"Vorfall im russischen Luftraum":Putin entschuldigt sich nach Flugzeugabsturz
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Nach dem Absturz einer Passagiermaschine hat sich Kremlchef Putin bei Aserbaidschans Präsident Aliyev entschuldigt - für einen "Vorfall", nicht für einen Abschuss.
Nach dem Absturz einer Passagiermaschine hat sich Putin bei Aserbaidschans Staatschef Aliyew für den "tragischen Vorfall" entschuldigt - von einem Abschuss sprach Putin aber nicht.28.12.2024 | 1:56 min
Nach dem Absturz eines aserbaidschanischen Flugzeugs in Kasachstan mit 38 Toten hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin beim aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev für den Vorfall entschuldigt. Das teilte der Kreml in Moskau nach einem Telefonat der beiden mit.
Wladimir Putin entschuldigte sich dafür, dass sich der tragische Vorfall im russischen Luftraum ereignete.
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Mitteilung des Kreml
Ein aserbaidschanisches Passagierflugzeug ist nahe der Stadt Aktau in Kasachstan verunglückt. Die vermutete Ursache: ein russischer Beschuss.27.12.2024 | 2:04 min
Putin: Abwehr ukrainischer Drohnen war aktiv
Demnach erklärte Putin auch, dass zu dem Zeitpunkt die russische Flugabwehr im Einsatz gegen Drohnenangriffe aus der Ukraine war. Dass die Flugabwehr das Flugzeug mit einer Rakete getroffen habe, sagte Putin in dieser Deutlichkeit allerdings nicht.
Putin "sprach den Familien der Opfer erneut sein tiefes und aufrichtiges Beileid aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung", teilte der Kreml weiter mit.
Im russischen Angriffskrieg zählen Drohnen auf beiden Seiten zu den wichtigsten Waffen. ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf war mit einer ukrainischen Einheit in Frontnähe unterwegs.23.06.2024 | 1:38 min
In dem Gespräch sei festgestellt worden, dass das aserbaidschanische Passagierflugzeug wiederholt versuchte, auf dem Flughafen von Grosny, also in Tschetschenien, zu landen. "Gleichzeitig wurden Grosny, Mosdok und Wladikawkas von ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen, wobei die russische Luftabwehr diese Angriffe abwehrte", teilte der Kreml mit.
Das Flugzeug startete in Baku Richtung Grosny und stürzte vor Aktau ab.
Quelle: ZDF
Selenskyj: eindeutige Schäden am Flugzeugrumpf
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb seinerseits auf der Plattform X, er habe ebenfalls mit Aliyev gesprochen und sein Beileid ausgedrückt. Russland müsse Erklärungen geben und damit aufhören, Desinformationen zu verbreiten. Fotos und Videos zeigten eindeutig den Schaden am Flugzeugrumpf, der stark darauf hindeute, dass die Maschine von einer Flugabwehrrakete getroffen worden sei.
In der Mitteilung des Kreml hieß es, russische Ermittler hätten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Regeln für die Sicherheit des Flugverkehrs eingeleitet. "Die ersten Ermittlungsmaßnahmen sind im Gange, und es werden zivile und militärische Spezialisten befragt."
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Aserbaidschan spricht von "Waffeneinsatz" gegen Passagiermaschine
Zudem seien zwei Mitarbeiter der aserbaidschanischen Generalstaatsanwaltschaft in Grosny, wo sie mit Vertretern der russischen Seite zusammenarbeiteten. Auch an der Absturzstelle in der Nähe von Aktau gingen die Arbeiten der Ermittler aus Russland, Aserbaidschan und Kasachstan weiter, hieß es.
Die aserbaidschanische Regierung hatte zuvor erstmals öffentlich von einem Waffeneinsatz gegen das in Kasachstan abgestürzte Passagierflugzeug gesprochen. Schäden am Wrack und Zeugenaussagen legten nahe, dass das Flugzeug von außen beschädigt worden sei. Dies sei über dem ursprünglichen Zielflughafen Grosny in Russland geschehen.
Die Maschine der Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines mit 67 Menschen an Bord flog trotz ihrer Schäden über das Kaspische Meer. Bei der versuchten Landung in Aktau in Kasachstan stürzte sie ab.
Quelle: dpa
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