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Brutaler Überfall im eigenen Zuhause
  • 27.10.2026

Für Peddy ist ihr Zuhause kein Safe Space mehr. In der Nacht wird Peddys Freund in ihrem Hausflur zusammengeschlagen. Erst die Ermittlungen der Polizei können Licht ins Dunkel bringen.

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Brutaler Überfall im eigenen Zuhause

Für Peddy ist ihr Zuhause kein Safe Space mehr. In der Nacht wird Peddys Freund in ihrem Hausflur zusammengeschlagen. Erst die Ermittlungen der Polizei können Licht ins Dunkel bringen.

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Peddy steht vor einem Fachwerkhaus. Sie schaut ernst in die Kamera.
Es ist die Nacht auf Rosenmontag 2024: Für Peddy (23) und ihren Freund Jan (35) beginnt ein Albtraum, der ihr Leben von Grund auf erschüttern wird. 
Jan und Peddy sind erst wenige Monate zusammen und frisch verliebt, als sie beschließen, Rosenmontag gemeinsam in Köln  zu feiern. Nach einem ausgelassenen Tag kommen die beiden abends in das kleine Fachwerkhaus, das Jan alleine in Köln Rösrath bewohnt. Die beiden liegen im Bett und unterhalten sich über den schönen Tag, als es um halb eins in der Nacht penetrant an der Tür klingelt. Das Klingeln und die Geräusche vor der Tür kommen den beiden merkwürdig vor. Doch irgendwann beschließt Jan, die Tür vorsichtig einen Spalt breit zu öffnen, falls jemand vor der Tür ihre Hilfe benötigen sollte. 
In diesem Augenblick bricht brutale Gewalt über sie herein: Zwei völlig fremde Männer prügeln unvermittelt auf Jan ein und treten ihn durch den Flur. Peddy, die durch den Aufprall der Tür an die Wand gedrückt wird, reagiert instinktiv: Sie rennt auf die Straße und schreit um Hilfe und alarmiert die Nachbarschaft. Die Nachbar*innen kommen alle aus den Häusern, doch verstehen nicht wirklich, was los ist. Peddy steht unter Schock.  Mit Hilfe eines Nachbarn im Affenkostüm ruft sie die Polizei und den Rettungswagen. 
Währenddessen rennen die beiden Angreifer aus dem Haus. Einen Momente später stolpert auch Jan blutüberströmt und mit einem schiefen Arm aus dem Haus. Peddy, die ausgebildete Krankenschwester ist, versorgt sofort den verletzten Jan.
Nach dem Eintreffen der Polizei folgt für Peddy der nächste Schock. Die Polizisten fragen sie im Verhör, ob Jan etwas mit Drogen zu tun hat. “Dieser Moment war für mich der Schlimmste, weil ich einfach realisiert habe, dass ich es nicht weiß. Ich liebe diesen Mann, aber ich kenne ihn nicht. "
Peddy informiert noch am Tatort einen gemeinsamen Freund und Nachbarn über das Geschehen. Dieser ist eine Minute später vor Ort und klärt über Jans angebliche kriminellen Machenschaften auf: Er sagt aus, dass Jan keine Drogen nimmt und kein Glücksspiel spielt. Der Freund und Peddy begleiten Jan letztlich ins Krankenhaus. Dort kann Peddy mit ihm die Nacht in einem Doppelzimmer verbringen. Die ganze Nacht macht sie kein Auge zu und beobachtet aus Angst die Tür. 
Ein paar Tage später werden Peddy und Jan auf die Polizeiwache geladen. Das Gespräch bringt endlich Licht ins Dunkle: Die beiden erfahren, dass die Täter aus Rache gehandelt haben. Der Täter war der Ehemann einer Arbeitskollegin von Jan, mit der er vor der Beziehung mit Peddy eine Affäre hatte. Jan wusste nicht, dass sie noch verheiratet war, da sie sich als Single ausgegeben hatte. Die Kollegin hatte ihrem Ehemann am Rosenmontag ihre Untreue gestanden und der Ehemann hatte Jans Adresse herausgefunden, um sich an ihm zu rächen. 
Die Zeit nach dem traumatischen Rosenmontag verbringen die beiden bei Peddys Eltern in Wiesbaden. Nach zwei Monaten wagen sie sich in Jans Haus in Rösrath zurück. Sie streichen alles neu, bauen um und ändern sogar die Klingel. Doch aus der anfänglichen Leichtigkeit der Beziehung von Peddy und Jan wird ein jahrelanger Überlebenskampf. Beide entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung. Jan ist über zwei Jahre arbeitsunfähig, und bei Peddy bricht eine längst überwunden geglaubte Essstörung psychosomatisch wieder aus. 
Ein zweiter Schlag trifft Peddy schließlich vor Gericht: Die Täter sind geständig und erhalten Bewährungsstrafen, doch ihre Klage als Nebenklägerin wird zweimal abgelehnt mit der Begründung, sie sei bloß ein „Zufallsopfer“ gewesen, da der Angriff ausschließlich Jan galt. Das Gefühl, mit ihren Todesängsten und dem Trauma von der Justiz entwertet worden zu sein belastet sie bis heute schwer. 
Dennoch beschreiben Peddy und Jan ihre Geschichte nicht nur als Tragödie, sondern als Weg der Aufarbeitung und des gemeinsamen Wiederaufbaus. Durch intensive Tiefenpsychologie, EMDR-Traumatherapie, die Unterstützung ihrer Familien und einen gemeinsamen Neuanfang in Erftstadt mit einem eigenen Hund haben sie sich Schritt für Schritt ihren eigenen „Safe Space“ zurückgeholt.