einen intensiven und nachhaltigen Austausch der öffentlich-rechtlichen Sender untereinander ein. Seit den 1960er Jahren ist das ZDF eben so assoziiertes Mitglied der Asia-Pacific Broadcasting Union (ABU). Die ABU ist das Pendant zur EBU im asiatisch-pazifischen Raum und stellt für das ZDF die Institution für den Austausch mit Sendern in dieser Region dar.

Mehr Hintergründe, Informationen und Aktuelles zu den unterschiedlichsten Engagements in der Gesellschaft, in der Branche und im Unternehmen finden sich hier.

Branchenförderung
Das ZDF engagiert sich auf vielfältige Weise für den Erhalt und die Weiterentwicklung einer leistungsstarken deutschen Kreativwirtschaft. Wichtige Brancheninstitutionen vom Deutschen Theaterpreis über die Berlinale bis zum Goldenen Spatz werden durch das ZDF unterstützt. Essentiell für eine lebendige Filmkultur ist neben dem Fernsehen natürlich auch das Kino. Auch hier leistet das ZDF einen wesentlichen Beitrag. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 war das ZDF (inkl. ARTE) an ca. 234 Kinofilmen beteiligt. Des Weiteren fördert das ZDF den Kinofilm durch Unterstützung der Filmförderanstalt des Bundes (FFA), durch Geld- und Sachleistungen sowie durch Förderung der unterschiedlichen regionalen Filmförderanstalten. Insgesamt liegt das Engagement des ZDF seit 2023 über 20 Mio. Euro.

In den letzten Jahren standen allerdings die Arbeitsbedingungen in der Kultur branche im kritischen Fokus der Öffentlichkeit. Das ZDF beteiligte sich an den Branchengesprächen zum respektvollen und diskriminierungsfreien Arbeiten in der Kultur- und Filmbranche und ist ein Erstunterzeichner des "Respect Code Film". Bereits zuvor hatte das ZDF zur Vermeidung von Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz eine Dienstvereinbarung erlassen und umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Die branchenweite Vertrauensstelle Themis, an deren Gründung das ZDF beteiligt war, wird auch 2026 durch einen erheblichen finanziellen Beitrag unterstützt werden. Zudem ist geplant die Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau und die Messung weiterer Diversitätsaspekte in allen Funktionen der Filmproduktion im Jahr 2026 weiter voranzutreiben. Im Jahr 2026 soll die Mitwirkendendatenbank "cred.it" produktiv gehen, in der Geschlecht, Alter und Funktion aller im Vor- und Abspann genannten Mitwirkenden auswertbar erfasst werden soll. In einem weiteren Projekt werden Geschlecht, Alter, Bildschirmzeit und Redeanteil von Protagonistinnen und Protagonisten von einer KI ermittelt, die in den Programmen des ZDF zu sehen sind.

Nachwuchsförderung
Die Förderung des Nachwuchses besteht aus drei Säulen und umfasst Studierende in journalistischen, dramaturgischen und medienwirtschaftlichen Bereichen. Hierzu verfügt das ZDF bundesweit über Partnerschaften mit Hochschulen und Bildungsinstitutionen.

ZDF goes Schule
ZDF goes Schule ist die Bildungsinitiative des ZDF und ein ze n traler Baustein der Strategie "Ein ZDF für alle". Mit dem Ziel, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und Orientierung in einer zunehmend komplexen Medienwelt zu bieten, engagiert sich das ZDF für die Stärkung der Medienkompetenz junger Menschen (siehe auch DNK-Kriterium 9 "Beteiligung von Anspruchsgruppen"). Die Initiative unterstützt die Demokratiebildung, gibt jungen Perspektiven mehr Raum im öffentlichen Diskurs und schafft Möglichkeiten, wie Schulen aktiv Feedback und Impulse in die Weiterentwicklung des Angebots einbringen können.

ZDF-Partnerschulen
Mit dem Start des Partnerschulprogramms im Schuljahr 2025/26 hat das ZDF eine neue Phase seiner Bildungsinitiative "ZDF goes Schule" eingeleitet. Ziel der Initiative ist es, Medienkompetenz zu stärken, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und jungen Menschen journalistisches Arbeiten unmittelbar erfahrbar zu machen. Für die Pilotphase haben sich bundesweit fast 500 Schulen beworben. Über 50 Schulen aller Schulformen und aus allen Bundesländern wurden von einer ZDF-internen Jury ausgewählt und bilden nun das erste Netzwerk der ZDF Partnerschulen. Sie erhalten Zugang zu einem umfassenden Paket an Angeboten: Dazu gehören Schulbesuche von Programmmachenden, ein regelmäßiger Newsletter, Studiobesuche sowie verschiedene Backstage Einblicke in Produktionen, beispielsweise bei großen Sportereignissen, wie dem Biathlon Weltcup in Ruhpolding oder bei ZDF-Shows, wie der Giovanni-Zarrella-Show in Offenburg.

Zudem entsenden Partnerschulen eine Lehrkraft in ein Sounding-Board, das den kontinuierlichen Austausch zwischen Projekt, Redaktionen und Schulen sicherstellt. Die ausgewählten Partnerschulen für das Schuljahr 2025/26 sind hier abrufbar. Die im Pilotschuljahr gesammelten Erfahrungen bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung und künftige Ausrichtung des Programms.

schule.zdf.de
Das Webangebot schule.zdf.de steht allen Schulen in Deutschland offen und richtet sich vor allem an alle Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen. Die Plattform bietet eine Vielzahl an hochwertigen Medieninhalten für den Unterricht, kostenlos und ohne Registrierung. Das Portal bündelt Bildungsangebote aus der gesamten ZDF-Markenwelt, von "Terra X" über "PUR+" bis zu "planet e.". Die Inhalte sind gezielt für den schulischen Einsatz kuratiert und lassen sich nach Schulfächern und Lehrplanthemen sortieren. So finden Lehrkräfte schnell passende Materialien für ihren Unterricht. Ein besonderer Vorteil: Erklärclips unter Creative Commons-Lizenz. Diese dürfen im Unterricht frei verwendet, geteilt und teilweise angepasst werden, ein echter Mehrwert für die Unterrichtsvorbereitung und -durchführung. Hier werden Fragen verschiedenster Bereiche beantwortet, von "Was ist Herdenimmunität?", über "Wie ist Protein aufgebaut?" bis zu "Was bedeutet politische Immunität?". Neben Einzelvideos bietet schule.zdf.de auch strukturierte Themenschwerpunkte für viele Fächer, zum Beispiel zu Ökosystemen, Weltraum und Schwerkraft oder dem Römischen Reich. Zu ausgewählten Inhalten sind zudem begleitende Unterrichtsmaterialien verfügbar, die methodisch-didaktische Impulse geben und dabei unterstützen, die Inhalte im Unterricht einzusetzen, beispielsweise zur Finanzbildung oder geschichtlichen Themen. Die Plattform verfügt über eine Such- und Filterfunktion, die speziell für den schulischen Einsatz konzipiert wurde. Lehrkräfte können gezielt nach Fachbereichen, Themenfeldern oder Lizenztypen filtern und so schnell passende Inhalte für ihre jeweilige Unterrichtssituation finden.

Kooperationspartner
Ein weiterer wichtiger Bestandteil von "ZDF goes Schule" sind Kooperationen mit Bildungsinstitutionen. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem Lehrerverbände, "Journalismus macht Schule", "„Lie Detectors", "klick safe" sowie das Medieninstitut der Länder (FWU). Gemeinsam mit den Kooperationspartnern entwickelt das ZDF zum Beispiel Unterrichtsmaterialien und Quizformate zu Themen wie Desinformation, ermöglicht Schulbesuche und erleichtert Schulen den Zugang zu relevanten Bildungsinhalten.

Weitere Bildungs- und Medienkompetenzangebote für junge Zielgruppen
Darüber hinaus stärkt das ZDF mit verschiedenen Programmen die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und ermöglicht ihnen praxisnahe Einblicke in die Welt der Medienproduktion.

SCHAU HIN! – Kinder und Medienkompetenz
Fernsehen, Handy, Computerspiele und Internet sind allgegenwärtig, auch im Alltag unserer Kinder. Eltern können viel dazu beitragen, dass ihre Kinder lernen, richtig und gefahrlos mit diesen Geräten umzugehen. Neben einer breiten Berichterstattung zu diesem Thema im Programm stellt sich das ZDF auch als Partner von SCHAU HIN! dieser gesellschaftlichen Verantwortung. Die Initiative hält ein umfassendes Beratungsangebot zum Thema Medienkompetenz für Kinder zwischen drei und 13 Jahren bereit. Praktische Tipps helfen Eltern und Erziehenden, ihre Kinder beim maßvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu unterstützen. Der Medienratgeber ist inzwischen bei Journalistinnen und Journalisten und Organisationen ein anerkannter und gefragter Experte mit wachsendem Renommee. Im Internetangebot finden sich aktuelle Ratschläge zum Umgang mit Internet, Fernsehen und sozialen Netzwerken, wie auch mit mobilen Geräten und Computerspielen. Broschüren und Flyer stehen in zahlreichen Sprachen zum kostenlosen Download zur Verfügung und können auch als Printversion angefordert werden. Die Experten des SCHAU HIN!-Beirats bilden den fachlichen Hintergrund des Medienratgebers.

Aktion Mensch – Engagement für die Gesellschaft
Das ZDF ist wesentlicher Initiator und Mitbegründer der "Aktion Mensch". Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 stehen die "Aktion Mensch" (anfänglich "Aktion Sorgenkind") und das ZDF gemeinsam für eine Gesellschaft ein, in der das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung zum Alltag wird. Beide tragen dazu bei, Inklusion, insbesondere auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, stärker in die Gesellschaft zu bringen und dort als selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Lebens zu verankern.

Das ZDF nutzt seine Breitenwirkung, um gesellschaftlichen Ungleichheiten engagiert entgegenzutreten. Mit seinen journalistischen Beiträgen und ganzen Sendeformaten zum Thema Inklusion erreicht der Sender dabei Millionen Nutzerinnen und Nutzer – und baut Barrieren in den Köpfen der Menschen ab, die sich dem Thema Inklusion bisher kaum genähert haben. Zwar wollen 93 Prozent aller Deutschen in einer inklusiven Gesellschaft leben, aber nur ein Drittel der Bevölkerung ohne Behinderung hat häufig Kontakt zu Menschen mit Behinderung. Nichtbegegnung ist die überwiegende Realität.

Dabei können Begegnungen die persönliche Einstellung ändern und so ein positives Klima für eine inklusive Gesellschaft schaffen. Wie Begegnungen auf Augenhöhe das Leben verändern, zeigt jeden Samstag die Sendung "Menschen – das Magazin". Die Reportagen über Menschen mit Behinderung machen Hindernisse im Alltag deutlich und zeigen, wie es besser geht. Schon heute gibt es gelungene Beispiele, wie Inklusion in vielen Bereichen des Lebens – sei es am ersten Arbeitsmarkt, im Bereich Wohnen oder in der Freizeitgestaltung – Realität sein kann. Seit nun mehr als 60 Jahren hat das ZDF das Wachstum der Soziallotterie zu der inzwischen größten privaten deutschen Förderorganisation im sozialen Bereich vorangetrieben. Als Mitglied und Medienpartner steht das ZDF auch weiterhin an der Seite der "Aktion Mensch".

40 Jahre KinderHilfe Philippinen
Der Verein "KinderHilfe Philippinen e.V." wurde 1985 ins Leben gerufen. Die Privatinitiative entstand aus dem Engagement eines ZDF-Mitarbeiters, dessen Anliegen es war, dass alle Spendengelder direkt den Kindern zugutekommen. Bereits 1986 entstanden in Padre Burgos auf der Insel Leyte die ersten Kinderhäuser und ein Verwaltungsgebäude, später kamen weitere Gebäude und ein Spielplatz hinzu. 1996 lebten rund 100 Kinder im Kinderdorf. Für sein Engagement erhielt Jürgen Schneidt 1999 das Bundesverdienstkreuz.

Besonders erfolgreich ist die schulische Förderung der Kinder. Viele schließen ihre Schulausbildung ab und beginnen anschließend eine Berufsausbildung oder ein Studium. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit in Padre Burgos sind regelmäßige Reisverteilungen, die Familien mit geringem Einkommen unterstützen.

Im Jahr 2010 konnte die "KinderHilfe" die bis dahin gepachteten Grund- stücke erwerben. Nach 25 Jahren war eine Erneuerung des gesamten Kinderdorfs notwendig. Die alten Häuser aus Holz und Bambus wurden durch stabile Steinbauten ersetzt. Die Pläne dafür stammen von einem Architekten, der selbst als Kind im Dorf aufgewachsen ist. Gleichzeitig wurde die Infrastruktur verbessert: Es wurden Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung und eine Photovoltaikanlage zur eigenen Stromerzeugung installiert. Der Taifun Yolanda traf am 8. November 2013 zwar nicht direkt das Kinderdorf, verursachte jedoch nördlich von Padre Burgos große Schäden. Der Verein organisierte unter der Schirmherrschaft des damaligen ZDF-Intendanten Markus Schächter eine Spendenaktion, um betroffene Haushalte zu unterstützen. Mehr als 3.400 Familien erhielten Hilfe. Um Menschen in besonders betroffenen Gebieten zu erreichen, wurde sogar ein Navy-Boot eingesetzt.

Im Laufe der vergangenen 40 Jahre haben über 400 Kinder im Kinderdorf gelebt. Seit der Gründung hat die "KinderHilfe" mehr als 100 Klassenzimmer, 60 Kinderbetreuungseinrichtungen, 20 große Sanitäranlagen und 20 Erste-Hilfe-Stationen errichtet. Außerdem wurden medizinische Geräte wie Röntgenapparate und Zahnarztstühle an Kliniken gespendet.

Im ZDF ist die "KinderHilfe" regelmäßig bei Sommerfesten, Weihnachtstombolas und weiteren Aktionen präsent. Die Verbindung und Unterstützung innerhalb des ZDF spielen für die Kinder eine wichtige Rolle. Ohne die Mit -hilfe von Kolleginnen und Kollegen, den verschiedenen Bereichen sowie der Geschäftsleitung wäre eine schlanke und effiziente Verwaltung des Vereins nicht möglich.

Förderung der Nachhaltigkeit in der Region: Ökoprofil

Das ZDF engagiert sich seit 2009 kontinuierlich im Netzwerk Ökoprofit der Stadt Mainz. Ökoprofit ist ein etabliertes Umweltberatungsprogramm, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Betriebsabläufe ökologisch effizient und ressourcenschonend zu gestalten. Im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten hat sich dieses Programm zu einem bedeutenden regionalen Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften entwickelt und über 120 Betrieben ökologische Arbeitsweisen nähergebracht. Ziel ist es, natürliche Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Energie und Rohstoffeffizienz zu verbessern. Unternehmen profitieren zudem von fachlicher Begleitung, einem intensiven Erfahrungsaustausch und der gemeinsamen Entwicklung wirkungsvoller Umweltmaßnahmen. Das ZDF ist Teil dieses Netzwerks und unterstreicht damit seine langjährige und aktive Rolle im regionalen Nachhaltigkeitsdialog. Die Teilnahme ermöglicht es dem Unternehmen, eigene ökologische Standards weiterzuentwickeln und gleichzeitig Impulse aus der gemeinsamen Arbeit mit anderen Betrieben aufzunehmen, um wirksame Umweltstrategien umzusetzen.

Förderung der Nachhaltigkeit in der Region: Bündnis Biodiversität
Ab März 2026 ist das ZDF Gründungsmitglied im neuen Bündnis Biodiversität der IHK Rheinhessen. Dieses entstehende Netzwerk soll Unternehmen dabei unterstützen, biologische Vielfalt systematisch in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren und regionale Ökosysteme langfristig zu stärken. Die IHK Rheinhessen plant den Aufbau eines solchen Zusammenschlusses im Rahmen des bundesweiten Projekts Unternehmen Biologische Vielfalt. Das Netzwerk soll den Austausch zwischen Unternehmen fördern, Best Practices sichtbar machen und praxisorientierte Unterstützung bieten, um Biodiversität als festen Bestandteil der betrieblichen Nachhaltigkeit zu verankern. Besonders relevant ist die Möglichkeit, ökologische Entwicklungen messbar zu machen und sie in das Nachhaltigkeitsreporting einzubinden.

Mit der Beteiligung an Ökoprofit und der Mitwirkung im Biodiversitätsbündnis zeigt das ZDF verantwortungsbewusstes Handeln und stärkt seine ökologische Zukunftsfähigkeit. Beide Initiativen bieten wertvolle Plattformen, um konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die ökologische Qualität zu fördern und nachhaltige Entwicklungen im regionalen Umfeld aktiv zu unterstützen.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 18

Leistungsindikator GRI SRS-201-1:
Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. den zeitanteilig abgegrenzten, unmittelbar erzeugten und ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert, einschließlich der grundlegenden Komponenten der globalen Tätigkeiten der Organisation, wie nachfolgend aufgeführt. Werden Daten als Einnahmen Ausgaben Rechnung dargestellt, muss zusätzlich zur Offenlegung folgender grundlegender Komponenten auch die Begründung für diese Entscheidung offengelegt werden:
i. unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert: Erlöse,
ii. ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: Betriebskosten, Löhne und Leistungen für Angestellte, Zahlungen an Kapitalgeber, nach Ländern aufgeschlüsselte Zahlungen an den Staat und Investitionen auf kommunaler Ebene,
iii. beibehaltener wirtschaftlicher Wert: "unmittelbar erzeugter wirtschaftlicher Wert" abzüglich des "ausgeschütteten wirtschaftlichen Werts".

b. Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert muss getrennt auf nationaler, regionaler oder Marktebene angegeben werden, wo dies von Bedeutung ist, und es müssen die Kriterien, die für die Bestimmung der Bedeutsamkeit angewandt wurden, genannt werden.

Die Ertrags- und Aufwandsrechnung des ZDF entspricht inhaltlich der Gewinn- und Verlustrechnung, ist jedoch gemäß der Haushaltssystematik des ZDF anders strukturiert. Sie schließt das Geschäftsjahr 2024 mit Gesamterträgen von 2.540,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.564,0 Mio. Euro) und Gesamtaufwendungen von 2.551,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2.436,7 Mio. Euro) sowie einem Betriebsergebnis von -10,7 Mio. Euro ab. Im Vorjahr betrug das Betriebsergebnis 127,4 Mio. Euro. Das Ergebnis der Ertrags- und Aufwandsrechnung gemäß Haushaltssystematik weicht von dem handelsrechtlichen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung wegen der unterschiedlichen Berücksichtigung der aktivierten Vorsteuer auf Anlage- und Programmvermögen und den damit verbundenen Abschreibungen ab.

Das ZDF veröffentlicht auf der Unternehmenswebseite detaillierte Informationen zum entsprechend dort ausgewiesenen Jahresabschluss, der die systematisch miteinander verknüpften Einzelrechnungen Ertrags- und Aufwandsrechnung (Abrechnung des Ertrags- und Aufwandsplans), Finanzrechnung (Abrechnung des Finanzplans), Bilanz (Vermögensrechnung) und Gewinn- und Verlustrechnung umfasst. Der veröffentlichte Link zum Jahresabschluss wird jährlich aktualisiert. Der Jahresabschluss für das Jahr 2025 wird auf der Unternehmenswebseite im September des Jahres 2026 publiziert.

DNK-Kriterium 19

Alle wesentlichen Eingaben bei Gesetzgebungsverfahren, alle Einträge in Lobbylisten, alle wesentlichen Zahlungen von Mitgliedsbeiträgen, alle Zuwendungen an Regierungen sowie alle Spenden an Parteien und Politiker sollen nach Ländern differenziert offengelegt werden.

Politische Einflussnahme

Das ZDF bemüht sich um Einflussnahme auf politische Initiativen, wenn und soweit die Sendeanstalt in ihrer Aufgabenwahrnehmung betroffen ist. Das politische Engagement des ZDF folgt seiner Aufgabenstellung (Gestaltung der Medienordnung, Verteidigung der Rundfunkfreiheit und der journalistischen Grundfreiheiten usw.).

Das ZDF beteiligt sich unter anderem bei folgenden Rundfunkorganisationen und Einrichtungen mit Beiträgen bzw. Zuwendungen:

  • Filmförderanstalt Berlin (FFA)
  • Filmstiftung Nordrhein-Westfalen
  • FilmFernsehFond Bayern
  • Medienboard Berlin-Brandenburg
  • Mitteldeutsche Medienförderung GmbH
  • Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein
  • Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg
  • nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen
  • HessenFilm und Medien GmbH
  • Internationale Filmschule Köln
  • Institut für Rundfunkrecht und Mediendienste, Universität Mainz
  • Institut für europäisches Medienrecht e. V., Saarbrücken
  • Stiftung Prix Jeunesse, München
  • Hochschule für Fernsehen und Film, München
  • Deutsch-Französischer Journalistenpreis
  • Prix Europa, Berlin
  • Deutsches Institut für Filmkunde e. V., Frankfurt
  • Internationaler beratender Ausschuss für den Funkdienst, Genf
  • Bayerische Akademie für Fernsehen e. V.
  • Deutsches Kinder-Medien-Festival, Gera
  • Leibniz-Institut für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut (HBI)
  • Haus des Dokumentarfilms Europäisches Medienforum
  • Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
  • Deutsche Film- und Fernsehakademie GmbH, Berlin
  • Deutsche Journalistenschule e. V., München
  • Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt (Themis), Berlin
  • Arbeitsgemeinschaft Medientreffpunkt Mitteldeutschland, Leipzig
  • ARD/ZDF-Förderpreis Frauen und Medientechnologie
  • Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (Trägerverein)
  • Deutscher Kamerapreis, Köln
  • Emmy Award
  • Institut für Rundfunktechnik (IRT)
  • European Broadcast Union (EBU)
  • Rundfunk-Betriebstechnik (RBT)
  • Asia Pacific Broadcasting Union (ABU)

Das ZDF ist im Rahmen von Informationspflichten, Auskunftsersuchen oder Transparenzinitiativen medienpolitisch aktiv. Es wird zu allen für das ZDF relevanten Gesetzgebungsinitiativen auf nationaler und europäischer Ebene Stellung genommen. Das ZDF informiert darüber hinaus die nationalen Institutionen sowie die Institutionen der Europäischen Union und erläutertAuswirkungen spezifischer legislativer Vorschläge und politischer Initiativen auf den Rundfunk und audiovisuelle Medien.

Im Jahr 2025 wurden auf EU-Ebene insbesondere die beiden Gesetzesinitiativen zur Revision der Audiovisuelle Mediendienste-Richtlinie (AVMD) so wie zur Reform des Telekommunikationspakets (Digital Network Act DNA) vorbereitet. Gemeinsam mit anderen nationalen und europäischen Partnern (insbesondere der EBU) hat sich das ZDF im Zusammenhang mit der Revision der AVMD-Richtlinie für die Einführung von Prominence Regeln eingesetzt, die die Plattformen dazu verpflichten sollen, Angebote des ZDF bevorzug auffindbar zu machen. Bei der Reform des Telekommunikationspaketes geht es insbesondere darum, die bisher bestehenden Übertragungsverpflichtungen für Kabelbetreiber beizubehalten und mögliche Verpflichtungen für zu sätzliche Zahlungen an Telekommunikationsunternehmen zu verhindern. Die Dienststellen der Europäischen Kommission werden die Gesetzesvorschläge 2026 vorlegen.

Gleichzeitig hat sich das ZDF für eine effektive Umsetzung des Europäischen Medienfreiheitsgesetzes eingesetzt, insbesondere ein geordnetes Verfahren für den Fall, dass Plattformen Inhalte des ZDF löschen oder blockieren wollen, sowie die spezifischen Regeln für die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das ZDF ist im Transparenzregister der Europäischen Union eingetragen. Auf nationaler Ebene war das Jahr 2025 insbesondere durch die Unterzeichnung des Reformstaatsvertrages geprägt. Dieser trat mit Zustimmung aller 16 Bundesländer am 1. Dezember 2025 in Kraft. Er enthält sowohl Vorgaben für eine Reduzierung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen als auch neue Regeln für die öffentlich-rechtlichen Online-Angebote. Der Staatsvertrag nimmt jedoch auch die Strukturen der Sender in den Blick und verpflichtet das ZDF zu einer noch engeren Zusammenarbeit mit den in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten sowie dem Deutschlandradio.

Unter dem gleichen Datum trat weiter der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (6. MÄStV) in Kraft, mit dem unter anderem erstmals Betriebssysteme verpflichtet werden, Vorkehrungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor entwicklungsschädigenden Inhalten zu treffen. Auf diese Weise sollen Eltern und Erziehungsberechtigte künftig in die Lage versetzt werden, Jugendschutzeinstellungen auf den von Kindern und Jugendlichen genutzten Endgeräten leicht einzustellen und einfach zu konfigurieren.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 19

Leistungsindikator GRI SRS-415-1: Parteispenden
Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Monetären Gesamtwert der Parteispenden in Form von finanziellen Beiträgen und Sachzuwendungen, die direkt oder indirekt von der Organisation geleistet wurden, nach Land und Empfänger/Begünstigtem.

b. Gegebenenfalls wie der monetäre Wert von Sachzuwendungen geschätzt wurde.

Das ZDF erbringt keine Parteispenden.

EFFAS G01-01: Zahlungen an politische Parteien

Das ZDF leistet keine Zahlungen an Parteien.

DNK-Kriterium 20

Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere von Korruption existieren, wie sie geprüft werden, welche Ergebnisse hierzu vorliegen und wo Risiken liegen. Es stellt dar, wie Korruption und andere Gesetzesverstöße im Unternehmen verhindert, aufgedeckt und sanktioniert werden.

Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten

Strategien, konkrete Maßnahmen, Standards, Systeme und Prozesse zur Vermeidung von rechtswidrigem Verhalten und insbesondere Korruption.

Compliance
Das ZDF hat ein wirksames Compliance-Management-System (CMS) eingerichtet, das den Anforderungen des Medienstaatsvertrags entspricht und stetig weiterentwickelt wird.

Der Intendant trägt unter Einbezug der Geschäftsleitung und der nachgeordneten Führungsebenen die Gesamtverantwortung für das Compliance Management im ZDF und gibt die Complianceziele und die Grundzüge der Compliance-Organisation vor.

Das ZDF hat zudem einen Compliance-Beauftragten ernannt, der als zentraler Ansprechpartner für Compliance fungiert. Der Compliance-Beauftragte berichtet regelmäßig an den Intendanten, den Verwaltungsrat und an den Fernsehrat, soweit dieser unmittelbar berührt ist. Der Compliance-Beauftragte leitet auch das fachübergreifende Compliance Board des ZDF, in dem Compliancerisiken und -fragen übergeordnet erörtert und evaluiert werden. Compliance-Beauftragter und Compliance Board unterbreiten dem Inten danten Vorschläge für die Weiterentwicklung des CMS, die Anpassung des Regelwerks und sonstige Compliance-Maßnahmen, etwa zur Schulung und Kommunikation.

Compliance-Regeln und Ziele

Das ZDF als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt steht in einer besonderen Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit, die pro Haushalt den Rundfunkbeitrag entrichtet. Daher gehören Unabhängigkeit, Integrität und Glaubwürdigkeit zu den zentralen Werten des Unternehmens. Das ZDF verfolgt mit seinen vielfältigen Compliance-Maßnahmen das Ziel, eine nachhaltige Compliance-Kultur im Unternehmen aufrechtzuerhalten und weiter zu stärken.

Verhaltenskodex
Die Compliance-Maßnahmen des ZDF werden stetig an die sich ändernden Erfordernisse angepasst. Hervorzuheben ist der ZDF-Verhaltenskodex als zentrale Verhaltensvorschrift des ZDF.

Keine privaten Vorteile
Dass der Status von ZDF-Mitarbeitenden nicht dazu genutzt werden darf, sich individuelle private Vorteile zu verschaffen, ist in verschiedenen Einzelregelungen festgehalten, die den korrekten Umgang mit Geschenken, Einladungen, Rabatten oder Reisen genau festlegen.

Umgang mit Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern
Der Verhaltenskodex und die ihm zugrundeliegenden Einzelregelungen enthalten noch weitere Verhaltensrichtlinien, etwa für Interessenkonflikte im Umgang mit Geschäftspartnern. Der Umgang ist sowohl dienstlich als auch privat so zu gestalten, dass daraus keine Abhängigkeiten erwachsen, die zum Zweck der Korruption genutzt werden können. Unter den Punkten "Nebentätigkeiten", "Rechtsgeschäfte mit Familienangehörigen oder sonst nahe stehenden Personen" sowie "Insiderwissen und Kapitalbeteiligungen" ist nachzulesen, wie jedem Anschein einer privaten Vorteilsnahme oder Interessenskollisionen offensiv entgegenzutreten ist. Der Verhaltenskodex stellt weiter klar, dass eine Verletzung der darin niedergelegten Pflichten zu arbeitsrechtlichen oder sogar strafrechtlichen Konsequenzen führen kann.

Interne Meldestelle und externe Ombudsperson
Ergibt sich ein Verdacht auf Korruption oder Fehlverhalten sind alle ZDF- Mitarbeitenden dazu aufgerufen, Vorgesetzte oder die Revision zu informieren. Allen Hinweisgebern steht zudem ein externer und unabhängiger Vertrauensanwalt als Anlaufstelle zur Verfügung. Der Vertrauensanwalt fungiert hierbei als externe Ombudsperson nach dem Medienstaatsvertrag. Der Vertrauensanwalt wahrt Vertraulichkeit und auf Wunsch die Anonymität des Hinweisgebers/der Hinweisgeberin gegenüber dem ZDF. Zugleich ist beim Vertrauensanwalt die Interne Meldestelle des ZDF nach dem Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) eingerichtet. Der Vertrauensanwalt stellt die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen des HinSchG sicher.

Schulungen und Kommunikation
Führungskräfte und Mitarbeitende erhalten regelmäßig Schulungen und Informationen zu Compliance-Themen, u. a. ist im ZDF-Intranet ein eigenes Angebot zu Compliance-Themen eingerichtet. Für alle Mitarbeitenden ist darüber hinaus ein verpflichtendes Online-Training zu Compliance vorgesehen. Hinzu kommt ein breites Schulungsangebot zu anderen Rechtsthemen, insbesondere auch für das bedeutende Feld der Programm-Compliance, das u. a. über die staatsvertraglichen, presserechtlichen und urheberrechtlichen Grundlagen für die Programmgestaltung informiert.

Risiken
Abseits der implizit beschriebenen Risiken werden derzeit keine weiteren wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit des ZDF, aus seinen Geschäftsbeziehungen und aus seinen Produkten und Dienstleistungen ergeben und die wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben, gesehen.

Datenschutz
Das ZDF hat zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein Datenschutzmanagementsystem (DSMS) etabliert, um die gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen. Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen unterliegt es dabei jedoch Besonderheiten (https://www.zdf.de/dsgvo). Zur Gewährleistung der Rundfunkfreiheit und insbesondere einer freien Berichterstattung gelten die datenschutzrechtlichen Regelungen unter der DSGVO für die journalistische Datenverarbeitung nur eingeschränkt. Nach dem sog. Medienprivileg sind in Ausführung der Datenschutz-Grundverordnung in Art. 85 und nach §§ 12, 23 Medienstaatsvertrag im Bereich der journalistischen Arbeit nur die Grundsätze der Regelungen zur Datensicherheit und Vertraulichkeit und sowie eine Zweckbindung umzusetzen.

Auch in organisatorischer Hinsicht bestehen für das ZDF Besonderheiten. Wegen der verfassungsrechtlich garantierten Staatsferne des Rundfunks obliegt gemäß § 16 ZDF-Staatsvertrag in Verbindung mit Art. 51 DSGVO die Aufsicht über den Datenschutz im ZDF nicht den staatlichen Datenschutzbehörden, sondern dem Rundfunkdatenschutzbeauftragten. Er wird vom Fernsehrat mit Zustimmung des Verwaltungsrats bestellt, arbeitet weisungsfrei und ist in der Ausübung seines Amtes nur dem Gesetz unterworfen. Der Rundfunkdatenschutzbeauftragte überwacht als unabhängige, eigenständige Datenschutzaufsicht die Verarbeitung personenbezogener Daten und die Einhaltung der Betroffenenrechte beim ZDF und seinen Beteiligungsunternehmen.

Er erstattet jährlich auch den Organen des ZDF einen schriftlichen Bericht im Sinne des Artikels 59 der DSGVO über seine Tätigkeit. Der Bericht wird im Online-Angebot des ZDF veröffentlicht. Der Datenschutzbericht 2024 ist abrufbar unter folgendem Link. Jede Person hat das Recht, sich unmittelbar an den Rundfunkdatenschutzbeauftragten zu wenden, wenn sie der Ansicht ist, bei der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten durch das ZDF oder seine Beteiligungsunternehmen in ihren schutzwürdigen Belangen verletzt worden zu sein.

Darüber hinaus hat das ZDF einen Datenschutzbeauftragten nach Art. 37 DSGVO bestellt. Nach dem gesetzlich hierfür vorgesehenen Verfahren hat ihn der Intendant mit Zustimmung des Verwaltungsrats ernannt. Ungeachtet des Beschwerderechts an den Rundfunkdatenschutzbeauftragten kann sich jede Person an den Datenschutzbeauftragten wenden, die Auskunft über die zu ihr beim ZDF gespeicherten Daten wünscht oder sich in schutzwürdigen Belangen bei der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten verletzt fühlt.

Jugendmedienschutz
Es ist ein Kernanliegen des ZDF, Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz zu vermitteln und sie vor schädlichen Medieninhalten zu schützen. Für das ZDF ist Jugendmedienschutz dabei nicht nur die Anwendung geltenden Rechts, sondern Grundelement seiner gesamten Arbeit und ein Qualitätsmerkmal seiner Angebote.

Zur Sicherung des Jugendmedienschutzes hat das ZDF eine Jugendschutzbeauftragte berufen. Sie besitzt die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderliche Fachkenntnis und ist auf dem Gebiet des Jugendmedienschutzes weisungsfrei. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, den Intendanten und die Programmmacherinnen und Programmachern des Senders in allen Fragen des Jugendmedienschutzes zu beraten – vom Programmeinkauf über die Programmplanung bis hin zur konkreten Programmgestaltung. Sie steht im ständigen Erfahrungs- und Informationsaustausch mit den Programmbereichen, begleitet entweder auf Anfrage der Redaktionen oder aufgrund eigener Initiative einzelne Sendungen und Angebote und bearbeitet externe Anfragen und Beschwerden.

Verantwortung
:Jugendschutz

Die Vermittlung von Medienkompetenz und der Schutz unserer Kinder und Jugendlichen vor negativen medialen Einflüssen in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit sind Kernanliegen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Dies gilt insbesondere für den Umgang mit dem Internet.
Typical Kinder- und Jeugendmedienschutz im ZDF: Mutter mit kleinem Kind im Schoss auf der Couch mit Fernbedienung

Der gesetzliche Jugendmedienschutz ist im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geregelt. Der Fernsehrat hat darüber hinaus Richtlinien für den Jugendmedienschutz im ZDF verabschiedet, die über das vom Gesetz vorgegebene Maß hinausgehen und deren Einhaltung er streng überwacht. Allen für das Programm verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der JMStV und diese Richtlinien ebenso Arbeitsgrundlage wie die Kriterien zur Sicherung des Jugendmedienschutzes.

Am 1. Dezember 2025 ist ein neuer Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in Kraft getreten. Der Schwerpunkt der Novelle liegt auf dem technischen Jugendmedienschutz: Künftig muss auf jedem Endgerät eine technische Jugendschutzvorrichtung aktiviert werden können, in der Eltern die Altersstufe ihres Kindes im Betriebssystem voreinstellen können.

Auf der anderen Seite werden Medien-Apps durch automatisierte Bewertungssysteme mit Altersangaben versehen, die dann von den Betriebssystemen ausgelesen werden. In inhaltlicher Hinsicht sieht die Novelle neue Kennzeichnungspflichten für Telemedienanbieter vor. Diese müssen künftig alle fiktionalen Filme und Serien online mit Alterseinstufungen versehen; zusätzlich sollen mit sog. Deskriptoren die wesentlichen Gründe für die jeweiligen Alterseinstufungen dargestellt werden.

Für beide Kennzeichnungspflichten hat der Gesetzgeber eine Umsetzungsfrist bis zum 01. Juni 2026 vorgesehen. Das ZDF hat mit der Umsetzung dieser Kennzeichnungspflichten bereits begonnen und weist im Streaming-Portal bereits die Altersstufen in den Videounterzeilen von nahezu allen fiktionalen Filmen und Serien aus. Die Deskriptoren sollen künftig kurz am Video eingeblendet werden, wenn der Nutzer einen fiktionalen Film streamt. Der Gesetzgeber hat die Formulierung der Deskriptoren nicht vorgegeben. Daher hat der Arbeitskreis der Jugendschutzbeauftragten von ARD und ZDF einen Vorschlag für Deskriptoren erarbeitet, damit im Streamingnetzwerk künftig einheitliche Deskriptoren verwandt werden.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist der präventive Jugendmedienschutz – denn ohne eine konsequente Vermittlung von Medienkompetenz ist ein moderner und effektiver Jugendmedienschutz in Zeiten von Internet, Social Media und Smartphones nicht möglich. Hier leistet das ZDF einen wichtigen Beitrag durch gezielte Programmangebote sowie durch seinen Einsatz im Rahmen des Medienratgebers "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht" (vgl. dazu Kriterium 18 "Gemeinwesen").

Auch bei der Bildungsinitiative "ZDF goes Schule" steht die Vermittlung von Medienkompetenz im Mittelpunkt, um Kinder und Jugendliche fit im Umgang mit Medien zu machen. Einerseits werden Bildungsinhalte auf der Internetseite schule.zdf.de gebündelt, andererseits wird durch ein ZDF-Schulnetzwerk ein regelmäßiger Austausch mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Institutionen aus dem Bildungsbereich gefördert. Schulen können ZDF-Partnerschule werden. Sie können Schulbesuche von ZDF-Mitarbeitenden zu verschiedensten Themen in Anspruch nehmen. Die Themen reichen von der Wissensvermittlung über spezifische Inhalte bis hin zu Medienkompetenzthemen (vgl. dazu ausführlich Kriterium 18 "Gemeinwesen").

Weiterführende Informationen zum Kinder- und Jugendmedienschutz im ZDF sowie zu den insoweit geltenden Gesetzen und Richtlinien finden Sie hier.

Leistungsindikatoren zu Kriterium 20

Leistungsindikator GRI SRS-205-1:
Auf Korruptionsrisiken geprüfte Betriebsstätten

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Gesamtzahl und Prozentsatz der Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken, die im Rahmen der Risikobewertung ermittelt wurden.

a. Die ZDF-Revision hat in den Jahren 2024/2025, neben Prüfungen in der Zentrale in Mainz, fünf Außenstudios (zwei im Inland, drei im Ausland) geprüft. Zudem wird bei der ZDF Studios GmbH als einer Beteiligung des ZDF die interne Revision von einem externen Dienstleister durchgeführt. In dessen Zuständigkeit wurden im Berichtszeitraum jeweils zwei Bereiche und zwei Beteiligungen der ZDF Studios GmbH geprüft.

b. Erhebliche Korruptionsrisiken wurden im Jahr 2024/2025 nicht festgestellt.

Leistungsindikator GRI SRS-205-3:
Korruptionsvorfälle

Die berichtende Organisation muss über folgende Informationen berichten:

a. Gesamtzahl und Art der bestätigten Korruptionsvorfälle.

b. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Angestellte aufgrund von Korruption entlassen oder abgemahnt wurden.

c. Gesamtzahl der bestätigten Vorfälle, in denen Verträge mit Geschäftspartnern aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden.

d. Öffentliche rechtliche Verfahren im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden, sowie die Ergebnisse dieser Verfahren.

a. Es gab im Berichtszeitraum keine bekannten Korruptionsfälle.

b. Entsprechend der Ausführungen zu Punkt a. gab es keine Entlassungen oder Abmahnungen aufgrund von Korruption. Angaben zu Verträgen, die aufgrund von Verstößen in Zusammenhang mit Korruption gekündigt oder nicht verlängert wurden (c.) und öffentliche rechtliche Verfahren in Zusammenhang mit Korruption (d.) sind nicht bekannt.

Leistungsindikator GRI SRS-419-1:
Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften

Die berichtende Organisation muss folgende Informationen offenlegen:

a. Erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, und zwar,
i. Gesamtgeldwert erheblicher Bußgelder,
ii. Gesamtanzahl nicht-monetärer Sanktionen,
iii. Fälle, die im Rahmen von Streitbeilegungsverfahren vorgebracht wurden.

b. Wenn die Organisation keinen Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/ oder Vorschriften ermittelt hat, reicht eine kurze Erklärung über diese Tatsache aus.

c. Der Kontext, in dem erhebliche Bußgelder und nicht-monetäre Sanktionen auferlegt wurden.

Es ist kein Fall von Nichteinhaltung der Gesetze und/oder Vorschriften bekannt, in dem erhebliche Bußgelder und nicht monetäre Sanktionen aufgrund von Nichteinhaltung von Gesetzen und/oder Vorschriften auferlegt wurden.

Weitere Bereiche

  1. Typical für Bereich Strategie der ZDF-Entsprechenserklärung: Mädchen auf Schultern von Mann malt das ZDF-Logo auf eine graue Wand

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  4. Ein weites Feld füllt den Vordergrund des Titelbilds zum ZDF-Nachhaltigkeitsbericht 2025. Dahinter verlaufen Baumreihen durch eine neblige Landschaft. Links leuchtet die tief stehende Sonne; rechts ragt das ZDF-Hochhaus auf dem Mainzer Lerchenberg über den Horizont