Flüchtlingskrise - Gemeinden am Limit - Gemeinden unter Druck
Laut einer Umfrage finden 84 Prozent der Deutschen, dass zu viele Menschen in Deutschland Asyl suchen. Die Flüchtlingskrise ist dauerhaft in Deutschland angekommen.
Laut einer Umfrage finden 84 Prozent der Deutschen, dass zu viele Menschen in Deutschland Asyl suchen. Die Flüchtlingskrise ist dauerhaft in Deutschland angekommen.
In dem 6.000 Einwohnerort Hebertshausen nahe München leben aktuell 234 Geflüchtete. Damit hat Bürgermeister Richard Reischl die durch den Verteilungsschlüssel festgelegte Quote ums 4-fache erfüllt. Doch Hebertshausen kommt mit der Lage gut zurecht. Fast 90 Prozent der im Ort lebenden Asylsuchenden sind inzwischen in Arbeit oder engagieren sich ehrenamtlich. "Ein Helferkreis übernimmt hier das, was eigentlich Aufgabe des Staates sein sollte," sagt Reischl. Der Bürgermeister fordert eine Arbeitspflicht für alle Neuen, auch für die mit schlechter Bleiberechtsperspektive. In seiner Gemeinde verrichtet ein großer Teil dieser Geflüchteten gemeinnützige Arbeit. Reischl ist davon überzeugt, dass es Hebertshausen durch solche Maßnahmen besser als manch anderen Orten gelingt, die Geflüchteten nicht als Bedrohung, sondern als Chance anzusehen.
Die "ZDF.reportage" über die Herausforderungen von Gemeinden in der Flüchtlingskrise.