37 Grad - die Einzeldokus - Radikal, gehasst, verzweifelt
Hungerstreiks, Blockaden in Städten und auf Autobahnen, Attacken auf berühmte Gemälde. Mit diesen Aktionen machen Klimaschützer*innen der "Letzten Generation" auf sich aufmerksam.
Mit hohem persönlichen Einsatz
Die 25-jährige Carla ist Juristin. Sie schiebt das zweite Staatsexamen und somit ihre berufliche Karriere auf, so lange, „bis mit der 'Letzten Generation' wesentliche Erfolge erzielt" wurden. Sie wird von ihren Eltern, ökobewegten Lehrern der Nach-68er-Generation, unterstützt. Ihr Umweltbewusstsein wurde ihr praktisch in die Wiege gelegt. Ihr Entwurf für ein Leben mit der Krise reicht nicht für ein bürgerliches Dasein - zumindest nicht, solange „der Planet so zerstört wird". Carla ist Sprecherin der Bewegung.
Kriminalisiert
Für ein existentielles Ziel
Der Film zeigt, wie die Aktivist*innen ihre Frust- und Glücksgefühle verarbeiten. Ihre Motivation, ihre Ziele und ihre Entschlossenheit werden deutlich. Ebenso kommen Eltern, Freunde und Mitmenschen, die von den Aktionen in Mitleidenschaft gezogen werden, zu Wort. So entsteht ein Bild, das Spaltung aber auch Verständnis in der Gesellschaft zeigt. Eine wichtige Erkenntnis in einer Zeit der Krisen, Kriege, Klimazerstörung, der Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten und drohender sozialer Unruhen. Nicht zuletzt geht es um die Frage, wie weit Protest gehen darf.