Free and happy? Oder überfordert durch das Meer von Möglichkeiten, dem eigenen Label-Zwang? In der Diskussion geht es heiß her. Zum ersten Mal tun sich deutliche Konflikte auf. Ist Freiheit eine Frage der Bubble? Und bedeutet mehr Freiheit auch mehr (Liebes-)Glück?
Zwischen Aufbruch und alten Werten
Mehr Offenheit, mehr Toleranz, mehr Freiheit - das Mantra der Gen Z? Die Generation macht vieles anders – oder will zumindest vieles anders machen als Generationen vor ihnen. Doch was bedeutet das genau? Eine Loslösung von allem Alten? Liegen vorherige Generationen mit ihren Werten, Lebens- und Liebesentwürfen komplett falsch? Oder kann man sich von ihnen und ihren Erfahrungswerten doch auch etwas abschauen?
Zwischen Bindungsdrang und völliger Freiheit
Bei den Protagonisten gehen die Meinungen auseinander: Nico und Jo empfinden ihre Generation manchmal als "zu faul", um sich wirklich zu binden und die nötige Arbeit in eine Beziehung zu investieren. Emmas Eltern haben als 68er eigentlich gar nicht groß anders gelebt als er selbst. Yaz macht wenig überraschend einfach ihr eigenes Ding – und will sich weder an Vorbildern orientieren, noch labeln.
Wer bin ich – und muss ich mich labeln?
Aber wie ist das mit den ganzen Labels in der Gen Z – helfen sie bei der Identitätssuche oder stehen sie eher im Weg? Queer, kinky, offen, poly, exklusiv, bi und so weiter – für alles gibt es ein Label, einen Hashtag. Gerade auf Social-Media überfordert die Flut der Kategorien förmlich. Aber hat man sich selbst einmal definiert, wie leicht kommt man denn wieder heraus aus dem Label-Käfig?
Gen Z: frei, verwirrt – oder beides?
Im Kontext von Generationskonflikten, Vorbildern, Sozialisation und Labels diskutieren die Protagonisten über ihre Definitionen von Liebesglück und Freiheit. Aus der Perspektive ihrer eigenen Bubbles geraten sie auch aneinander und müssen einsehen: Selbst innerhalb einer Generation lassen sich nicht alle Hürden überwinden. Kann also überhaupt pauschal beantwortet werden, ob die Gen Z nun mehr Freiheiten hat als andere Generationen? Und bedeuten mehr Freiheiten auch wirklich mehr (Liebes-)Glück? Oder gibt es vor lauter Optionen nur noch mehr Unsicherheit? Wird die Gen Z zur "Gen lost"?