Das Bild zeigt eine Szene aus der Vogelperspektive, in der eine Frau und ein Mann nebeneinander auf einer grünen, moosbewachsenen Fläche liegen. Die Umgebung ist mit zarten, pinken Blumen übersät. Die Frau trägt ein elegantes, weißes Kleid mit breiten Trägern und blickt ruhig und ernst direkt in die Kamera. Der Mann neben ihr trägt ein einfaches, helles Oberteil und hat die Augen geschlossen.
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  • 16.11.2019

Das Theaterstück "Dreck" von Robert Schneider dient als Grundlage für den gleichnamigen Kurzfilm. Die Geschichte handelt von dem jungen Iraker Sad, einem Einwanderer. Er spricht in einem Monolog von sich und seiner Heimat, Erinnerungen, Träumen und Hoffnungen.

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Das Theaterstück "Dreck" von Robert Schneider dient als Grundlage für den gleichnamigen Kurzfilm. Die Geschichte handelt von dem jungen Iraker Sad, einem Einwanderer. Er spricht in einem Monolog von sich und seiner Heimat, Erinnerungen, Träumen und Hoffnungen.

Der 20-jährige Iraker Sad sitzt in Deutschland in Abschiebehaft. Um sich zu behaupten, verfällt er in einen Monolog. Er redet und redet und präsentiert dem Zuschauer einen Zerrspiegel der Ausländerfeindlichkeit - mit ungewöhnlichen Ansätzen und einer gänzlich anderen Perspektive. Der illegale Einwanderer vermischt seine Schimpftiraden mit kurzen, sentimentalen Erinnerungen an seine Heimat.

Der Film zeigt Macht aus zweierlei Perspektiven: zunächst die Macht der sich überlegen fühlenden Menschen gegenüber den Eingewanderten, die diese Macht benutzen, um zu demütigen. Weniger offensichtlich, doch nicht weniger schmerzhaft, dann auch die kalten Mechanismen einer Bürokratie, in der man nur Sicherheit findet, wenn man beweisen kann, dass man woanders erschossen würde.

Plädoyer für die Menschlichkeit

Der Schriftsteller Robert Schneider, Autor des berühmten Romans "Schlafes Bruder", hat mit dem Iraker Sad eine verblüffende Figur geschaffen. Verblüffend, weil der Leser, die heutzutage weithin verbreiteten Vorurteile aus dem Munde des potenziellen Opfers hört. Zweifelsohne hat sich Sad die Anschuldigungen zur Genüge anhören müssen, er spürt die Ablehnung und fürchtet sich vor Gewalt. Das Stück "Dreck" aus dem Jahr 1991 ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und zeigt auf bedrückende Weise, was Nationalismus und Diskriminierung mit einer Menschenseele machen kann - ein Thema, das heute aktueller ist denn je.

Regisseur Ali Tamim hat auf dieser Grundlage einen bedrückend-emotionalen Kurzfilm geschaffen, der die Unsicherheiten und Ängste vor einer drohenden Abschiebung eindrucksvoll vor Augen führt. Der Film lebt durch und von seinem Darsteller Steven Sowah, der die Figur des Sad mit erschütternder Authentizität verkörpert.

Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

In einer Zusammenarbeit von 3sat und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf schuf Regisseur Ali Tamim einen Film zum Thema "Macht und Hierarchien in der dramatischen Weltliteratur".

Stab:

Regie: Ali Tamim

Mit:
Steven Sowah - Sad

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