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Fremdenlegion - Im Kampf für Europa - NATO-Manöver in Estland

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Im Kampf für Europa - NATO-Manöver in Estland
  • 25.09.2026

Die französische Fremdenlegion übernimmt in Estland an der Ostflanke die Rolle des Angreifers, die Rolle Russlands. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den internationalen Soldaten, und wie gut ist die NATO für einen möglichen Ernstfall gerüstet?

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Im Kampf für Europa - NATO-Manöver in Estland

Die französische Fremdenlegion übernimmt in Estland an der Ostflanke die Rolle des Angreifers, die Rolle Russlands. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den internationalen Soldaten, und wie gut ist die NATO für einen möglichen Ernstfall gerüstet?

Fremdenlegion: Im Kampf für Europa - NATO-Manöver in Estland
Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist das Baltikum an der Ostflanke die vorderste Linie einer neuen, gefährlichen Bedrohung. Besonders exponiert ist Estland, wie auch der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur bestätigt: "Wir kennen unsere Nachbarn. Wir machen uns keine Illusionen, wir sind sehr wachsam – bei dieser Nachbarschaft musst du verdammt vorsichtig sein."

Fremdenlegion als Angreifer bei „Spring Storm“

Als Antwort auf die veränderte Sicherheitslage setzen die baltischen Staaten und die NATO auf militärische Präsenz, Abschreckung und gemeinsame Übungen. Jedes Jahr findet in Estland das Großmanöver „Spring Storm“ statt. Rund 12.000 Soldaten trainieren dabei gemeinsam - darunter auch Fremdenlegionäre aus Frankreich. Für die ZDFinfo-Doku-Serie „Fremdenlegion“ begleitet ein ZDFinfo-Team die französische Eliteeinheit und erhält exklusive Einblicke in das Manöver an der NATO-Ostflanke.

Während der NATO-Übung übernimmt die französische Fremdenlegion die Rolle des Angreifers und stellt die estnischen Verteidiger vor eine intensive Belastungsprobe. Die Legionäre setzen dabei auf die Strategie des „Attrition Warfare“, eines Abnutzungskrieges, bei dem der Gegner durch anhaltenden militärischen Druck geschwächt werden soll.
Der Kommandeur vor Ort, Capitaine Grégoire Chatillon, beschreibt die Vorgehensweise so: „Selbst wenn die Einheit zerschlagen wurde, selbst wenn wir schwere Verluste erleiden: Legionäre stoßen immer weiter vor.“
Trainiert wird unter möglichst realitätsnahen Bedingungen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Tarnung und moderne Technik. Die Fremdenlegionäre nutzen unter anderem spezielle Multispektral-Tarnnetze, die ihre Erkennbarkeit durch unterschiedliche Aufklärungssysteme reduzieren sollen.

Drohnen und elektronische Abwehr im NATO-Manöver

„Spring Storm“ zeigt zugleich, wie stark moderne Kriegsführung von neuer Technologie geprägt ist. Drohnen gehören inzwischen fest zu Aufklärung und Gefechtsführung. Entsprechend wichtig ist auch die elektronische Drohnenabwehr. Bei der Übung kommen sogenannte Jammer zum Einsatz, die Funksignale stören und dadurch die Steuerung oder Navigation von Drohnen beeinträchtigen können.
Neben den Soldaten vor Ort ordnen renommierte Experten das Manöver und seine strategische Bedeutung ein. Militärexperte Ralph Thiele analysiert die Rolle der französischen Militärpräsenz im Baltikum. Die Sicherheitsexperten Nico Lange und Dr. Aylin Matlé sprechen über die NATO, ihre Verteidigungsfähigkeit und die aktuelle geopolitische Lage.
ZDFinfo dokumentiert die französische Fremdenlegion in einer mehrteiligen Doku-Serie mit exklusiven Einblicken. Die Reihe begleitet Legionäre vom ersten Kontakt mit der Legion über das anspruchsvolle Auswahlverfahren bis zu spezialisierten Einheiten wie Dschungelkämpfern, Scharfschützen, Gebirgsjägern und Fallschirmjägern. Für diese Dokumentation wurde im Frühsommer 2026 in Estland und Lettland gedreht.