Drei Orte zeigen, wie Menschen mithilfe ingenieurtechnischen Wissens extreme Landschaften bewohnbar machen. Bauwerke in Peru, im Iran und in Sibirien zeugen von Anpassungsfähigkeit, Erfahrung und technischem Einfallsreichtum.
Die Inka-Stadt Machu Picchu in Peru
Hoch in den peruanischen Anden errichten die Inka Machu Picchu auf rund 2400 Metern Höhe. Ohne Eisenwerkzeuge, Räder oder Schrift schaffen sie eine Stadt mit Hunderten Terrassen, die Nahrung liefern und Regenwasser kontrolliert ableiten. Ein ausgeklügeltes Drainagesystem schützt die Anlage vor Erosion und Starkregen. Präzise behauene Granitblöcke verleihen der Inka-Stadt Stabilität – bis heute trotzt Machu Picchu Wind, Wasser und Erdbeben.
Die Wüstenstadt Yazd im Iran
Mitten in der iranischen Wüste liegt die Stadt Yazd. Trotz extremer Hitze und Trockenheit ist sie seit Jahrhunderten bewohnt. Unterirdische Kanäle, sogenannte Qanate, leiten Wasser aus den umliegenden Bergen über viele Kilometer in die Stadt. Windtürme sorgen für Kühlung, dicke Lehmwände speichern Kälte. Selbst die Lagerung von Eis gelingt unter diesen Bedingungen - ein eindrucksvolles Beispiel für nachhaltige Klimaanpassung ohne moderne Technik.
Die Permafroststadt Jakutsk in Sibirien
Im Osten Sibiriens steht Jakutsk vor der gegenteiligen Herausforderung: Temperaturen von bis zu minus 60 Grad prägen das Leben in den meisten Monaten des Jahres. Die Großstadt ist auf dauerhaft gefrorenem Permafrostboden gebaut. Doch steigende Temperaturen lassen den Untergrund tauen. Gebäude verlieren an Stabilität, Risse entstehen. Wie begegnet die Stadt diesen Herausforderungen? Und wie passen Ingenieurinnen und Ingenieure die Bebauung an den Klimawandel an?
Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert außergewöhnliche Bauwerke von der Antike bis zur Neuzeit. Sie zeigt meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren und geht der Frage nach, was diese Konstruktionen über ihre Erbauer und ihre Zeit verraten.
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