Deals mit deinem Geld - Die Deals mit Fußballtrikots
Für viele ist es ein Stück Fankultur: das Fußballtrikot. Und dafür müssen Fans inzwischen ziemlich tief in die Tasche greifen. Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft zur FIFA WM 2026 kostet 100 €, die „authentische“ Spieler-Variante sogar 150 €. Wie kommen diese stolzen Preise zustande?
Wer verdient am meisten am Trikot?
In dieser Folge von „DEALS“, einer Doku-Reihe von ZDF WISO, blickt Reporterin Kaja Adchayan hinter die Kulissen eines millionenschweren Marktes. Sie trifft Expert*innen, um herauszufinden, wie das Geschäft mit Fußballtrikots funktioniert. Wie lukrativ ist der Verkauf des DFB-Trikots für den Hersteller Adidas?
Adidas ist der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt nach Nike. Zusammen mit Puma gehören sie zu den führenden Ausrüstern im Profifußball. Adidas und Puma mischen vor allem in der deutschen Bundesliga mit, Nike hat seinen Fokus auf internationalen Top-Clubs. Auch bei der WM 2026 sind die drei Hersteller führend: Zusammengenommen statten Adidas, Nike und Puma 37 der insgesamt 48 Teilnehmerländer aus.
Millionenzahlungen im Profifußball
Im Profi-Fußball wird mit immer höheren Summen jongliert – nicht nur, wenn es um Spieler-Transfers oder Eintrittskarten geht. Auch Sponsoringzahlungen, die Ausrüster an Vereine oder Verbände zahlen, steigen.
Adidas und Nike hatten sich in der Vergangenheit einen erbitterten Kampf um die Partnerschaft mit dem DFB geliefert. Nachdem der DFB und Adidas 70 Jahre lang zusammengearbeitet haben, hat Nike nun den Zuschlag erhalten – und den hat sich der US-Konzern Medienberichten zufolge einiges kosten lassen. Die Rede ist von jährlichen Zahlungen in Höhe von 100 Millionen Euro an den DFB. Adidas soll gerade mal die Hälfte gezahlt haben. Der DFB kommentiert die Höhe der Zahlungen zwar nicht, macht aber keinen Hehl daraus, dass Geld eine Rolle bei der Entscheidung gespielt habe.
Warum sind Trikots so teuer?
Der Marketingexperte Dr. Peter Rohlmann verrät, wie sich der Preis eines Trikots zusammensetzt und welche Rolle steigende Sponsoringzahlungen dabei spielen. Von der Nachhaltigkeitsexpertin Lara Schröder erfährt Reporterin Kaja, dass die Näherinnen und Näher bei den Zulieferern von Adidas in Vietnam, China und Kambodscha zwar in der Regel Mindestlohn verdienen, dieser aber nicht immer existenzsichernd ist. Machen sie den schlechtesten DEAL?