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UNBUBBLE
Ist das "Links vs. Rechts"-Schema am Ende?
- 27.05.2026
Rechts oder links – prägt diese Kategorisierung noch unsere Politik oder spaltet sie nur? Darüber diskutieren Clara von Nathusius (Junge Union) und Jette Nietzard (ehemals Grüne Jugend).
Rechts und links ordnen seit Jahrhunderten unsere politische Landschaft. Doch angesichts von Parteien wie dem BSW, der gesellschaftlichen Spaltung und den Herausforderungen auf der Ebene der Lokalpolitik stellt sich die Frage: Wie sinnvoll ist das heute noch? Mit Clara von Nathusius (Junge Union) und Jette Nietzard (ehemalige Sprecherin der Grünen Jugend) treffen zwei junge Frauen aus gegensätzlichen Lagern und mit unterschiedlichen Meinungen aufeinander.
Ideologischer Kampfbegriff ohne Inhalt
Clara (30) macht bürgerlich-konservativen Content und ordnet sich selbst politisch rechts ein. Sie warnt davor, dass das Schema in heutigen Debatten meist nur noch als inhaltsleeres Label funktioniert.
"Rechts" sei zu einem reflexhaften Kampfbegriff geworden, mit dem Andersdenkenden pauschal die Menschlichkeit abgesprochen werde. Sie fordert, dass die Politik die Begriffe wieder mit konkreten, greifbaren Inhalten füllen muss, statt sie zur bloßen Abwertung zu nutzen.
Politische Heimat und Orientierung
Jette (27) steht für linke Politik und widerspricht vehement. Für sie ist die Unterscheidung aktuell wie nie, da sie grundlegende ökonomische und gesellschaftliche Gegensätze sichtbar macht etwa zwischen Arm und Reich, progressiven und konservativen Werten oder unterschiedlichen Vorstellungen von Gerechtigkeit. Gerade in einer unübersichtlichen Welt bietet die Einteilung vielen jungen Menschen eine dringend benötigte Orientierung und politische Zugehörigkeit.