TRU DOKU - Schwere Hirnblutung mit 17
Als Amalia zehn Jahre alt ist, tritt sie der Jugendfeuerwehr in ihrem Heimatdorf bei – und ist im wahrsten Sinne des Wortes sofort „Feuer und Flamme“. Ab diesem Zeitpunkt steht für sie fest, dass sie ihr Hobby zum Beruf machen will. 2023 beginnt sie dann eine Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau bei Bosch und ist überglücklich.
Doch kurz nach Beginn des zweiten Lehrjahres stellt ein dramatischer Vorfall Amalias Leben komplett auf den Kopf: Auf dem Nachhauseweg von der Berufsschule bricht sie plötzlich zusammen. Im Krankenhaus zeigt sich, dass sie aufgrund eines geplatzten Aneurysmas eine schwere Hirnblutung hat. Die Ärzt*innen operieren sie sofort, gehen jedoch davon aus, dass Amalia die Not-OP nicht überleben wird. Und falls doch, bliebe sie ein schwerer Pflegefall.
Amalia hat einen Schutzengel und überlebt die Operation. Darauf folgt ein Monat, an den sie sich bis heute kaum erinnern kann. Sie wird künstlich beatmet und ernährt, zeitweise wird ihr ein Stoma, also ein künstlicher Darmausgang, gelegt. Doch nach und nach kommt ihr Bewusstsein wieder und ihr Kampf zurück ins Leben beginnt.
Ihr großes Ziel: Sie will wieder zur Feuerwehr und die Zwischenprüfung ihrer Ausbildung mitschreiben. Dieser Traum gibt ihr so viel Kraft, dass ihre Fortschritte an ein Wunder grenzen. Wenige Tage vor Weihnachten darf Amalia nach Hause. Nur drei Monate nach dem Moment, in dem ihre Familie sie fast verloren hätte, sitzt sie gemeinsam mit ihnen unterm Weihnachtsbaum.
Doch dann folgt der Rückschlag. Trotz ihrer schnellen Genesung wird mit der Zeit klar, dass Amalia die Ausbildung nicht weiterführen kann. Diese Erkenntnis lässt ihren Lebenstraum, für den sie alles gegeben hat, endgültig platzen. Trotzdem geht es ihr heute gut. Sie hat gelernt, mit dem Schicksal umzugehen und einen neuen Traum gefunden - im Sommer beginnt sie eine Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien, auf die sie sich unglaublich freut. Außerdem ist sie weiterhin in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.