Tricks der Lebensmittelindustrie - Tricks von Ikea - Kötbullar, Hot Dog & Co.
Hot Dog, Köttbullar und die Zimtschnecke sind die Top-Gerichte bei der größten Möbelhauskette der Welt: IKEA. Welche Tricks dahinterstecken, weiß Sebastian Lege.
Manche Kunden kommen nur wegen der günstigen Lebensmittelpreise und der gemütlichen Restaurantatmosphäre in die bundesweit 54 IKEA-Filialen. Ein Klassiker im Möbel-Restaurant sind Köttbullar - Hackfleischbällchen mit Soße, Kartoffelpüree und Preiselbeeren. Sie sind nicht nur das schwedische Nationalgericht, sondern auch ein echter Verkaufsschlager. Durch geschickte Herstellungsverfahren wird dem Produkt Wasser entzogen, und Zusatzstoffe sorgen für den Geschmack in der Soße. Mittlerweile werden damit Millionenumsätze erzielt.
Die Zimtschnecke ist vielen Schweden heilig und spielt auch beim Möbelriesen eine entscheidende Rolle. Die zucker- und fetthaltige Zimtschnecke Gifflar wird im hauseigenen Markt in verschiedenen Varianten zu Niedrigstpreisen verkauft. Die Industrie macht Gifflar in der Tüte durch den Einsatz von E-Stoffen lange haltbar.
IKEA verkauft inzwischen in einigen Filialen veganes Softeis: ein Massenprodukt, das dort aus der Maschine kommt. Für nur einen Euro gibt es unter anderem Vanille- oder Erdbeereis. Ein Softeisautomat füllt das Eis direkt in die Waffel, wartungsarm und ohne Personalkosten. Das vegane Softeis wird auf Wasserbasis mit viel Zucker hergestellt. So verdient der schwedische Möbelkonzern nicht nur Geld mit der Süßigkeit, sondern belohnt auch die Kundinnen und Kunden. Das vegane Eis spielt eine wichtige Rolle in der Marketingstrategie für das vegane und vegetarische Sortiment.