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Vor dem Klimastreik von Fridays For Future diskutiert ZDFheute live mit Luisa Neubauer und FDP-Politiker Jens Teutrine über die Klimapolitik der Ampel-Regierung.
Vor dem Klimastreik von Fridays For Future diskutiert ZDFheute live mit Luisa Neubauer und FDP-Politiker Jens Teutrine über die Klimapolitik der Ampel-Regierung.
Luisa Neubauer vs. Jens Teutrine (FDP): Können wir uns Klimaschutz noch leisten? - Was passiert bei ZDFheute live?
Klimastreik mit Zehntausenden Demonstranten – allein in Berlin. Ein Jahr ist das her, zwei Tage vor der Bundestagswahl 2021. Für diesen Freitag haben Fridays For Future und andere Aktivisten wieder zum Klimastreik aufgerufen, angemeldet sind diesmal 8.000 Demonstranten. Deutschland steckt inzwischen mitten in einer Energiekrise und wie es scheint, beschäftigen andere Themen die Menschen momentan mehr als der Klimaschutz – steigende Energiepreise und die hohe Inflation. Dabei sind die Folgen der Klimakrise nicht zu übersehen: Waldbrände in Brandenburg, Niedrigwasser im Rhein, riesige Überschwemmungen in Pakistan.
Die Ampel-Regierung versucht seit Beginn des Ukraine-Kriegs, das Land unabhängiger von Öl und Gas aus Russland zu machen. Vorübergehend werden wieder mehr Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung genutzt. Fridays For Future kritisiert, die Bundesregierung gebe damit „sehenden Auges“ das 1,5 Grad-Ziel auf. Die Klimaaktivisten fordern deshalb gemeinsam mit Wissenschaftlern ein Sondervermögen für den Klimaschutz – 100 Milliarden Euro, genau wie für die Bundeswehr.
Wie viel Klimaschutz kostet uns die Energiekrise? Und können wir uns die Energiewende kurzfristig überhaupt noch leisten? Darüber diskutiert ZDFheute live mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer von Fridays For Future und FDP-Politiker Jens Teutrine.
Sondervermögen für den Klimaschutz
Nicht nur die Bundeswehr soll durch ein Sondervermögen gestärkt werden, sondern auch der Klimaschutz, das forderten die Klimaaktivisten von Fridays For Future vergangene Woche auf einer Pressekonferenz.
So soll es ein Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro geben, mit dem der Ausbau der erneuerbaren Energien und öffentlichen Nahverkehr beschleunigt werden soll. Zudem wird ein Nachfolger des 9-Euro-Ticket gefordert und damit ein besser zugänglicher ÖPNV. Ebenfalls sollen Finanziell schwache Haushalte bei der Nebenkostenabrechnung unterstützt werden. Auch Länder, die durch den Klimawandel besonders betroffene sind, sollen finanziell unterstützt werden.
Bundesfinanzminister Christian Lindner antwortet auf die Forderungen der Aktivisten via Twitter und verweist auf den bereits vorhandene Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierungen in Höhe von 170 Milliarden Euro. Bereitgestellt wird dieses Sondervermögen für den Zeitraum zwischen 2023 und 2026.