Harald Lesch mit Kugel vor Kulisse (Montage)
Ungelöste Fälle der Archäologie
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Ungelöste Fälle der Archäologie - Geheimnisvolle Kugeln

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Ungelöste Fälle der Archäologie
Geheimnisvolle Kugeln

Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet für Terra X die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form.

Terra X
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Geheimnisvolle Kugeln

Kugeln sind allgegenwärtig. Sie finden sich in Kulturen weltweit. Harald Lesch erkundet für Terra X die unterschiedlichen Funktionen der wahrscheinlich weit verbreitetsten geometrischen Form.

Überall finden sich kreisrunde Gebilde, die für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite reicht dabei vom Geschoss, über den Ball bis hin zum wahrscheinlich ältesten Kugellager der Welt.

Faszinierende Form seit jeher

Kugeln sind aus unserer Welt nicht wegzudenken. Schon unsere Ur-Ur-Ur-Ahnen waren von der Form fasziniert, wie Ausgrabungen auf verschiedenen Kontinenten zeigen. So fanden Archäologen etwa in Israel und Spanien bearbeitete Steinkugeln, deren Alter sie auf 1,3 Millionen Jahre schätzen. Sehr viel jünger sind die Kautschukbälle, mit denen in Mesoamerika seit dem 15. Jahrhundert vor Christus anscheinend auch um Leben und Tod gespielt wurde.

Mehr als 1500 Ballspielplätze, die zum Teil auch in Tempelbezirken der Maya auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko liegen, hat man bisher dort gefunden, und wahrscheinlich existieren noch viele weitere, bisher unentdeckte im Urwald Mittelamerikas. Bis heute spielen die Nachfahren der indigenen mesoamerikanischen Kulturen Ulama oder Pok-ta-Pok, bei dem ein Ball nur mit Hüfte und Schultern durch kreisrunde Öffnungen geschossen werden muss. Bei den bisher gefundenen Ballspielplätzen befindet sich jeweils ein steinerner Ring an den Seitenmauern des Spielfeldes.

"Tanzende" Göttin mithilfe eines Kugellalgers

Die Größe des Platzes, sowie die Form der Seitenmauern, wie auch die Höhe der Anbringung der steinernen Ringe können variieren. Reliefs an den Mauern legen nahe, dass auf einigen Plätzen auch Menschenopfer dargebracht wurden.

Weniger tödlich, aber nicht weniger feierlich ging es wohl auf dem Nemisee zur Zeit des römischen Kaisers Caligula im ersten Jahrhundert nach Christus zu. Mithilfe des wohl ältesten bekannten Kugellagers, ließ der Imperator wahrscheinlich eine Statue der Göttin Diana "tanzen".

Sendungsinformationen

Ungelöste Fälle der Archäologie - Himmel unter Strom
Streamen ab 18. Januar 2026
TV-Erstausstrahlung ZDF am 22. Februar 2026, 19:30 Uhr

Film von Peter Prestel und Gisela Graichen

Redaktion TV Heike Schmidt
Redaktion Online Michael Büsselberg

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