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DDR unglaublich - Vertuschte Skandale und ein legendäres Konzert

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Vertuschte Skandale und ein legendäres Konzert
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Vertuschte Skandale und ein legendäres Konzert

Die DDR versteht sich als das bessere Deutschland - ein Staat, in dem alles seine Ordnung hat: Von verbotenen Auftritten, versteckten Mördern und einem Flecken Sozialismus unter Palmen.

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Vertuschte Skandale und ein legendäres Konzert

Die DDR versteht sich als das bessere Deutschland - ein Staat, in dem alles seine Ordnung hat: Von verbotenen Auftritten, versteckten Mördern und einem Flecken Sozialismus unter Palmen.

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Porträt von Udo Lindenberg vor Menschenmenge und angedeuteter Mauer
Unglaublich, wie weit die Kontrolle des Geheimdienstes reicht. Manches bleibt vor der eigenen Regierung verborgen. Erst nach der Wende, mit der Öffnung der Stasiakten, kommen viele Kapitel der DDR-Geschichte ans Licht.

Udo Lindenbergs Konzert im Palast der Republik

Die DDR - ein Land der Widersprüche: Westmusik ist zwar nicht verboten, gilt aber als dekadent. Auftreten darf nur, wer mit seinen Songs in den Sozialismus passt. Das gilt lange nicht für den unkonventionellen BRD-Rockstar Udo Lindenberg. Mit seiner politischen Haltung provoziert er das Regime und wird zur Obsession der Genossen.

Der Künstler und seine unzähligen Fans in der DDR träumen jahrelang von einem Liveauftritt in Ostberlin, doch die Einreise bleibt ihm verwehrt. Bis zum 25. Oktober 1983: Lindenberg wird zu einem Friedenskonzert im Palast der Republik eingeladen, vor handverlesenem Publikum. Der Sänger bleibt unberechenbar und sorgt prompt für Aufregung bei den Genossen. Der Zeitzeuge Reinhold Beckmann, damals als Kameraassistent dabei, erinnert sich an Udo Lindenbergs außergewöhnlichen Besuch in der DDR.

Doppelmoral der DDR-Führungsriege in Wandlitz

Was der Staat nach außen im Verborgenen tut, zeigt sich nach innen ganz offen: bei der eigenen Führungsriege. Selbst wer den Politbüro-Mitgliedern in der Waldsiedlung Wandlitz den Kaffee einschenkt, wird von der Stasi handverlesen. Hinter hohen Mauern, mitten im Wald, verschanzt sich das Regime vor der eigenen Bevölkerung.

Von Mangelwirtschaft keine Spur: Während draußen die Menschen Schlange stehen, verprasst die Führungsriege Devisen, schwelgt in Westwaren und lässt sich jeden Wunsch erfüllen. Erich Honeckers Kellner Lothar Herzog gibt Einblicke in diese unglaubliche Episode der DDR-Geschichte. Denn nirgendwo zeigt sich die Doppelmoral des Staates so schonungslos wie dort. Als die Mauer fällt, lösen die ersten Bilder aus der Siedlung eine Welle der Entrüstung aus.

Die Ernst-Thälmann-Insel in der Karibik

Nach dem Mauerfall stößt die Öffentlichkeit auch auf andere überraschende Reste der DDR: eine karibische Insel, die der kubanische Staatsführer Fidel Castro seinem Genossen Erich Honecker 1972 geschenkt hat. Ein winziges Eiland unter Palmen: die Ernst-Thälmann-Insel.

Ein Hobbyfilmer ist live dabei, als dort eine riesige Thälmann-Büste eingeweiht wird, und Schlagersänger Frank Schöbel erinnert sich noch heute an die Dreharbeiten zu seinem Musikvideo. Ansonsten weiß bis 2001 kaum jemand von diesem kleinen Paradies. Landesweit vermelden die Medien plötzlich die Sensation: Deutschland könnte doch ein 17. Bundesland unter Palmen haben. Denn die Besitztümer der DDR müssten nach der Wiedervereinigung doch eigentlich auf die Bundesrepublik übergegangen sein, oder?
"DDR unglaublich" erzählt Geschichten von DDR-Bürgern auf der Suche nach Freiheit und einer Staatsführung, deren Aktionen und Entscheidungen heute fast unglaublich klingen.