Schule in Rösrath bei Köln nach Mpox-Ausbruch geschlossen
Zwei Kinder in Rösrath infiziert:Schule in NRW nach Mpox-Ausbruch geschlossen
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In einer Familie in Rösrath bei Köln ist die neue Variante des Mpox-Virus nachgewiesen worden. Die Schule der Kinder wird vorsorglich bis nach den Weihnachtsferien geschlossen.
Die Förderschule in Rösrath bleibt bis nach den Weihnachtsferien zu (Archivbild).
Quelle: dpa
Die Schülerinnen und Schüler einer Förderschule in Rösrath bei Köln sind ab sofort bis zum Beginn der Weihnachtsferien Ende der Woche im Distanzunterricht. Grund ist das Auftreten von Infektionen mit der neuen Variante des Mpox-Virus, wie der zuständige Rheinisch-Bergische-Kreis in Nordrhein-Westfalen mitteilte.
Nach intensivem Austausch mit dem RKI und weiteren Fachinstitutionen haben sich das Gesundheitsamt und die Schulleitung mit Blick auf die besonders zu schützende Schülerschaft zu dieser vorbeugenden Maßnahme entschlossen.
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Mitteilung des Rheinisch-Bergischen-Kreises
Die Räume der Schule blieben geschlossen, um enge Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern und somit eine weitere eventuelle Verbreitung von Mpox zu verhindern, hieß es weiter.
Bei der Schließung der Schule handele es sich um eine präventive Maßnahme. Die Erziehungsberechtigten würden von der Schulleitung informiert. Vorausgegangen sei eine entsprechende Allgemeinverfügung des Gesundheitsamtes.
Nach dem ersten Mpox-Fall in Europa forderte die EU-Gesundheitsbehörde die EU-Staaten auf, sich auf weitere Infektionsfälle einzustellen. Antworten auf die wichtigsten Fragen. 16.08.2024 | 1:41 min
Vier Familienmitglieder infiziert
Am Wochenende war bei einer Familie aus dem Landkreis zunächst ein Fall der früher als Affenpocken bezeichneten Mpox bekannt geworden. Vermutlich bei einer Reise nach Afrika habe sich das Familienmitglied mit der Klade 1b des Mpox-Virus infiziert.
Inzwischen sei das Virus bei drei weiteren Familienmitgliedern, darunter zwei Kinder, nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt des Kreises habe daraufhin in enger Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) Kontaktpersonen ermittelt und informiert.
Mpox-Variante im Oktober erstmals in Köln nachgewiesen
Im Oktober war erstmals eine Infektion mit der neuen Mpox-Variante Klade 1b bei einem Mann in Köln nachgewiesen worden, nachdem dieser laut Behörden von einer Afrikareise zurückgekehrt war. Nach Angaben des RKI gab es in der Zwischenzeit keine weiteren Nachweise in Deutschland.
Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen der Ausbreitung des Mpox-Virus, früher bekannt als "Affenpocken", eine weltweite Notlage ausgerufen. Den ersten europäischen Fall gab es im August in Schweden.16.08.2024 | 4:54 min
Die Gefährdungslage für die breite Bevölkerung sei weiterhin als "gering" einzuschätzen, erklärte das für die Bekämpfung ansteckender Krankheiten in Deutschland zuständige Institut. "Für eine Übertragung von Mpox ist ein enger körperlicher Kontakt erforderlich." Das RKI beobachte die Situation weiterhin genau und werde seine Einschätzungen laufend anpassen.
Krankheit verläuft meist mild
Mpox ist keine neue Krankheit, sie ist bereits seit Ende der 50er Jahre bekannt. Sie verursacht Fieber, Muskelschmerzen und pockenähnliche Pusteln auf der Haut. In den meisten Fällen verläuft sie laut Behörden mild.
Seit etlichen Monaten breitet sich auf dem afrikanischen Kontinent jedoch massiv die neue Variante Klade 1b aus, die als aggressiver und gefährlicher gilt. Im August rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deswegen die höchste Warnstufe aus. Gegen Mpox gibt es zugelassene Impfungen, die auch nach etwaiger Ansteckung möglich sind.
Quelle: dpa
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