Jasmin hat ihren Traumberuf gefunden: Als Lehrerin an einer Frankfurter Schule unterrichtet sie die Fächer Französisch, Englisch, Philosophie und Deutsch als Zweitsprache. Ihr Ziel ist es, nicht nur reinen Lernstoff zu vermitteln, sondern ihren Schülerinnen und Schülern Werte fürs Leben mitzugeben.
Als Tochter einer marokkanischen Mutter und eines palästinensischen Vaters wuchs sie zwar in einem bildungsnahen Haushalt auf, erlebte jedoch hautnah mit, dass die akademischen Abschlüsse ihrer Eltern in Deutschland nicht anerkannt wurden. Geprägt von dieser Erfahrung und dem Gefühl, sich doppelt beweisen zu müssen, setzt sie sich heute besonders für diejenigen im Klassenzimmer ein, die oft übersehen werden.
Für ihren Unterricht wird Jasmin 2024 mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet. Ihre Schülerinnen und Schüler schätzen das Verständnis, das sie ihnen entgegenbringt. Doch die enge emotionale Bindung bringt Herausforderungen mit sich. Wie zieht man professionelle Grenzen, wenn viele Jugendliche zu Hause keine Ansprechperson haben? Und wie geht man mit dem eigenen Druck um, allen gerecht werden zu wollen?
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