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Bundesstaat Wisconsin:Tote nach Schusswaffenangriff an US-Schule
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Die USA sind von einem neuen Fall von Schusswaffengewalt an einer Schule erschüttert worden. Es soll laut Polizei mindestens drei Tote geben, weitere Menschen wurden verletzt.
An der Abundant Life Christian School werden etwa 390 Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen unterrichtet.
Quelle: dpa
Bei einem Schusswaffenangriff an einer christlichen Privatschule in der Stadt Madison im US-Bundesstaat Wisconsin sind nach Polizeiangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Dabei soll es sich um eine Lehrperson sowie um ein Mitglied der Schülerschaft handeln. Auch die Schützin soll laut Polizei "an einer selbst zugefügten Schusswunde" gestorben sein.
Eine 15-Jährige steht im Verdacht, für den Angriff verantwortlich zu sein. Wie Polizeichef Shon F. Barnes mitteilte, starb die Jugendliche letztlich durch eine selbst zugefügte Schusswunde. Derzeit werde der Vater der mutmaßlichen Schützin befragt. Die Eltern kooperieren nach Polizeiangaben vollständig mit den Ermittlern.
Laut Barnes wurden sechs weitere Schüler sowie eine Lehrkraft verletzt in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Zwei der Schüler schwebten demnach in Lebensgefahr.
Biden nennt Vorfall "inakzeptabel"
An der Abundant Life Christian School werden etwa 390 Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen unterrichtet. Er sei "so kurz vor Weihnachten" bestürzt, sagte Polizeichef Barnes.
Jedes Kind, jede Person in diesem Gebäude ist ein Opfer und wird für immer ein Opfer sein. [...] Wir müssen herausfinden und versuchen, zusammenzusetzen, was genau passiert ist.
Shon F. Barnes, Polizeichef
US-Präsident Joe Biden nannte es "inakzeptabel, dass wir nicht in der Lage sind, unsere Kinder vor dieser Geißel der Waffengewalt zu schützen". Er forderte: "Der Kongress muss vernünftige Gesetze zur Waffensicherheit verabschieden."
Schüler in unserem Land sollten lesen und schreiben lernen - und nicht lernen müssen, wie man sich duckt und versteckt.
Joe Biden, US-Präsident
Der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, teilte mit: "Wir beten für die Kinder, Lehrer und die gesamte Schulgemeinschaft von Abundant Life, während wir auf weitere Informationen warten, und sind den Ersthelfern dankbar".
X-Post von Tony Evers
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Die Schule im Mittleren Westen der USA bat über ihren Facebook-Account um Gebete und erklärte, man werde weitere Informationen teilen, sobald sie verfügbar seien.
Waffengewalt ist ein großes Problem in den USA
In den Vereinigten Staaten gehören tödliche Schusswaffenangriffe zum Alltag. Waffen sind dort nicht nur leicht verfügbar, sondern auch in enormer Stückzahl im Umlauf. Größere Gewalttaten, etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtklubs oder bei öffentlichen Veranstaltungen, entfachen immer wieder hitzige Debatten über eine Verschärfung des Waffenrechts - bislang jedoch ohne greifbare Fortschritte. Eine substanzielle Reform der Waffengesetze wird seit Jahren von den Republikanern blockiert.
Der oberste Gesundheitsbeamte der USA erklärte die Waffengewalt im Juni zur nationalen Gesundheitskrise. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sterben jedes Jahr Tausende Menschen an Verletzungen, die durch Schusswaffen verursacht werden - sei es durch Fremd- oder Eigenverschulden. Bei Kindern und Jugendlichen gehören Waffenverletzungen zu den häufigsten Todesursachen.
Quelle: dpa
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Quelle: AP, dpa, AFP
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