Die Spur - die Einzeldokus - Der Sparkassen-Coup von Gelsenkirchen
- Gesellschaft
- Reportage
- enthüllend
- 24.03.2026
- ZDF
Kurz nach Weihnachten brechen Täter in eine Sparkasse in Gelsenkirchen ein, knacken mehr als 3000 Schließfächer und fliehen unerkannt. Die Spur rekonstruiert den spektakulären Coup.
Es gibt auffällige Parallelen zu einem anderen Fall: Im Januar 2013 gruben Täter einen Tunnel unter einer Straße und bohrten sich in den Tresorraum der Berliner Volksbank im Stadtteil Steglitz.
Michael Adamski, der damals die Ermittlungen des Landeskriminalamts Berlin leitete, sagt: "Diesen logistischen Aufwand können eigentlich nur große qualifizierte Gruppen führen. Das macht kein reisender Täter und das macht kein Alltagsdieb."
Die Polizei hat den Fall bislang nicht aufklären können – obwohl zeitweise mehr als 100 Polizisten in der BAO Bohrer ermitteln. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter über Insiderwissen verfügt haben. Aber wie sind sie an die Informationen gekommen? "Vielleicht über Mitarbeiter von Firmen, die in dieser Sparkasse tätig waren", sagt Polizeisprecher Thomas Nowaczyk, "oder die Täter selbst haben die Sparkasse zuvor ausgekundschaftet, die vielleicht im Vorfeld dort ein Schließfach angemietet hatten." Einen Mittäter aus dem Kreis der Sparkassenmitarbeiter schließt die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt aus.
Doch wie konnte der Einbruch gelingen – ohne, dass jemand etwas bemerkte? Die Sparkasse steht in der Kritik: Der Tresorraum sei nicht sicher genug gewesen, sagen Experten, und kritisieren, dass offenbar Körperschallmelder fehlten, die Vibrationen hätten wahrnehmen können.
Für die ZDF-Doku-Reihe "Die Spur" rekonstruieren die Reporter Laura Kipfelsberger und Benjamin Braun den Sparkassen-Einbruch, lassen sich einen Kernbohrer erklären und machen sich ein Bild vom Tatort in Gelsenkirchen. Und warum hatten die Täter ein so leichtes Spiel?
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