Etwa 80 Häftlinge leben dort - hinter dicken Stahltüren in Einzelzellen. Alle Gemeinschaftsbereiche werden rund um die Uhr mit Kameras überwacht. Die Wärter sind unbewaffnet - und das, obwohl bei Durchsuchungen mitunter selbst gebaute Waffen gefunden werden.
Hilfe für den Neuanfang
Für die gefährlichsten Insassen gestaltet sich der Alltag extrem eintönig - Fernsehen und Musik hören sind die einzigen Ablenkungen. Für diejenigen, denen die Arbeit in der Gefängniswerkstatt erlaubt ist, kann das Hoffnung und neuen Lebensmut bedeuten. So wie für den 43-jährigen Marco, der wegen Drogenschmuggels inhaftiert wurde - weit entfernt von seiner Freundin und seinen beiden Töchtern.
In regelmäßigen Abständen besuchen Mitglieder der Organisation Afstaða das Gefängnis. Es sind ehemalige Häftlinge, die den Insassen Rat und Hilfe anbieten. Einer von ihnen ist Haukur, ein in Island bekannter Musiker. Auch er sitzt für einige Jahre wegen Drogendelikten in dem Gefängnis ein. Sein Talent könnte ihm dabei helfen, die Zeit besser zu überstehen - und nach der Haft einen Neuanfang zu wagen.
Zwischen Kontrolle und Hoffnung
Gewalt, Enge und Machtkämpfe prägen Gefängnisse weltweit. „Überleben hinter Gittern“ zeigt den Kampf der Insassen um Würde und Zukunft – und wirft die Frage auf, wann Kontrolle zur Unterdrückung wird.
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