Jonas hält ein Bild von seinem besten Freund, Tom mit dem Schriftzug "Durch ME/CFS verschwunden" in der Hand und zeigt es in die Kamera
37 Grad Kurzreportagen
Neues Video
ZDF

37 Grad Kurzreportagen - ME/CFS: Gefangen im eigenen Körper

37 Grad Kurzreportagen
ME/CFS: Gefangen im eigenen Körper
Neues Video
ZDF
37 Grad Kurzreportagen
ME/CFS: Gefangen im eigenen Körper
  • 16.03.2026

Tom war immer in Bewegung, heute ist sein dunkles Zimmer seine ganze Welt. ME/CFS hat alles verändert. Jonas erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die nur noch über Briefe und Hoffnung existiert.

37 Grad
37 Grad Kurzreportagen
ME/CFS: Gefangen im eigenen Körper

Tom war immer in Bewegung, heute ist sein dunkles Zimmer seine ganze Welt. ME/CFS hat alles verändert. Jonas erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die nur noch über Briefe und Hoffnung existiert.

Tom und Jonas sind beste Freunde und haben schon viel zusammen erlebt. Tom ist ständig in Bewegung, meist auf dem Skateboard, voller Energie. Doch nach einer gemeinsamen Reise vor drei Jahren verändert sich alles. Was Jonas zunächst für eine vorübergehende Erschöpfung hält, stellt sich als Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) heraus – eine schwere chronische Systemerkrankung, die häufig nach Infektionen auftritt. In Deutschland sind rund 650.000 Menschen betroffen. Besonders tückisch: Schon kleinste körperliche oder geistige Anstrengungen können einen sogenannten „Crash“ auslösen – eine drastische Verschlechterung des Zustands.

Ein Leben im Rückzug

Heute lebt Tom isoliert bei seinen Eltern. Seine Tage verbringt er in einem abgedunkelten Zimmer, mit Ohrstöpseln gegen Geräusche. Manchmal ist er so schwach, dass selbst Sprechen nicht mehr möglich ist. Seit Beginn der Krankheit hat Jonas seinen besten Freund nicht mehr gesehen – selbst ein kurzer Besuch wäre zu anstrengend. Stattdessen halten sie über Briefe und Postkarten Kontakt, die Tom oft nicht einmal selbst lesen kann.

Auf der Suche nach Antworten

Obwohl die Krankheit seit Jahrzehnten von der WHO anerkannt ist, mangelt es weiterhin an Forschung, spezialisierten Ambulanzen und wirksamen Therapien. Viele Betroffene und ihre Familien fühlen sich von der Medizin allein gelassen. Jonas macht sich auf die Suche nach Antworten: Warum ist ME/CFS trotz der vielen Erkrankten noch immer so wenig bekannt? Wie gehen Familien mit der Belastung der Pflege zu Hause um? Und wo gibt es Hoffnung für die Betroffenen?