Seit Jahrtausenden ist sie ein Ankerpunkt menschlichen Zusammenlebens, sie spendet Hoffnung und Orientierung: Religion. Doch immer wieder wird der Glaube auch zur politischen Waffe.
Eine Waffe für weltlicher Interessen
In der biblischen Exodus-Erzählung ermöglicht der Glaube an einen allmächtigen Gott die Befreiung aus der Sklaverei. Religiöser Aberglaube und Fanatismus führen im Europa der Neuzeit zur Hexenverfolgung. Den europäischen Kolonialisten dient der Glaube an das Christentum als einzig wahre Religion als Vorwand zur Unterdrückung und Ermordung indigener Völker.
In der Moderne bringen wissenschaftliche Erkenntnisse die Fundamente der Religion ins Wanken, doch einige Bewegungen können sich anpassen, wie die evangelikalen Megakirchen in den USA zeigen. Sie bewegen sich in einem Spannungsfeld von religiösem Fundamentalismus und Feel-Good-Spiritualität.