Ehemalige Volksparteien verlieren an Zustimmung, die politischen Ränder gewinnen an Zulauf und Regierungsbildungen werden immer schwieriger. Viele Menschen haben das Gefühl: Die Politik hat den Kontakt zu ihrem Alltag verloren. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in unser demokratisches System. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung von 2025 glaubt nur noch etwa die Hälfte der Deutschen, dass die Demokratie in Deutschland gut funktioniert.
Brauchen wir überhaupt noch eine politische Mitte?
Die einen sagen: Die Mitte holt die Menschen nicht mehr ab. Politiker*innen und Parteien würden nicht richtig zuhören und Entscheidungen aus ihrem Elfenbeinturm heraus treffen – obwohl es viel mehr Verständnis für die verschiedenen Lebensrealitäten in Deutschland geben müsste. Die politischen Ränder liefern einfach mehr Anschlussfähigkeit in ihren Positionen.
Die anderen halten dagegen: Gerade jetzt braucht es eine starke politische Mitte. Denn wer Extreme salonfähig macht und auf einfache Antworten setzt, gefährdet die Demokratie. Es braucht Haltung, klare Grenzen und Lösungen, die wirklich etwas verändern – statt immer nur den nächsten Kompromiss.
Ist das Vertrauen in die Demokratie in Gefahr?
Zwischen Kompromiss und Haltung, zwischen Mitte und populistischer Vereinfachung steht deshalb die entscheidende Frage: Warum verlieren Menschen das Vertrauen in ein politisches System, an das sie eigentlich glauben? Bei 13 Fragen diskutieren wir: Ist die Mitte noch zu retten?
Unsere Teilnehmer*innen:
Laura Kipfelsberger, Journalistin
Hannes Kreschel, Politik-Creator
Ahmad Mansour, Autor und Psychologe
Simon David Dressler, Creator und Aktivist
Matthias Kohl, Landwirt
Beatrice Achterberg, Journalistin
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