Fitness-Creator Rami Al-Azzawi (links) und Psychologiestudentin Julia Barabasch (rechts) stehen Rücken an Rücken und mit verschränkten Armen rechts im Bild.
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Selbstoptimierung: Rettung oder Zwang?
  • 26.08.2026

Fitness-Creator Rami trackt sein Leben für maximale Leistung. Julia entwickelte durch den Perfektionswahn eine Essstörung. Eine Debatte über Disziplin und die Grenzen von Kontrolle.

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Selbstoptimierung: Rettung oder Zwang?

Fitness-Creator Rami trackt sein Leben für maximale Leistung. Julia entwickelte durch den Perfektionswahn eine Essstörung. Eine Debatte über Disziplin und die Grenzen von Kontrolle.

Ruhepuls auf 50 bpm, strenge Ernährungspläne und getrackter Schlaf: Das Wohlbefinden vieler junger Menschen wird heute von Wearables, Nahrungsergänzung und Disziplin geprägt. Doch wie wirkt sich dieser ständige Perfektionsdrang auf das Leben aus? In dieser Debatte treffen zwei Personen aufeinander, die Selbstoptimierung aus völlig unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

Kontrolle als Weg zur besten Version

Fitness-Creator Rami Al-Azzawi ordnet sein Leben strengen Routinen unter. Er trackt akribisch Kalorien, richtet sein Training nach Herzfrequenz-Zonen aus und verzichtet auf unproduktive soziale Events, um seine Ziele nicht zu gefährden.
Für ihn ist Selbstoptimierung das logisch-mathematische Fundament für Erfolg und körperliche Stärke. Sein Credo lautet: Nur durch eiserne Disziplin kann er mentale Resilienz aufbauen und die beste Version seiner selbst werden.

Wenn der Perfektionsdruck zu viel wird!

Ihm gegenüber sitzt die Psychologiestudentin Julia Barabasch. Sie steckte einst selbst tief in der Tracking-Bubble, bis die ständige Selbstvermessung und das Abwiegen von Essen zu einer Essstörung und sozialer Isolation führten. Heute lehnt sie extremen Perfektionismus ab und warnt davor, sich einem Kontrollzwang zu unterwerfen.
Sie kritisiert die Mechanismen auf Social Media, die suggerieren, durch ständige Leistungssteigerung glücklicher zu werden. Für Julia bedeutet Gesundheit, den Optimierungsdrang loszulassen, Dinge auch mal unproduktiv zu machen und wieder auf das intuitive Körpergefühl zu hören.

Hilfsangebote bei Essstörungen findet ihr hier:

Beratungstelefon des Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
Tel.: 0221 892031
https://essstoerungen.bioeg.de/hilfe-finden/welche-beratung-gibt-es/telefonberatung/
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