Fluss in Australien: Tote Fische "soweit das Auge reicht"

    Fluss in Australien:Tote Fische "soweit das Auge reicht"

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    Über Dutzende Kilometer hinweg verstopfen Millionen tote Fische einen Fluss in Australien. Die Behörden machen Überschwemmungen und eine Hitzewelle dafür verantwortlich.

    Im Darling River im australischen Bundesstaat New South Wales treiben Millionen tote Fische. Nach 2018 und 2019 ist es das dritte massenhafte Fischsterben in der Region.18.03.2023 | 1:06 min
    Ein massives Fischsterben löst derzeit in Australien Entsetzen aus. Nach Angaben der Regierung des Bundesstaates New South Wales sind in der Nähe der kleinen Gemeinde Menindee im Outback "Millionen von Fischen" im Darling River verendet. Auf Videos in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie sich Boote durch einen dichten Teppich toter Fische pflügen, unter dem das Flusswasser kaum noch zu sehen ist.
    "Es ist schrecklich - soweit man sehen kann, nur tote Fische", sagte der Anwohner Graeme McCrabb der Nachrichtenagentur AFP. So schlimm sei es noch nie gewesen. "Die Auswirkungen auf die Umwelt sind unvorstellbar."
    Im deutsch-polnische Grenzfluss Oder erholen sich die Bestände nach dem Fischsterben nur langsam:
    11.03.2023 | 2:43 min
    Grund für das Fischsterben: Nach jüngsten Überschwemmungen in der Region waren die Bestände in dem Fluss stark angestiegen. Doch jetzt herrscht wieder eine enorme Hitzewelle, die Pegelstände sinken rasant und die Fische sterben ab. Nach Angaben der Regierung hängt das mit dem niedrigen Sauerstoffgehalt im Wasser zusammen, wenn das Hochwasser zurückgeht. Die derzeitige Hitzewelle in der Region verschärfe noch die Lage, da wärmeres Wasser weniger Sauerstoff enthalte, die Fische aber gleichzeitig bei höheren Temperaturen einen höheren Sauerstoffbedarf hätten.

    Region wiederholt von Fischsterben betroffen

    Es ist bereits das dritte Mal, dass die Region um Menindee von einem massiven Fischsterben betroffen ist. Beim vorigen Mal im Jahr 2019 galten der Wassermangel im Fluss aufgrund anhaltender Dürre sowie eine giftige Algenblüte als Ursache. Bereits damals warnte die Regierung von New South Wales, dass es nicht das letzte Fischsterben sein werde.
    Der Sprecher der für die Fischerei zuständigen Behörde, Cameron Lay, sprach von einer "entsetzlichen Szene". Über Dutzende Kilometer hinweg, "soweit das Auge reicht", gebe es nur tote Fische, sagte Lay dem australischen Rundfunksender ABC.
    Quelle: AFP

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