Drogenfunde an der Nordsee: 150 Kilo Kokain angespült
Föhr, Amrum und Sylt:Nordseeinseln: 150 Kilo Kokain angespült
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An den Stränden dreier Nordseeinseln sind insgesamt 150 Kilo Kokain angespült worden. Die Ermittlungen zur Herkunft der Kokainpakete und involvierten Personen laufen.
Zollfahnder stellten an der Nordsee Pakete mit 150 Kilo Kokain sicher(Archivfoto)
Quelle: AP
An den Stränden der Nordseeinseln Föhr, Amrum und Sylt sind in den vergangenen drei Tagen rund 150 Kilogramm Kokain in mehreren Paketen entdeckt worden. Woher sie kommen und wie sie an die Strände gelangt sind, ist noch unklar, wie das Zollfahndungsamt Hamburg am Mittwoch mitteilte. Insbesondere auf Sylt werde laut Zollfahndungsamt weiter gesucht. Auch zu den dänischen Kollegen sei Kontakt aufgenommen worden. Dort seien aktuell aber noch keine Drogen an Stränden gefunden worden.
Ermittlungen zum Kokain-Fund laufen
Die Ermittlungen zur Herkunft der Pakete und zu möglicherweise in den Schmuggel involvierten Personen laufen, teilte das Zollfahndungsamt Hamburg weiter mit. Die Pakete könnten aus einer gescheiterten Übergabe auf See stammen, sagte der Behördensprecher. Es könne aber auch sein, dass Dealer das Kokain außen an einem Boot befestigt hatten und es etwa durch Seegang unabsichtlich verloren gegangen sei.
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Strandbesucher werden gebeten, sich von angespülten Paketen oder verdächtigen Gegenständen fernzuhalten und umgehend den Zoll oder die Polizei zu informieren.
Immer wieder Drogen im Meer
Drogen gehen immer mal wieder auf dem Meer verloren. So waren an der ostfriesischen Nordseeküste bereits in den vergangenen Jahren Drogen in Säcken angespült worden. Eine spektakuläre Entdeckung machte etwa eine Urlauberin im vergangenen April auf Borkum: Dort waren am Strand mehrere verdächtige Säcke angespült worden, die mit einer Rettungsweste zusammengebunden waren. Später bestätigte die Staatsanwaltschaft Aurich, dass sich darin rund eine Tonne Kokain befunden hatte.
Europa und seine Konsumenten stehen zunehmend im Fokus internationaler Kokain-Kartelle. Allein in der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2022 mehr als 300 Tonnen der Droge beschlagnahmt. Es war das sechste Rekordjahr in Folge. Zuletzt sind die sichergestellten Mengen nochmals gestiegen. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland etwa 43 Tonnen Kokain abgefangen, in den Niederlanden mehr als 59 Tonnen und in Belgien 116 Tonnen. Vor allem die großen Überseehäfen in Antwerpen, Rotterdam und Hamburg sind Einfallstore für den Kokainschmuggel nach Europa.
Erst in der vergangenen Woche hat das Landgericht Oldenburg in einem Prozess um Beihilfe zum Schmuggel von rund einer Tonne Kokain den Kapitän eines Fischkutters sowie einen Helfer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Gegen den Kapitän des Kutters aus den Niederlanden verhängte es vier Jahre und drei Monate Haft, gegen dessen Komplizen vier Jahre.
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Kokain-Schmuggel nach Europa angestiegen
Zuletzt gab es auch Funde an der Ostsee, wie im Sommer am Strand von Heiligenhafen in Schleswig-Holstein. Mitte November gab es nach damaligen Angaben des Zollfahndungsamts kaum Erkenntnisse, woher das Kokain stammen könnte und ob es mit Absicht ins Wasser geworfen worden war.
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Der Schmuggel von Kokain nach Europa hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Immer wieder fangen Sicherheitsbehörden Rauschgiftlieferungen im Tonnenbereich etwa in Seehäfen ab. Zuletzt fingen Ermittler im September in Hamburg rund 2,1 Tonnen der Droge in einem Kühlcontainer mit Bananen aus Südamerika ab, in einem Fruchthof in Sachsen tauchten im November weitere knapp 600 Kilogramm Kokain in Bananenkisten auf.
Quelle: dpa
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