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Ich will zurück nach Hause
  • 04.08.2026

Eigentlich will Alyssa nur die Sommerferien bei ihrem Vater in den USA verbringen. Doch nach dem Urlaub wird sie acht Monate lang von ihm in den USA festgehalten. Für Alyssa beginnt eine Zeit der Ungewissheit und Einsamkeit.

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Eigentlich will Alyssa nur die Sommerferien bei ihrem Vater in den USA verbringen. Doch nach dem Urlaub wird sie acht Monate lang von ihm in den USA festgehalten. Für Alyssa beginnt eine Zeit der Ungewissheit und Einsamkeit.

Alyssa und ihr Bruder wachsen mit ihren beiden Eltern in den USA auf. Als die Eltern sich im Jahr 2011 trennen, zieht die Mutter mit den beiden Kindern zurück in ihre Heimat Deutschland. Im Jahr 2013 sollen die 13-jährige Alyssa und ihr 7-jähriger Bruder die Sommerferien bei ihrem Vater und dessen neuer Familie in den USA verbringen. Zunächst scheint die Welt in Ordnung. Der Vater investiert Zeit, schenkt Liebe, feiert Alyssas 14. Geburtstag. Doch die Idylle wird schnell getrübt: Nur zwei Tage vor dem geplanten Rückflug nach Deutschland offenbart er seine wahren Intentionen: Er erklärt den Kindern am Strand, dass sie nicht mehr nach Hause zurückkehren werden. 
Die Zeit in den USA wird für Alyssa zunehmend schwerer. Den Kontakt zu ihrer Mutter ermöglicht der Vater nur in seiner Gegenwart.
Während Alyssa in den USA vereinsamt, kämpft ihre Mutter in Bamberg für die Rückkehr ihrer Kinder. Mit der Unterstützung eines engagierten Religionslehrers und durch Benefizkonzerte finanziert sie die hohen Anwalts- und Flugkosten. Der Fall erreicht schließlich das oberste Gericht in Amerika. In einem hoch emotionalen Prozess, siegt die Gerechtigkeit: Die Mutter erhält das alleinige Sorgerecht. Alyssa kehrt zurück nach Deutschland, doch der emotionale Ballast hinterlässt tiefe Spuren.
Die Jahre nach der Rückkehr verlaufen erst unauffällig, Alyssa macht ihren Schulabschluss ohne große Probleme. Doch nach der Schule holen sie die Spätfolgen des Traumas ein. Alyssa kann jahrelang beruflich nicht Fuß fassen. Sie bricht Ausbildungen ab, isoliert sich in ihrer Wohnung und leidet unter massiven Ängsten. Selbst ein zaghafter Annäherungsversuch zum Vater während der Corona-Pandemie endet in einer Katastrophe: Als er erfährt, dass Unterhaltsforderungen gegen ihn bestehen, storniert er ihren Flug und bricht erneut den Kontakt zu ihr ab.
Trotz der Narben, die ihr der Vater und die Jahre der Ungewissheit zugefügt haben, kämpft sie sich zurück. Heute macht sie eine Ausbildung zur Kinderpflegerin und ist endlich in dem Beruf und Leben angekommen, das sie sich lange erträumt hat.