Das Sendungsplakat des "Literarischen Quartetts" im Februar 2026 mit den vier Covern der Bücher, die in der Bücherrunde besprochen werden: Jon Fosse, „Vaim“, Rowohlt Verlag, David Szalay, „Was nicht gesagt werden kann“, claassen Verlag, Richard Price, „Lazarus Man“, S. Fischer Verlag, Bodo Kirchhoff, „Nahaufnahme einer Frau, die sich entfernt“, dtv
Das Literarische Quartett
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Das Literarische Quartett - Die Bücher des neuen Literarischen Quartetts

Das Literarische Quartett
Die Bücher des neuen Literarischen Quartetts
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Das Literarische Quartett
Die Bücher des neuen Literarischen Quartetts
  • 06.02.2026

Gastgeberin Thea Dorn diskutiert in der Februar-Ausgabe des"Literarischen Quartetts" mit Christian Berkel, Xaver von Cranach und Marlene Knobloch über diese vier Bücher.

Das literarische Quartett
Die Bücher des neuen Literarischen Quartetts

Gastgeberin Thea Dorn diskutiert in der Februar-Ausgabe des"Literarischen Quartetts" mit Christian Berkel, Xaver von Cranach und Marlene Knobloch über diese vier Bücher.

Thea Dorn lädt am Freitag, 6. Februar 2026 um 23:30 Uhr im ZDF zum nächsten "Literarischen Quartett" ein. Ihre Gäste sind die Kulturjournalistin Marlene Knobloch, der Literaturkritiker Xaver von Cranach und der Schauspieler und Autor Christian Berkel. Zusammen mit Thea Dorn debattieren sie über vier neu erschienene Titel von den Jon Fosse, David Szalay, Richard Price und Bodo Kirchhoff.

Die Bücher der Sendung:

Jon Fosse, "Vaim", aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel, Rowohlt Verlag

Die Handlung des Romans "Vaim" des norwegischen Literaturnobelpreisträgers von 2023 spielt im gleichnamigen Ort an der Westküste Norwegens. Nachdem Jatgeir sich eines Tages mit seinem Boot aufmacht, um einige kleinere Besorgungen zu machen, trifft er auf der Rückfahrt zufällig auf seine Jugendliebe Eline, die gerade ihren Mann verlassen hat. Die Geschichte erzählt aus verschiedenen Perspektiven, das Schicksal von drei eher passiven Männern und einer willensstarken Frau, die das Leben aller auf existenzielle Weise bestimmen wird.

David Szalay, "Was nicht gesagt werden kann", aus dem Englischen von Henning Ahrens, claassen Verlag

Am Rande einer ungarischen Stadt lebt István mit seiner Mutter in einem Plattenbauviertel. Der Roman zeigt einen schüchternen Jugendlichen, der die Kontrolle verliert, spätestens als er in eine sexuelle Beziehung mit seiner Nachbarin rutscht, die im Alter seiner Mutter sein könnte. Instabilität zieht sich durch sein Leben, auch in London, wo István versucht Fuß zu fassen. Seine Lebensentscheidungen, sein gesellschaftlicher Aufstieg und Abstieg sind dabei eher auf andere zurückzuführen als auf sein aktives Handeln. Sein immer wiederkehrendes "Okay" erscheint als Grundprinzip seiner Existenz. Für seine eigentlichen Empfindungen findet er keine Worte. Der Roman, mit dem englischen Originaltitel "Flesh", wurde 2025 mit dem Booker Prize ausgezeichnet.

Richard Price, "Lazarus Man", aus dem Englischen von Henning Ahrens, S. Fischer Verlag

Der katastropale Einsturz eines Mietshauses in East Harlem 2008 stürzt das Viertel ins Chaos und verändert das Leben der Menschen in diesem Stadtteil. Als Medien und Hilfskräfte kein Wunder mehr erwarten, wird Anthony Carter unversehrt aus den Trümmern befreit. Nach dieser traumatischen Erfahrung entdeckt er für sich die Aufgabe des Missionierens. Der Roman folgt der Geschichte von vier Menschen, die nach diesem Unglück einen neuen Lebensweg einschlagen und versuchen, auf jeweils unterschiedliche Art und Weise das Erlebte zu verarbeiten.

Bodo Kirchhoff, "Nahaufnahme einer Frau, die sich entfernt", dtv

Viktor Goll und Terese Weiler sind seit sehr langer Zeit ein Paar, aber sie teilen nur noch wenig, und es stellt sich die entscheidende Frage: Sollen sie gemeinsam alt werden? Auf einer Reise nach Indien wird Terese klar, dass sie Vigo verlassen muss. Als er um eine letzte Chance bittet, antwortet sie: "Was du tun kannst, damit ich zurückkomme? Von dir absehen. Einmal im Leben." Worauf Vigo einen Roman zu schreiben beginnt, erzählt aus der Sicht seiner Frau, ihre ganze gemeinsame Geschichte.

Die Gäste der Sendung:

Marlene Knobloch, 1994 in Bayern geboren, studierte Deutsche Literatur und Philosophie in Berlin und Tel Aviv. Nach dem Abschluss an der Deutschen Journalistenschule in München arbeitete Knobloch als Kulturreporterin für die Süddeutschen Zeitung, 2025 wechselte sie ins Feuilleton der Wochenzeitung DIE ZEIT. 2023 veröffentlichte sie den Essay “Serious Shit. Die Welt ist gefährlich – und warum wir das erst jetzt merken“. Sie ist Preisträgerin des Dr. Georg-Schreiber-Medienpreises und wurde 2021 vom Medium Magazin zu den "Top 30 bis 30"-Journalistinnen ausgewählt.

Xaver von Cranach, geboren 1990, studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Heidelberg, Paris und Berlin. An der Deutschen Journalistenschule in München ausgebildet, schreibt er Literatur und Theater. Seit 2021 ist er Redakteur im Kulturressort des SPIEGEL. 2024 wurde Xaver von Cranach mit dem Michael-Althen-Preis ausgezeichnet.

Christian Berkel, 1957 in West-Berlin geboren, absolvierte die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin. Als Schauspieler, der auch in großen internationalen Produktionen mitwirkte, wurde er mehrfach ausgezeichnet.  Darüber hinaus ist Berkel auch als Hörspiel- und Hörbuchsprecher tätig. Als Schriftsteller verfasste Christian Berkel die autofiktionalen Romanen "Der Apfelbaum" ( 2018), "Ada" (2020) und "Sputnik" (2025).

Gastgeberin: Publizistin und Schriftstellerin Thea Dorn