Proteste in Frankreich eskalieren - Gespräch mit Hélène Miard-Delacroix
Seit Wochen gibt es Proteste in ganz Frankreich. In den vergangenen Tagen kam es dabei in einigen Städten zu massiven gewaltsamen Ausschreitungen. In der zentralfranzösischen Stadt Limoges setzten Demonstranten unter anderem das Rathaus in Brand, das Gebäude stürzte ein. Zahlreiche Menschen wurden bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten verletzt, darunter auch Jugendliche. Es kam zu Plünderungen.
Die Proteste begannen mit Schülern, die gegen Lehrermangel und schlechte Lernbedingungen auf die Straße zogen und Schulen blockierten. Mittlerweile geht es auch um die hohen Lebenshaltungskosten und Kritik an der politischen Führung. Wir sprechen mit der Historikerin und Politikwissenschaftlerin Hélène Miard-Delacroix.
Ausstellung "Die Erde von oben"
Weltbekannte Fotokunst in bayerischer Landschaft: Die Stiftung Nantesbuch in Bad Heilbrunn zeigt die sensationellen Fotos der Serie "Die Erde von oben" des großen Fotografen Yann Arthus-Bertrand draußen im Freien. Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2027 zu sehen.
Robert Habecks "Arctic Meltdown"
Das Eis schmilzt - der Klimawandel schreitet in der Arktis vier Mal so schnell voran, wie im Rest der Welt. Nirgendwo sonst sind die Auswirkungen so dramatisch spürbar wie hier. Robert Habeck hat nach seinem Ausscheiden aus der Politik die Region mehrfach bereist. Eine Region voll rauer Schönheit, die in Gefahr ist ihre Ursprünglichkeit zu verlieren. Der voranschreitende Klimawandel weckt Begehrlichkeiten – Großmächte wie die USA, Russland und China schielen nicht nur auf Rohstoffe, sondern auch auf neu entstehende globale Handelsrouten, die das Eis zumindest in den Sommermonaten freigeben wird. Genau davon handelt das neue Buch von Robert Habeck. In "Arctic Meltdown" beschreibt er eine Weltordnung, die sich durch das Schmelzen des Eises verschieben wird.
Ausstellung "Roberto Burle Marx. Modernismo tropical"
Der brasilianische Künstler Roberto Burle Marx verband Kunst, Landschaft und Naturschutz und wurde damit zum Pionier moderner Landschaftsarchitektur. Das Zentrum Paul Klee in Bern zeigt sein vielseitiges Werk bis zum 7. Februar 2027 in einer Ausstellung.
Kinofilm: "Moscas - Fliegen und andere Gäste"
Eine ältere Frau führt in einem maroden Wohnblock in Mexiko-Stadt ein abgeschottetes Dasein. Als sie sich aus finanziellen Nöten gezwungen sieht, ein Zimmer unterzuvermieten, zieht ein Familienvater ein, der nachts heimlich seinen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. Überraschenderweise baut die schroffe Witwe eine Verbindung zu dem kleinen Jungen auf, der alles in Bewegung setzt, um seine schwerkranke Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Dabei kommen auch ihre eigenen Verluste an die Oberfläche. Der im leichten Tonfall gehaltene Film über Annäherung und Abschied wird vor allem von dem zutraulichen Charme des jungen Darstellers getragen. In kontrastarmen Schwarz-weiß-Bildern entfaltet sich ein Sozialdrama innerhalb eines kleinen Kosmos. Regisseur Fernando Eimcke erzählt im Interview, wie er in Vorbereitung auf den Film sich selbst wie eine lästige Fliege wochenlang im Viertel bewegt hat, mit den Bewohnern ins Gespräch gekommen ist und wie das seinem Film zugutekam.
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