Unter Dinos - Geheimnisse der Urzeit - Das Waisenkind
Heldin der ersten Folge der "Terra X"-Dokureihe ist Clover, ein junges Triceratops-Mädchen. Der Paläontologe Eric Lund und sein Team finden Clovers Überreste in der Wildnis von Montana.
Als Winzling unter all den Riesen der Kreidezeit war ihr Alltag extrem gefährlich: Imposante Flugsaurier stellten ihr ebenso nach wie der gigantische Tyrannosaurus rex. Ein sehr seltener Fund beweist: T. rex fraßen besonders gern Saurierbabys. Clover allerdings trickste den Riesen immer wieder aus.
Über den Triceratops
Außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien belegen, dass Triceratops mit massiven Schuppen bedeckt war, von denen einige so groß wie eine menschliche Handfläche waren. Die sozialen Gewohnheiten von Triceratops sind rätselhaft, da Fossilien meist allein, gelegentlich aber auch in kleinen Gruppen gefunden wurden. Es ist möglich, dass sie gelegentlich kleine Familiengruppen bildeten, ansonsten aber Einzelgänger waren.
Fakten zur Paläontologie
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel von der Art des Gesteins, der Größe des Fossils und der Umgebung. Manchmal wird ein Fossil auf natürliche Weise erodiert und liegt auf dem Boden – bereit, eingesammelt zu werden. In anderen Fällen kann es in besonders hartem Gestein und unter schwierigen Bedingungen Jahre dauern, bis die Fossilien ausgegraben und anschließend gereinigt sind. Der in Folge 5 gezeigte Utahraptor-Block ist ein solches Beispiel: Zehn Jahre nach seiner Ausgrabung und 3500 Stunden Präparationsarbeit später wird er noch immer bearbeitet.
Es ist schwierig, anhand von Fossilien zu erkennen, wie ein Dinosaurier aussah, aber Wissenschaftler können auf verschiedene Arten nach Beweisen suchen. Erstens können sie die Knochen auf Muskel- oder Keratinansatzpunkte untersuchen, die deutliche Abdrücke auf den Knochen hinterlassen und auf Bereiche hindeuten, die stärker bemuskelt oder mit Keratinschichten bedeckt waren. Zweitens können Forscher nach Spuren von Hautabdrücken suchen, die Aufschluss darüber geben, ob ein Dinosaurier schuppig, gefiedert oder etwas dazwischen war. Manchmal enthalten Haut- oder Federfossilien sogar versteinerte Pigmentzellen, die es ermöglichen, die Farbe bestimmter Dinosaurier zu erkennen. Schließlich nutzen Wissenschaftler die vergleichende Anatomie, also jene Wissenschaft, die die Anatomie ausgestorbener Tiere mit der ihrer modernen Gegenstücke vergleicht, um zu sehen, wie moderne Tiere mit ähnlichen Merkmalen aussehen. Diese Informationen können sie dann auf ausgestorbene Dinosaurier übertragen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie sie ausgesehen haben könnten.
Die Paläontologie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch weiterentwickelt, und die Technologie hat dabei eine wichtige Rolle gespielt. Das digitale Scannen von Fossilien ermöglicht es, sie zu untersuchen und 3-D-Modelle zu erstellen, ohne das Originalmaterial zu beschädigen, und Details zu entdecken, die sonst unbekannt geblieben wären. Auch die Fortschritte in der Mikroskopie haben entscheidend dazu beigetragen, dass Wissenschaftler noch feinere Details in den Knochen untersuchen können.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die in jüngster Zeit in Bezug auf Dinosaurier gewonnen wurden, ist die Tatsache, dass viele Arten wahrscheinlich Federn hatten – in der Reihe werden auch ein "wuscheliger" Albertosaurus und ein voll befiederter Utah-Raptor gezeigt. Es wird immer deutlicher, dass Dinosaurier dynamische, komplexe Tiere waren: Sie hatten offenbar ausgefeilte Raubtiertaktiken, ein kompliziertes Balzverhalten und interessante Kommunikationsmethoden.
Dino-Wissen
Streamen ab 20. August 2025
TV-Erstausstrahlung ZDF am 24. August 2025, 19:30 Uhr
Film von Stephen Cooter, Owen Gower, Tom Hewitson
Deutsche Fassung: Ruth Omphalius
Redaktion TV Katharina Kolvenbach
Redaktion Online Michael Büsselberg
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