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LARP, Gaming & Fantasiewelten: Gut für die Psyche?

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LARP, Gaming & Fantasiewelten: Gut für die Psyche?

Eskapismus durch Gaming, LARP und Fantasiewelten zieht viele Menschen an. Doch wann hilft Realitätsflucht der Psyche – und wann wird sie ungesund? Eric Mayer zeigt, wie unser Gehirn abschaltet.

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Terra Xplore
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Eskapismus durch Gaming, LARP und Fantasiewelten zieht viele Menschen an. Doch wann hilft Realitätsflucht der Psyche – und wann wird sie ungesund? Eric Mayer zeigt, wie unser Gehirn abschaltet.

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Fantasiewelten: Gut für die Psyche?
Kriege, Krisen, Dauerstress - für viele fühlt sich die Realität oft zu viel an. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen in Gaming, LARP und Fantasiewelten abtauchen. Doch wie viel Realität braucht unser Gehirn eigentlich - und wann werden Pausen davon wichtig?
Wissenschaftsjournalist Eric Mayer geht für Terra Xplore genau diesen Fragen nach. Zwischen Live-Rollenspiel (LARP) und Forschung zeigt er, wie Eskapismus wirkt: als Ausgleich im Alltag - oder als Risiko, wenn wir uns darin verlieren.

Warum fliehen Menschen in Fantasie- und Digitalwelten?

Der Wunsch, dem Alltag zu entkommen, ist tief menschlich. Digitale Medien, Gaming oder Live Action Role Play bieten die Möglichkeit, in Parallelwelten einzutauchen und Abstand zu gewinnen.
Doch die Gründe sind unterschiedlich: Für manche ist es Erholung, für andere ein Ausweg aus Überforderung. Entscheidend ist, wie und warum wir diese Welten nutzen.

Wann ist Eskapismus gesund - und wann wird er problematisch?

Eskapismus ist nicht gleich Eskapismus. Der Psychologe Frode Stenseng unterscheidet klar: Es gibt Formen der Realitätsflucht, die uns stärken und neue Energie geben - und solche, die in Sucht münden können.
Ein Beispiel: Lars (Name geändert) flüchtet sich aus Alltagsdruck in Online-Spiele - er zockt so intensiv, dass er eine Mediensucht entwickelt. In der Therapie lernt er, sich der Realität wieder zu stellen und seine Gefühle nicht länger zu unterdrücken.

LARP als bewusste Flucht aus dem Alltag

Für Pia Bergmann ist das Live-Rollenspiel ein Werkzeug, das ihr hilft, der Wirklichkeit mit ihren Krisen und schlechten Nachrichten zu entfliehen - um sich danach der Realität wieder selbstbewusster stellen zu können. Mehrmals im Jahr taucht sie bei einem "Live Action Role Play" in eine fiktive Welt ein, spielt ein paar Tage lang eine ganz andere Person. Unter ihrer Anleitung macht Eric Mayer den Selbstversuch: Was macht es mit ihm, sich in so eine fiktive Welt reinzuversetzen?

Was passiert im Gehirn bei Realitätsflucht?

Neurowissenschaftliche Forschung zeigt: Unser Verhältnis zur Realität ist ambivalent. Wir brauchen sie - aber wir brauchen auch Pausen von ihr.
Der Neurowissenschaftler Óscar Gonçalves erklärt: Gerade im Ruhezustand ist unser Gehirn hochaktiv. Gedanken wandern, wir reflektieren, verarbeiten Erinnerungen - etwa die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir in solchen inneren "Zwischenwelten".
Gut gestaltete Pausen können deshalb helfen, Stress zu regulieren und neue Kraft zu schöpfen.

Achtsamkeit - das Gegenteil von Abschalten?

Auf der anderen Seite lässt es uns auch entspannen, unsere Realität intensiv zu erleben, ganz präsent im Hier und Jetzt zu sein. Bewusst im Augenblick sein, ohne ihn zu bewerten. Was sagt die Wissenschaft dazu?
Um das rauszufinden, ist Eric mit dem Psychologen Johannes Michalak verabredet - und macht mit ihm eine Achtsamkeitsübung. Wie verändert das unser Verhältnis zur Realität, dieses vermeintliche Gegenteil von Eskapismus?

Wie können wir richtig abschalten, ohne uns zu verlieren?

Im Sozialexperiment stellt Eric Mayer gemeinsam mit Frode Stenseng eine wissenschaftliche Studie nach und zeigt: Unsere Stimmung beeinflusst, wie ernsthaft und riskant wir uns in ein Spiel vertiefen - in diesem Fall dem Roulette.
Entscheidend ist die Balance. Eskapismus kann entlasten, wenn er bewusst eingesetzt wird - etwa als kreative Pause oder Perspektivwechsel. Problematisch wird er, wenn er zur dauerhaften Vermeidung unangenehmer Gefühle wird.

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