Brände in Südwest-Frankreich: Mehrere Campingplätze geräumt

    Über 3.000 Urlauber betroffen:Frankreich-Brände: Mehrere Zeltplätze geräumt

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    Im Südwesten Frankreichs, an der Grenze zu Spanien, sind Waldbrände ausgebrochen. Mehr als 3.000 Touristen mussten ihre Zeltplätze verlassen. Die Flammen bedrohen mehrere Orte.

    Eine Frau fotografiert am 14.08.2023 ein verheerendes Feuer im Südwesten Frankreichs.
    Mehr als 3.000 Touristen mussten ihre Zeltplätze verlassen.
    Quelle: AFP

    Wegen heftiger Waldbrände haben die Behörden im Südwesten Frankreichs mehrere Campingplätze geräumt. Mehr als 3.000 Menschen seien am Montag von Zeltplätzen im Département Pyrénées-Orientales, an der Grenze zu Spanien, in Sicherheit gebracht worden, teilte die Feuerwehr mit.
    Das Feuer habe sich bereits auf über 500 Hektar ausgebreitet und die "Dörfer Saint-André, Sorède und die Stadt Argelès sind in Gefahr", hieß es. Der Brandort liegt westlich der Großstadt Perpignan nahe der spanischen Grenze. Größere zusammenhängende Waldgebiete gibt es vor Ort nicht.
    Eine verbrannte Waldfläche
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    Behörden rechnen mit weiteren Evakuierungen

    "In den östlichen Pyrenäen wütet ein heftiges Feuer. Ich rufe die Einwohner und Urlauber zu größter Wachsamkeit auf", schrieb Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin im Onlinedienst X, früher Twitter.
    Die Feuerwehr war mit 13 Flugzeugen, drei Hubschraubern und mehr als 500 Feuerwehrleuten im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Die Behörden erwarteten, dass noch mehr Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen.
    Seit Wochen brechen in Südeuropa immer wieder Waldbrände aus:
    "Wir sind mit einem Brand konfrontiert, wie wir ihn noch nie gesehen haben", sagte der Bürgermeister von Saint-André, Samuel Moli, dem Sender France Bleu. Die Gemeinde sei schwer betroffen, Wohnhäuser und auch ein Supermarkt wurden evakuiert.

    Es ist eine Situation, die katastrophal ist.

    Samuel Moli, Bürgermeister von Saint-André

    Eine Turnhalle und eine große Mehrzweckhalle wurden geöffnet, um die von den Evakuierung betroffenen Menschen unterzubringen.

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