Was kann ich denn dafür? - Victim Blaming - verkehrte Opferrolle!
Leon Windscheid trifft Sophia, die sexuelle Gewalt erlebt hat und sich danach mit Scham, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen quält. Was steckt wissenschaftlich hinter der Täter-Opfer-Umkehr?
- Gesellschaft
- Reportage
- hintergründig
- 29.04.2025
- ZDF
Leon Windscheid trifft Sophia, die sexuelle Gewalt erlebt hat und sich danach mit Scham, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen quält. Was steckt wissenschaftlich hinter der Täter-Opfer-Umkehr?
Täter-Opfer-Umkehr im eigenen Kopf
Was steckt aus wissenschaftlicher Sicht dahinter, wenn Opfer von Gewalt, Mobbing oder anderen Übergriffen Schuldgefühle haben, sich schämen und Fehler im eigenen Verhalten suchen? Leon trifft Sophia - sie ist 17 Jahre, als sie vergewaltigt wird. Statt beim Täter sucht sie die Schuld von Anfang an bei sich selbst.
In einem emotionalen Sozialexperiment begegnet Leon Menschen, die Mobbing, Stalking oder häusliche Gewalt erlebt haben. Wir erfahren von ihren Selbstvorwürfen, und wie sie sich Stück für Stück von Schuldgefühlen befreit haben.
Einfluss von Vergewaltigunsmythen
Prof. Krahé benennt Beispiele wie "Frauen wollen an Männern Rache nehmen" oder "Wenn eine Frau nicht sofort zur Polizei geht, war es keine Vergewaltigung". Solche Behauptungen verharmlosen die Tat und verstärken die Schuldgefühle der Betroffenen. Leon Windscheid findet heraus, warum diese Mythen existieren, was wir gegen die Verbreitung tun können, und wie das Wissen darüber nicht nur den Betroffenen selbst hilft.