Die Wahrheit über den Holocaust - Mordfabriken
SS-Einsatzgruppen ermorden in kurzer Zeit mehr als eine Million Menschen im besetzten Teil Russlands. Dieses maschinelle Töten ist möglich, weil es vor Ort williges Hilfspersonal gibt.
Williges Hilfspersonal
Daher soll ein „schonenderer“ Weg des Mordens gefunden werden. In Deutschland wurden bereits zuvor Behinderte und Geisteskranke im Rahmen des Euthanasieprogramms, der sogenannten Aktion T4, mit Kohlenmonoxid getötet. Die Spezialisten für diese Verfahren werden nun an die Front geholt.
Das erste Vernichtungslager der Nazis
„Das Lager von Belzec sollte eine Art Versuchslabor sein. Alle Methoden sollten getestet werden um die effizienteste Methode der Vernichtung auszuprobieren. Die ersten Gaskammern des Lagers befanden sich in einem Gebäude aus Holz, in dem man 700 Menschen gleichzeitig töten konnte.“ (Robert Kuwalek, polnischer Historiker)
In Israel wie in Deutschland, in Europa wie in den USA wird der Holocaust sehr unterschiedlich gesehen - vom "wir wollen es nicht mehr hören" bis zum "Shoa-Business". Mehr als 60 Zeitzeugen und Historiker schlagen einen geschichtlichen Bogen über fast 100 Jahre.
"Die Wahrheit über den Holocaust" schildert nicht nur den Mord an den europäischen Juden, sondern zeigt auch die Aufarbeitung nach dem Zweiten Weltkrieg, die lange und schwierige Vergangenheitsbewältigung in Deutschland, Europa und Israel.
ZDF-Chefredakteur Peter Frey dazu: "'Die Wahrheit über den Holocaust' ist ein Statement gegen jene, die bis heute die Vernichtung des europäischen Judentums verdrängen, relativieren oder gar leugnen.
Die achtteilige Serie anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz ist ein Angebot an diejenigen, die wissen wollen, wie es wirklich war, vom Terror der Anfangsjahre über den nationalsozialistischen Massenmord bis hin zur Aufarbeitung nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir wollen, dass die jüngere Generation nicht bei den Scharlatanen und Geschichtsverdrehern landet."
Die "Wahrheit über den Holocaust" wurde von der französischen Produktionsfirma Zadig (Produzenten Pawel Rozenberg und Celine Nusse) entwickelt. Als Koproduzenten zeichnen die deutsche LOOKS-Film (Produzent Gunnar Dedio) und die israelische Set-Films verantwortlich.