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Feindbild queer - Woher kommt der Hass?

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Woher kommt der Hass?
  • 2026

Woher kommt Queerfeindlichkeit? Die Doku geht den Ursachen nach und zeigt, wie Transmenschen zur Projektionsfläche von Konflikten um Identität, Familie und Geschlechterrollen werden.

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Woher kommt der Hass?

Woher kommt Queerfeindlichkeit? Die Doku geht den Ursachen nach und zeigt, wie Transmenschen zur Projektionsfläche von Konflikten um Identität, Familie und Geschlechterrollen werden.

Silhouette einer Person, die mit ausgestreckten Armen eine große Regenbogenfahne über sich hält. Im Hintegrund sind schemenhaft weitere Personen zu erkennen.
Warum werden queere Menschen angefeindet? Die Dokumentation geht den Ursachen nach und zeigt, wie insbesondere trans Menschen zur Projektionsfläche gesellschaftlicher Konflikte um Identität, Familie und Geschlechterrollen werden. Paul Ninus Naujoks erlebt die Folgen dieser Auseinandersetzungen unmittelbar. Die Dokumentation blickt in christliche Milieus, in denen Homosexualität lange als Sünde galt.

Queer und religiös: Zwischen Akzeptanz und Ablehnung

In christlichen Milieus galt Homosexualität lange als Sünde. Die Pastorinnen Steffi und Ellen Radtke zeigen einen anderen Weg: Innerhalb der Kirche haben sie einen geschützten Raum geschaffen, in dem queere Menschen willkommen sind.
Auch die von der Frauenrechtlerin Seyran Ateş mitbegründete Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin steht für einen offenen Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Queere Musliminnen und Muslime sind dort ausdrücklich willkommen.
Tugay Saraç kennt dagegen eine andere Realität. Nach eigener Aussage bewegte er sich lange im Umfeld von Islamisten. Heute lebt er offen als queerer Muslim und erhält Morddrohungen.
Carlos dos Reis floh aus Venezuela und lebt heute in Deutschland. Er berichtet, dass seine Homosexualität selbst innerhalb seiner Familie als Krankheit betrachtet worden sei und seine Mutter ihn einer Konversionstherapie habe unterziehen wollen. Heute lebt er offen queer und nimmt gemeinsam mit anderen queeren Migrantinnen und Migranten am Christopher Street Day (CSD) in Dresden teil. Dort erlebt die Gruppe den politischen Konflikt um den Versammlungsstatus der CSD-Parade. Erst eine erfolgreiche Klage der Veranstalter ermöglicht die Demonstration.

CSD und queere Sichtbarkeit: "Jetzt erst recht!"

Beim CSD in Berlin erleben mehrere Protagonistinnen und Protagonisten den Angriff unmittelbar mit, darunter Carlos dos Reis und die Dragqueen Barbie Breakout. Wenige Tage später geht Paul Ninus Naujoks beim CSD in Hamburg erneut für queere Sichtbarkeit und gleiche Rechte auf die Straße. Sein Motto: "Jetzt erst recht!"
"Feindbild Queer" porträtiert Menschen, die sich ihre Sichtbarkeit und Freiheit nicht nehmen lassen wollen. Die Dokumentationen zeigen, wie aus Angst Entschlossenheit entstehen kann, und stellen die Frage, ob sich eine offene Gesellschaft einschüchtern lässt oder ihre Freiheit selbstbewusst verteidigt.
Sprecherin der zweiteiligen Doku-Reihe ist Schauspielerin Ulrike Folkerts (unter anderem als Kommissarin Lena Odenthal im "Tatort).