- Politik
- Dokumentation
- hintergründig
- 24.06.2025
- ZDF
J.D. Vance – wer ist der US-Vizepräsident, der Donald Trump einmal warnend mit Adolf Hitler verglich und sich heute als glühender Anhänger des US-Präsidenten gibt?
Vance absolviert den Militärdienst und schließt sein Jurastudium an der Yale University erfolgreich ab. In Yale trifft er auch seine Frau Usha, die indische Eltern hat. Wieso vertritt der US-Vize und bekennende Katholik so harte Positionen in der Einwanderungspolitik, setzt sich gar für Massenabschiebungen ein?
Schon früh veröffentlicht er seine Memoiren "Hillbilly Elegy". Sie verschaffen ihm internationale Bekanntheit als Erklärer der Wählerschaft Trumps und rühren Olaf Scholz nach eigener Aussage zu Tränen. Mit zunehmender Hinwendung zum Politikbetrieb, unter anderem mit Unterstützung des libertären Investors und Milliardärs Peter Thiel, wandelt sich der einst scharfe Gegner Donald Trumps zum loyalen Unterstützer des fast doppelt so alten Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl 2024. Hat Vance seine Ideale verraten oder jetzt erst gefunden?
Welche Ziele verfolgt der wandelbare Politstar, dessen Auftritte auf der Weltbühne Deutschland und Europa heute so irritieren? Was hofft er mit seinem disruptiven Stil wie auf der Münchener Sicherheitskonferenz und beim Besuch des ukrainischen Präsidenten im Weißen Haus zu bewirken? Wofür steht der konservative Politiker und Vater dreier Kinder, der sich viel ideologischer als Trump verhält? In welchem Verhältnis steht er zum US-Präsidenten? Welche Rolle spielt Vance in der Regierung wirklich? Welchen Einfluss übt er aus? Wie viel verbindet Vance noch mit dem Rust Belt, und welche Mission sieht er für sich, für Amerika, für die Welt?
Experten und Expertinnen ordnen ein: "J.D. Vance ... ist jemand, den man in Zukunft vielleicht noch ernster nehmen muss als Donald Trump selbst, weil er eben sehr viel klarer ist und sehr viel radikaler ist in seinen Positionen", so Liana Fix vom "Council on Foreign Relations" in Washington im Interview.