Die Spur - die Einzeldokus - Missbrauch: Insider schockt die Techno-Szene
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- Gesellschaft
- Reportage
- enthüllend
- 23.09.2026
- ZDF
Die Technoszene ist in Aufruhr: Schwere Anschuldigungen machen die Runde. Sexueller Missbrauch lautet der Vorwurf. Die Täter: angeblich bekannte DJs. Was ist dran an den Vorwürfen?
Sommer 2026 einige bekannte Namen.
Vorsorglich hatten Veranstalter sie aus
dem Programm genommen. Ein Insider
hat die Affäre ins Rollen gebracht und
schockt die Szene, die lange stolz war,
Exzess und Awareness zu verbinden.
Der Skandal um mutmaßliche sexuelle Übergriffe in der Technoszene hat mittlerweile große Kreise gezogen. Auf der Instagram-Seite MeTooDJ haben sich mehr als 300 Frauen gemeldet, die ihre Erfahrungen in der Szene öffentlich machen wollen. Eine Sprecherin von MeTooDJ sagt, betroffen sei die ganze Technoszene, von den Ravern bis hin zu den größeren DJs. Es komme zu Gewalt, zur Verabreichung von KO-Tropfen, es würden Drogen genommen und es komme zu Vergewaltigungen.
Die Dunkelziffer sei vermutlich erheblich, fürchten Experten. Scham, Angst, die Befürchtung, nicht ernst genommen zu werden, und die Tatsache, dass Täter häufig aus dem eigenen sozialen Umfeld stammen könnten, führten dazu, dass nicht alle Vorfälle gemeldet werden. Auch die aktuelle deutsche Jugendsexualitätsstudie vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit zeigt, dass ein erheblicher Teil Betroffener sexualisierte Gewalterfahrungen zunächst oder überhaupt nicht offenlegt.
Awareness-Konzepte sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil der Techno- und Clubkultur. Dazu gehören Awareness-Teams, Ansprechpersonen, Rückzugsräume, Schulungen des Personals und Verfahren zum Umgang mit Tätern. Aber es müsse noch mehr geschehen, fordert beispielsweise DJ Caro van Ee. Sie sagt, Festivals müssten sich noch viel klarer positionieren, es müsse eine "absolute Nulltoleranz" geben. Dann würden sich viele Festival Besucher wahrscheinlich noch viel "sicherer fühlen."
Fest steht schon jetzt: Die Affäre hat den Festivalsommer stark geprägt. Vor allem in Europa hatten Veranstalter direkt angekündigt, bereits gebuchte Künstler nicht auftreten zu lassen, darunter die Veranstalter von "Parookaville", "Ferdinands Feld", "Electrisize", "World Club Dome" und "Open Beatz" in Deutschland sowie "Tomorrowland" und "Verknipt" in Belgien.
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Stab
- Kamera - Markus Dassel