Aline wollte schon als Kind alles perfekt machen: das aufgeräumte Zimmer, die Schulnoten, später Studium und Job – auch dann, wenn keiner Perfektion erwartet hat. Der Druck, immer alles richtig zu machen, führte zu chronischem Stress, Versagensangst – und schließlich zu einem Burnout.
Biologin
Jasmina Neudecker besucht Aline zu Hause und erlebt, wie sie sich heute mit ihrem Perfektionismus auseinandersetzt. Denn auch als Mama wurde ihr Hang zum Perfektionismus getriggert – sie wollte für den kleinen Menschen die perfekte Mutter sein, bis hin zur makellosgestylten Brotdose. Inzwischen geht sie gelassener mit ihren Ansprüchen um – denn sie möchte, dass ihre Tochter eine gesunde Fehlerkultur vorgelebt bekommt – etwas, das Aline selbst erst lernen musste.
Von Prof. Ulrich Vorderholzer, dem ärztlichen Direktor an der Schön-Klinik für Psychosomatik in Roseneck, erfährt
Jasmina, dass Perfektionismus ein Risikofaktor für Depression, Angststörungen, Zwangsstörungen und Schlafstörungen sein kann. In einem Experiment, das Terra Xplore mit der Psychologin Dr. Christine Altstötter-Gleich durchführt, wird die Frage beantwortet: Machen uns unsere hohen Ansprüche wirklich erfolgreicher – oder steht er uns vielleicht sogar im Weg? Dabei treten Menschen mit und ohne perfektionistische Tendenzen gegeneinander an. Wer wird am besten abschneiden?