37 Grad - die Einzeldokus - Fast Fashion
Deutschland ist nach den USA der größte Abnehmer von Fast-Fashion-Textilien aus Bangladesch. Sowohl Luxusmarken als auch Billiganbieter lassen dort produzieren, zu Dumpingpreisen.
Für einen Hungerlohn
"Weil mindestens 200 Euro im Monat notwendig wären, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, verschulden sich die Arbeiterinnen und Arbeiter trotz unzähliger Überstunden immer mehr", erklärt die Frauenorganisation FEMNET in Bonn. Armut trotz Arbeit. Die Kinder der Näherinnen haben kaum eine Chance auf ein besseres Leben. Geld für die Schule fehlt meist. Sobald ein Elternteil nicht mehr arbeiten kann, ist der Weg in bittere Armut vorgezeichnet.
Kinderarbeit inklusive
Rückkehr nach Bangladesch
In dieser Zeit hat der Journalist und Filmemacher Manfred Karremann schon einmal in Bangladesch gedreht und das Mädchen Shimu getroffen. Im Gerbereiviertel der Hauptstadt Dhaka, das als eines der am meisten verschmutzten Gebiete der Welt galt. Alles dort war giftig – vom Wasser bis zur Luft. Das ist noch heute so. Zwar wurden die Gerbereien aus der Stadt hinaus verlagert, und eine Kläranlage wurde gebaut. Doch diese funktioniert bis heute nicht.
Eine Forsetzungsgeschichte
Immer wieder hat 37 Grad das Schicksal dieses Mädchens begleitet. Ihr Weg zeigt auf, wie schwierig es für Kinder in Bangladesch ist, dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Ein Grund für die Not vieler Familien sind Hungerlöhne in der Textilindustrie. Einer der wichtigsten Importeure ist Deutschland.