"Perverse Ideologie": Erdogan hetzt gegen LGBTQ+-Bewegung
Maßnahmenpaket angekündigt:"Pervers": Erdogan hetzt gegen LGBTQ+-Bewegung
|
Der türkische Präsident Erdogan bezeichnet die LGBTQ-Bewegung als "perverse Ideologie". Sie sei Teil einer ausländischen Verschwörung mit dem Ziel, die Gesellschaft zu untergraben.
Erdogan gab ein Maßnahmenpaket bekannt, das die Geburtenrate ankurbeln soll.
Quelle: dpa
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat ein von seiner Regierung ausgerufenes "Jahr der Familie" mit Attacken auf die LGBTQ+-Bewegung eingeläutet. Diese sei Teil einer ausländischen Verschwörung mit dem Ziel, die türkische Gesellschaft zu untergraben, sagte Erdogan bei einem Auftritt in Ankara.
Es sei die Verantwortung aller, "unsere Kinder und Jugendlichen vor schädlichen Trends und perversen Ideologien" zu schützen.
Neoliberale kulturelle Trends überqueren Grenzen und dringen in sämtliche Ecken unserer Welt ein. Sie führen auch dazu, dass LGBT und andere Bewegungen an Boden gewinnen.
„
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei
Zugleich gab Erdogan ein Maßnahmenpaket bekannt, das die Geburtenrate ankurbeln und junge Familien unterstützen soll. So soll es zinslose Darlehen für Frischvermählte, verbesserte Transferleistungen für Eltern neugeborener Kinder sowie finanzielle Unterstützung, Betreuungsangebote und Wohnungshilfe als Anreize für Familiengründungen geben. Kostenlose oder zumindest günstige Kinderbetreuung versprach Erdogan ebenfalls.
Seit Jahresbeginn wurden in der Türkei mehr als 290 Morde an Frauen verübt. Aktivistinnen geben der Regierung die Schuld an der Zunahme dieser Femizide. 25.10.2024 | 2:17 min
Erdogan verweist auf Geburtenrückgang
Der Präsident verwies auf einen "alarmierenden" Geburtenrückgang und erklärte, die Türkei "verliert Blut". Zudem bekräftigte er seine Forderung aus dem Jahr 2007, wonach Familien mindestens drei Kinder haben sollten. Als Probleme sehe er indes, dass Menschen vermehrt erst spät im Leben heirateten, sowie eine steigende Scheidungsrate.
LGBTQ+-Angehörige stehen seit Jahren besonders im Visier von Erdogans Regierung und deren Anhängern. Pride-Paraden sind seit 2015 verboten, jene, die dennoch an Veranstaltungen teilnehmen wollen, müssen mit dem Einsatz von Tränengas durch die Polizei sowie Barrikaden rechnen. Seit einigen Jahren werden wiederum gegen LGBTQ+ gerichtete Proteste staatlich unterstützt.
Die Anwältin Eren Keskin kämpft seit Jahrzehnten für Menschenrechte in der Türkei. Jutta Louise Oechler hat sie interviewt. (zweisprachig abrufbar)05.10.2023 | 10:45 min
Um dir eine optimale Website der ZDFmediathek, ZDFheute und ZDFtivi präsentieren zu können, setzen wir Cookies und vergleichbare Techniken ein. Einige der eingesetzten Techniken sind unbedingt erforderlich für unser Angebot. Mit deiner Zustimmung dürfen wir und unsere Dienstleister darüber hinaus Informationen auf deinem Gerät speichern und/oder abrufen. Dabei geben wir deine Daten ohne deine Einwilligung nicht an Dritte weiter, die nicht unsere direkten Dienstleister sind. Wir verwenden deine Daten auch nicht zu kommerziellen Zwecken.
Zustimmungspflichtige Datenverarbeitung • Personalisierung: Die Speicherung von bestimmten Interaktionen ermöglicht uns, dein Erlebnis im Angebot des ZDF an dich anzupassen und Personalisierungsfunktionen anzubieten. Dabei personalisieren wir ausschließlich auf Basis deiner Nutzung der ZDFmediathek, der ZDFheute und ZDFtivi. Daten von Dritten werden von uns nicht verwendet. • Social Media und externe Drittsysteme: Wir nutzen Social-Media-Tools und Dienste von anderen Anbietern. Unter anderem um das Teilen von Inhalten zu ermöglichen.
Du kannst entscheiden, für welche Zwecke wir deine Daten speichern und verarbeiten dürfen. Dies betrifft nur dein aktuell genutztes Gerät. Mit "Zustimmen" erklärst du deine Zustimmung zu unserer Datenverarbeitung, für die wir deine Einwilligung benötigen. Oder du legst unter "Einstellungen/Ablehnen" fest, welchen Zwecken du deine Zustimmung gibst und welchen nicht. Deine Datenschutzeinstellungen kannst du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in deinen Einstellungen widerrufen oder ändern.