Hannes Jaenicke im Einsatz - Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner
- Natur
- Dokumentation
- enthüllend
- 16.01.2018
- ZDF
Kaum ein Tier steht momentan so in der Schusslinie wie das Nashorn. Im Jahr 2016 wurden auf dem afrikanischen Kontinent weit über 1000 Tiere wegen ihres Horns von Wilderern getötet.
Ein Spezial-Einheit zum Schutz des letzten Bullen
Jaenickes erstes Ziel: das Ol-Pejeta-Schutzgebiet in Kenia. Hier leben die letzten drei Vertreter des Nördlichen Breitmaul-Nashorns. Unter ihnen: Sudan, der letzte Bulle dieser Art. Rund um die Uhr wird er von Rangern bewacht. In Ol Pejeta wird viel Geld in effektive Schutzmaßnahmen investiert, zum Beispiel in eine eigene Hundestaffel. Hannes Jaenicke trifft die Spezial-Einheit.
Tierschützer gegen das organisierte Verbrechen
Umso mehr muss man die Leute bewundern, die sich für den Schutz der Tiere einsetzen. Etwa die südafrikanische Organisation "Air Shepherd" - die Hüter der Lüfte. Mit Drohnen, Nachtsicht- und Wärmebildkameras spüren sie die Banden auf, bevor die ihren tödlichen Auftrag ausführen können.
Ob die Lösung des Problems in der Zucht von Nashörnern und der Freigabe des Handels liegt, soll ein Besuch bei dem Nashornzüchter John Hume zeigen. Er besitzt 1500 Tiere, deren Horn er regelmäßig "erntet". Doch solange astronomische Summen auf dem Schwarzmarkt bezahlt werden, wird die afrikanische Savanne ein Kriegsschauplatz bleiben. Das mit Abstand größte Abnehmerland für gewildertes Nashorn ist Vietnam.
Wilderei auf Nashörner auch in Europa
Die Wilderei auf Nashörner ist längst auch bei uns in Europa angekommen. Im März 2017 wurde in einem Zoo bei Paris ein Nashorn getötet und sein Horn abgesägt. Auch Horn-Exponate aus naturgeschichtlichen Museen wurden gestohlen. Die Lage ist ernst. Selbst deutsche Zoos mussten ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken.
"Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner" ist ein Film, in dem es um viel mehr als Nashörner geht. Es geht um unseren Umgang mit der Natur und mit Tieren.