Leben im Wald – Rückzug als Überlebensstrategie
Seit zwölf Jahren lebt Marc Freukes in einer selbstgebauten Jurte im Odenwald. Zuvor litt er unter Depression und Burnout. Die Natur wurde für ihn Rettungsanker und Zufluchtsort. Statt Golfplatz und Berufsalltag wählte er das einfache Leben im Wald – mit Feuer machen, Survival-Praxis und Ruhe im Grünen. Auch Naturfotografin Ulla Lohmann fand nach dem Suizid ihres Vaters im deutschen Wald Antworten und neue Kraft. Für sie wurde Waldbaden zum Energiespender.
Warum Wald und Waldbaden der Psyche helfen
Der Wald ist ein fester Bestandteil deutscher Kultur: Märchenwald, Mythen, Romantik – man denke nur an Caspar David Friedrich. Doch er wirkt nicht nur symbolisch, sondern auch biologisch. Leon Windscheid trifft Dr. Daniela Haluza, Expertin für Green Public Health. Sie erklärt, warum schon 20 Minuten Waldbaden Stress abbauen können – wichtig in einer Welt ständiger Erreichbarkeit.
Wissenschaftliche Belege für Natur und Gesundheit
Prof. Dr. Simone Kühn vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht in der Umweltneurowissenschaft per MRT, wie sich Natur auf das Gehirn auswirkt. Ihre Studien zeigen: Der Wald fördert psychische Gesundheit und ist ein wirksamer Ausgleich gegen Reizüberflutung – und kann somit bei Depression und Burnout als Anker dienen.
Unsere Quellen
Ähnliche Inhalte entdecken