Drei schwarz gekleidete Männer rollen auf den Treppen zum Kino in Cannes einen roten Teppich ab.
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Kulturzeit - Filmfestspiele von Cannes eröffnen

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Filmfestspiele von Cannes eröffnen
  • 12.05.2026

Die Themen der "Kulturzeit" vom 12.05.2026: Filmfestspiele von Cannes - Gespräch mit Gudula Moritz, Richard Schuberth über Antisemitismus, Daniel Libeskind zum 80. Geburtstag, Sängerin Olivia Dean.

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Filmfestspiele von Cannes eröffnen

Die Themen der "Kulturzeit" vom 12.05.2026: Filmfestspiele von Cannes - Gespräch mit Gudula Moritz, Richard Schuberth über Antisemitismus, Daniel Libeskind zum 80. Geburtstag, Sängerin Olivia Dean.

Die Themen der Sendung:

Das Filmfestival von Cannes eröffnet - Gespräch mit Gudula Moritz

Viele internationale Stars und eine starke deutsche Präsenz prägen das diesjährige Filmfestival von Cannes, das am Abend mit einer Gala beginnt. Die französisch-malische Schauspielerin Eye Haïdara moderiert die Eröffnungsfeier, bei der der für seine "Herr der Ringe"-Trilogie bekannte neuseeländische Regisseur Peter Jackson eine Ehrenpalme verliehen bekommt. Unter den 22 Filmen, die im Wettbewerb um die Goldene Palme antreten, sind drei deutschsprachige: Die Regisseurin Valeska Grisebach stellt ihren Film "Das geträumte Abenteuer" vor, der in der Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei spielt. Die Österreicherin Marie Kreutzer hat für ihren Film "Gentle Monster" auch französische Stars wie Léa Seydoux und Catherine Deneuve gewonnen. Und der polnische Filmemacher Pawel Pawlikowski erzählt in seinem Schwarz-Weiß-Film "Vaterland" die Rückkehr des Schriftstellers Thomas Mann mit seiner Tochter Erika 1949 aus den USA nach Deutschland. Die Hauptrollen spielen Hanns Zischler, Sandra Hüller und August Diehl.

Obwohl die großen Hollywoodstudios dieses Mal fehlen, werden zahlreiche Stars aus den USA erwartet, unter ihnen Adam Driver, Demi Moore, Kristen Stewart und Barbra Streisand. Schauspieler und Hobbypilot John Travolta stellt seinen ersten Film als Regisseur vor. Auf dem roten Teppich wird zudem viel internationale Prominenz erwartet, darunter Penélope Cruz, Marion Cotillard und Pedro Almodóvar. Der iranische Regisseur Asghar Farhadi hat für seinen Film "Histoires parallèles" (Parallele Geschichten) die Schauspielerinnen Isabelle Huppert und Virginie Efira verpflichtet.

Wir sprechen mit der "Kulturzeit"-Film-Redakteurin Gudula Moritz vor Ort.

Richard Schuberths Buch "Vom Antisemitismus, der keiner sein will"

Wo liegt die feine Trennlinie zwischen Israelkritik und Antisemitismus? Wo jene zwischen links und rechts? Der österreichische Schriftsteller Richard Schuberth hat in seinem neuen Buch "Vom Antisemitismus, der keiner sein will" den identitätspolitischen Diskurs beleuchtet.

Daniel Libeskind zum 80. Geburtstag

Spitze Winkel, verschachtelte Baukörper und Stahlelemente, die in den Himmel ragen sind sein Markenzeichen: Stararchitekt Daniel Libeskind feiert am 12. Mai seinen 80. Geburtstag. Libeskind stammt aus Polen, wuchs in Israel und New York auf, wo er heute noch lebt. Seine Arbeit ist weltweit gefragt. Zu seinen Hauptwerken zählt das vor 25 Jahren eröffnete Jüdische Museum in Berlin. Es war zugleich sein erstes Gebäude überhaupt. Außerdem hat der Architekt den noch nicht realisierten Bau eines "Albert Einstein Discovery Center" in Ulm entworfen, dem Geburtsort des berühmten Physikers. Die liberale jüdische Gemeinde in München hofft ebenso weiter auf einen Wiederaufbau ihrer Synagoge auf Basis eines Libeskind-Entwurfs, der schon seit sechs Jahren vorliegt.

Olivia Dean im Interview

Mit ihrem zweiten Album hat sie es geschafft: Grammy‑Gewinnerin (Best New Artist 2026), vierfach ausgezeichnet bei den Brit Awards und eine der wichtigsten neuen Stimmen im internationalen Pop‑Soul. Olivia Dean hat mit ihrem gefeierten Debütalbum "Messy" gezeigt, dass Pop persönlich, warm und kompromisslos ehrlich sein kann. Die Songs handeln von Nähe, Selbstzweifeln und Selbstbehauptung und treffen damit den Nerv einer Generation, die genug hat von Hochglanz‑Pop.

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