aspekte - Kampf der Frauen – Wann wird die Scham die Seite wechseln?
Schauspielerin Collien Fernandes, Sängerin Mariybu, Aktivistin Theresia Crone und viele weitere Frauen kämpfen gegen sexualisierte Gewalt, Hass und Stigmatisierung. Was muss sich ändern?
Gegen Gewalt: Frauen brechen ihr Schweigen
Doch Fernandes' Schilderungen ermutigen auch viele: Tausende Frauen demonstrieren gegen sexualisierte Gewalt, brechen ihr Schweigen, solidarisieren sich. Musikerinnen wie Mariybu geben der Bewegung eine Stimme: Ihr Song "Nicht alle Männer" wird zur Hymne der Proteste und zum Ausdruck einer bitteren Realität, die viele Frauen teilen: "... aber immer ein Mann".
Digitale Gewalt: Wenn Bilder zur Waffe werden
Die Regisseurin Yana Eva Thönnes zeigt, dass sexualisierte Gewalt kein Randphänomen ist. In ihrem Stück "Call me Paris", das an der Berliner Schaubühne gezeigt wird, verbindet sie die Geschichte von Paris Hilton und dem berühmten Sextape "1 Night in Paris" mit der eines Mädchens aus Bergisch Gladbach. Thönnes macht deutlich, inwiefern sich die Debatte seit den 2000ern verändert hat. Und doch: Die Scham ist oft geblieben.
Gegen Hass: Wie Frauen die Kontrolle zurückgewinnen
Mit der Filmemacherin Daniela Magnani Hüller, die als Jugendliche einen Femizid überlebt hat, geht "aspekte" der Frage nach, wie Selbstermächtigung, Erzählen und Öffentlichkeit helfen können, Kontrolle zurückzugewinnen. In ihrem Dokumentarfilm "Was an Empfindsamkeit bleibt", der auch auf der Berlinale gezeigt wurde, interviewt sie Menschen aus ihrem damaligen Umfeld. Wer trägt welche Verantwortung für die Tat? Und wie schafft es die Filmemacherin, nicht die Hoffnung zu verlieren?
Stab
- Moderation - Salwa Houmsi